Sicherheitsingenieur
Sicherheitsingenieure sorgen dafür, dass Menschen in Betrieben gesund bleiben und technische Anlagen sicher laufen. Sie beurteilen Gefährdungen, beraten die Unternehmensleitung und überwachen die Einhaltung von Arbeitsschutz- und Anlagensicherheitsvorschriften.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Sicherheitsingenieur verdient
5.300 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.900 bis 8.000 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.900 € | 4.400 € | 5.000 € | 52.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.600 € | 5.300 € | 6.200 € | 63.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.600 € | 6.600 € | 8.000 € | 79.200 € |
Am stärksten hängt das Gehalt von der Branche und der Tarifbindung ab: In Chemie und Energie nach dem Tarif der IG BCE oder in der Metall- und Elektroindustrie nach IG-Metall-Tarif liegt es deutlich höher als bei überbetrieblichen Diensten oder kleinen Ingenieurbüros. Im öffentlichen Dienst und bei Berufsgenossenschaften wird nach TVöD, TV-L oder als Beamter bezahlt, mit engeren, aber planbaren Stufen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Sicherheitsingenieur?
Sicherheitsingenieure arbeiten meist als Fachkraft für Arbeitssicherheit nach dem Arbeitssicherheitsgesetz oder in der Anlagen- und Prozesssicherheit. Im Alltag gehen sie durch Werkhallen, Labore und Baustellen, prüfen Maschinen, Absturzsicherungen, Lagerung von Gefahrstoffen und Fluchtwege. Sie erstellen und aktualisieren Gefährdungsbeurteilungen, untersuchen Arbeitsunfälle und Beinaheunfälle und leiten daraus Maßnahmen ab. Dazu gehören technische Lösungen wie Schutzeinrichtungen oder Absaugungen, aber auch Betriebsanweisungen und Unterweisungen der Beschäftigten. In Chemie-, Energie- oder Verfahrenstechnik kommen Explosionsschutzdokumente, HAZOP-Analysen und Sicherheitsberichte nach der Störfall-Verordnung hinzu. Ein großer Teil der Arbeit findet am Schreibtisch statt: Dokumentation, Abstimmung mit Betriebsärzten, Betriebsrat, Behörden und Berufsgenossenschaft sowie die Vorbereitung von Sitzungen des Arbeitsschutzausschusses.
Wie wird man Sicherheitsingenieur?
Voraussetzung ist in der Regel ein abgeschlossenes Ingenieurstudium, etwa in Maschinenbau, Elektrotechnik, Verfahrenstechnik, Bauingenieurwesen oder direkt im Studiengang Sicherheitstechnik, den einige Hochschulen anbieten. Der Bachelor dauert sechs bis sieben Semester. Um als Fachkraft für Arbeitssicherheit bestellt zu werden, ist zusätzlich die sicherheitstechnische Fachkunde nötig. Sie wird in einem mehrstufigen Lehrgang der Unfallversicherungsträger erworben, der berufsbegleitend rund ein bis zwei Jahre dauert und ein Praktikum einschließt. Die meisten steigen nach einigen Jahren als Ingenieur in Konstruktion, Produktion oder Instandhaltung in den Arbeitsschutz um. Techniker und Meister können dieselbe Fachkunde erwerben, arbeiten dann aber als Sicherheitstechniker oder Sicherheitsmeister.
Was der Beruf verlangt
Die Rolle ist beratend: Sicherheitsingenieure können Maßnahmen empfehlen, aber selten selbst anordnen. Sie müssen Führungskräfte überzeugen, die unter Zeit- und Kostendruck stehen, und Beschäftigte, die Schutzausrüstung als lästig empfinden. Wer gern recht behält, ohne sich durchsetzen zu können, wird hier frustriert. Die Menge an Vorschriften, Normen und technischen Regeln ist groß und ändert sich laufend, regelmäßige Weiterbildung ist Pflicht. Unfalluntersuchungen nach schweren Ereignissen sind belastend, auch emotional. Die Arbeitszeiten liegen überwiegend im Tagdienst, in Schichtbetrieben sind gelegentliche Begehungen in Nacht- oder Wochenendschichten üblich. Externe Fachkräfte bei Dienstleistern betreuen viele Kleinbetriebe und verbringen viel Zeit im Auto.
