Sales Manager Außendienst in der Neukundenakquise
Sales Manager im Außendienst gewinnen neue Geschäftskunden für die Produkte oder Dienstleistungen ihres Unternehmens. Sie suchen Interessenten, besuchen sie vor Ort, verhandeln Angebote und schließen Verträge ab.
5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Sales Manager Außendienst in der Neukundenakquise verdient
5.100 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.200 bis 8.500 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.200 € | 3.900 € | 4.800 € | 46.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.200 € | 5.100 € | 6.500 € | 61.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.500 € | 6.600 € | 8.500 € | 79.200 € |
Die Werte beziehen sich auf das Fixgehalt, dazu kommen meist Provisionen oder Boni, die oft 20 bis 30 Prozent des Jahreseinkommens ausmachen und stark vom persönlichen Abschlusserfolg abhängen. Ein Tarifvertrag gilt selten, Außendienstler werden meist außertariflich bezahlt, am besten in Branchen mit erklärungsbedürftigen Produkten wie Software, Medizintechnik oder Maschinenbau, ein Dienstwagen zur Privatnutzung ist üblich.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Sales Manager Außendienst in der Neukundenakquise?
Die Arbeit beginnt mit der Suche nach möglichen Kunden: Branchenverzeichnisse durchgehen, Messekontakte auswerten, im CRM-System Leads anlegen und Firmen telefonisch kontaktieren, um einen Termin zu bekommen. Ein großer Teil der Woche wird im Auto verbracht, denn Gespräche finden meist beim Kunden statt, oft in einem festen Verkaufsgebiet, das mehrere Bundesländer umfassen kann. Vor Ort geht es darum, den Bedarf zu verstehen, das Produkt vorzuführen, Einwände zu beantworten und ein passendes Angebot zu erstellen. Danach folgen Nachfassen, Preisverhandlungen und schließlich der Vertragsabschluss. Dazu kommen Besuchsberichte, Pflege der Kundendaten, Abstimmungen mit Innendienst, Technik und Vertriebsleitung sowie Messeauftritte. Verkauft wird je nach Unternehmen Software, Maschinen, Verpackungen, Energieverträge, Werbeleistungen oder Personaldienstleistungen. Bestehende Kunden werden nach dem Abschluss häufig an ein Key-Account-Team übergeben, der Fokus bleibt auf dem Erstgeschäft.
Wie wird man Sales Manager Außendienst?
Einen festgelegten Ausbildungsweg gibt es nicht. Viele kommen über eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement oder Industriekaufmann, und sammeln zunächst Erfahrung im Vertriebsinnendienst. Andere haben ein Studium in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen oder einem technischen Fach abgeschlossen, was bei erklärungsbedürftigen Produkten gefragt ist. Auch Quereinsteiger aus Handwerk, Technik oder Gastronomie werden eingestellt, wenn sie Verkaufstalent und Fachkenntnis über die Branche mitbringen. Weiterbildungen zum Geprüften Fachwirt im Vertrieb oder Vertriebstrainings sind verbreitet, aber selten Voraussetzung. Ein Führerschein der Klasse B ist praktisch immer Pflicht.
Was der Beruf verlangt
Neukundenakquise bedeutet vor allem Ablehnung: Die meisten Anrufe führen zu keinem Termin, viele Termine zu keinem Auftrag. Wer das persönlich nimmt, hält den Beruf nicht lange durch. Der Erfolg wird an Zahlen gemessen, an Umsatzzielen, Abschlussquoten und Besuchsfrequenzen, und ein Teil des Einkommens hängt direkt davon ab. Schwache Quartale sind auf dem Konto spürbar. Die Arbeitszeiten sind formal flexibel, in der Praxis aber lang, weil Fahrzeiten, Übernachtungen im Hotel und abendliche Büroarbeit dazukommen. Viele Stunden auf der Autobahn belasten Rücken und Konzentration, und das Familienleben muss sich nach Reisetagen richten. Gefragt sind Selbstorganisation, da man meist allein im Gebiet unterwegs ist, sowie Verhandlungsgeschick und die Fähigkeit, sich schnell in die Abläufe fremder Betriebe hineinzudenken.
Aussichten
Vertriebsleute, die nachweislich neue Kunden gewinnen, werden in fast allen Branchen gesucht, und die Zahl offener Stellen ist hoch. Ein Teil der Erstkontakte verlagert sich in Videocalls und digitale Kanäle, der persönliche Besuch bleibt aber gerade bei Investitionsgütern und im Mittelstand wichtig. Mit Erfahrung führt der Weg zum Key Account Manager, zur Gebiets- oder Vertriebsleitung oder in die Geschäftsentwicklung. Einige wechseln als selbstständige Handelsvertreter auf reine Provisionsbasis. Wer die Zielvorgaben dauerhaft verfehlt, muss allerdings mit schneller Trennung rechnen, denn die Fluktuation in diesem Beruf ist hoch.
Aufgaben
- Potenzielle Neukunden recherchieren und telefonisch Termine vereinbaren
- Kunden im Verkaufsgebiet vor Ort besuchen und Produkte vorführen
- Bedarf analysieren und individuelle Angebote erstellen
- Preise und Konditionen verhandeln und Verträge abschließen
- Kundenkontakte und Verkaufschancen im CRM-System dokumentieren
- Auf Messen und Branchenveranstaltungen Kontakte knüpfen
- Umsatzziele und Abschlussquoten an die Vertriebsleitung berichten
Voraussetzungen
- Kaufmännische Ausbildung, Studium oder einschlägige Vertriebserfahrung
- Führerschein Klasse B und Bereitschaft zu viel Reisetätigkeit
- Belastbarkeit gegenüber Ablehnung und Zielvorgaben
- Verhandlungsgeschick und sicheres Auftreten
- Selbstorganisation und eigenständiges Arbeiten
- Fachwissen über die Branche oder das Produkt, bei technischen Gütern oft technisches Verständnis
Wo man arbeitet
- Industrie- und Maschinenbauunternehmen
- Software- und IT-Dienstleister
- Großhandel
- Energieversorger und Telekommunikationsanbieter
- Personal- und Medienunternehmen
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung oder ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft oder einem technischen Fach, gefolgt von einigen Jahren Erfahrung im Vertriebsinnen- oder Außendienst. Ein geregelter Abschluss für den Beruf existiert nicht, Quereinsteiger mit Branchenkenntnis und Verkaufserfolg werden ebenfalls eingestellt.
Offene Stellen als Sales Manager Außendienst in der Neukundenakquise
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