Aussichten
Jeder Betrieb mit Beschäftigten muss sicherheitstechnisch betreut werden, die Nachfrage ist daher stabil und wenig konjunkturabhängig. Viele Fachkräfte gehen in den kommenden Jahren in Rente, qualifizierte Nachfolger werden gesucht. Gute Chancen bestehen in Chemie, Energie, Bau und Logistik sowie bei überbetrieblichen Diensten. Entwicklungswege führen zur Leitung einer Abteilung für Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, in die Anlagensicherheit, zu Prüforganisationen, zu Berufsgenossenschaften als Aufsichtsperson oder in die Gewerbeaufsicht. Mit Zusatzqualifikationen etwa als Brandschutzbeauftragter, Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator auf Baustellen oder Störfallbeauftragter lässt sich das Profil erweitern, auch eine Selbstständigkeit als Berater ist möglich.
Aufgaben
- Gefährdungsbeurteilungen für Arbeitsplätze und Anlagen erstellen und aktualisieren
- Betriebsbegehungen durchführen und Mängel dokumentieren
- Arbeitsunfälle und Beinaheunfälle untersuchen
- Schutzmaßnahmen und persönliche Schutzausrüstung auswählen
- Beschäftigte und Führungskräfte unterweisen und schulen
- Explosionsschutzdokumente und Sicherheitsberichte verfassen
- Neue Maschinen und Anlagen vor Inbetriebnahme sicherheitstechnisch bewerten
- Im Arbeitsschutzausschuss berichten und mit Behörden abstimmen
Voraussetzungen
- Abgeschlossenes Ingenieurstudium, meist Bachelor oder Master
- Sicherheitstechnische Fachkunde nach DGUV Vorschrift 2 für die Bestellung als Fachkraft für Arbeitssicherheit
- Mehrjährige Berufserfahrung als Ingenieur, in der Regel mindestens zwei Jahre
- Sicherer Umgang mit Rechtsvorschriften, Normen und technischen Regeln
- Durchsetzungsvermögen und Überzeugungskraft im Gespräch mit Führungskräften
- Bereitschaft zu Begehungen in Hallen, auf Baustellen und an Anlagen, teils in Höhe oder unter Schutzausrüstung
- Führerschein für die Betreuung mehrerer Standorte
Wo man arbeitet
- Industriebetriebe in Chemie, Metall, Energie und Automobilbau
- Überbetriebliche sicherheitstechnische Dienste
- Bauunternehmen und Ingenieurbüros
- Berufsgenossenschaften und Unfallkassen
- Gewerbeaufsicht und Arbeitsschutzbehörden
- Technische Prüforganisationen
Der Weg in den Beruf
Üblich ist ein Ingenieurstudium von drei bis fünf Jahren mit Bachelor- oder Masterabschluss, gefolgt von einigen Jahren Berufspraxis. Anschließend wird berufsbegleitend in etwa ein bis zwei Jahren die sicherheitstechnische Fachkunde bei einem Unfallversicherungsträger erworben, die zur Tätigkeit als Fachkraft für Arbeitssicherheit berechtigt.
Offene Stellen als Sicherheitsingenieur
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Sicherheitsingenieur - Vollzeit (m/w/d)
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Fachkraft für Arbeitssicherheit
Fachkräfte für Arbeitssicherheit beraten Unternehmen dabei, Unfälle und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu verhindern, und sind nach dem Arbeitssicherheitsgesetz vorgeschrieben.
- Offene Stellen
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- Monatsbrutto
- 3.700 – 6.700 €
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Qualitätsingenieure sorgen dafür, dass Produkte und Prozesse in der Industrie festgelegte Anforderungen erfüllen. Sie planen Prüfungen, analysieren Fehler und führen Qualitätsmanagementsysteme nach Normen wie ISO 9001 oder IATF 16949.
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- 5
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- 3.900 – 8.500 €
Sicherheitstechniker
Sicherheitstechniker sorgen als Fachkräfte für Arbeitssicherheit dafür, dass Beschäftigte im Betrieb nicht verunglücken oder krank werden. Sie beurteilen Gefährdungen, beraten die Unternehmensleitung und prüfen Arbeitsplätze, Maschinen und Abläufe.
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- Monatsbrutto
- 3.500 – 6.800 €
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