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IT & Software

Software Entwickler

Software-Entwickler planen, programmieren und testen Anwendungen, von Webseiten und Apps über Unternehmenssoftware bis zu Steuerungen in Maschinen und Fahrzeugen. Sie arbeiten meist im Team und pflegen bestehende Systeme ebenso wie neue.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Software Entwickler verdient

5.500 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.600 bis 8.800 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.600 € 4.300 € 5.000 € 51.600 €
Mit Berufserfahrung 4.500 € 5.500 € 6.600 € 66.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.800 € 7.000 € 8.800 € 84.000 €

Die Gehälter werden überwiegend frei verhandelt und hängen stark von Region, Branche und Betriebsgröße ab: Konzerne, Banken und Autoindustrie in München, Frankfurt oder Stuttgart zahlen deutlich mehr als kleine Agenturen in ländlichen Regionen. Tarifbindung gibt es vor allem in der Metall- und Elektroindustrie über die Tarifverträge der IG Metall und im öffentlichen Dienst nach TVöD oder TV-L, wo die Spannen enger und die Spitzenwerte niedriger sind.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Software-Entwickler?

Software-Entwickler setzen fachliche Anforderungen in lauffähige Programme um. Am Anfang steht meist ein Gespräch mit Fachabteilung, Kunde oder Product Owner darüber, was eine Anwendung können soll. Daraus entstehen Aufgaben, die im Team verteilt und in kurzen Zyklen abgearbeitet werden, häufig nach Scrum oder Kanban. Der größte Teil des Tages besteht aus Programmieren in Sprachen wie Java, C#, Python, JavaScript oder C++, aus dem Schreiben automatisierter Tests und aus dem Lesen fremden Codes. Ein erheblicher Anteil der Arbeit gilt nicht neuen Funktionen, sondern der Fehlersuche, der Wartung älterer Systeme und der Anpassung an neue Bibliotheksversionen oder Sicherheitsvorgaben. Dazu kommen Code-Reviews, Abstimmungen im täglichen Stand-up, Dokumentation und die Zusammenarbeit mit Betrieb, Design und Qualitätssicherung. Je nach Spezialisierung liegt der Schwerpunkt auf Oberflächen (Frontend), Servern und Datenbanken (Backend), mobilen Apps oder hardwarenaher Software (Embedded).

Wie wird man Software-Entwickler?

Der verbreitetste Weg führt über ein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder Medieninformatik, das als Bachelor in der Regel drei bis dreieinhalb Jahre dauert. Gleichwertig anerkannt ist in vielen Betrieben die dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, die mit einer Prüfung vor der IHK endet. Duale Studiengänge verbinden beides. Der Quereinstieg ist in diesem Beruf häufiger als in vielen anderen: Menschen aus Mathematik, Physik, Ingenieurwesen oder ganz anderen Feldern wechseln über Umschulungen, Bootcamps oder Selbststudium. Entscheidend ist dabei, was jemand nachweisen kann, etwa eigene Projekte oder Beiträge zu Open-Source-Software. Seit dem Rückgang der Einstellungen nach 2022 haben es Quereinsteiger ohne Abschluss allerdings deutlich schwerer als zuvor.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist geistig fordernd und überwiegend sitzend vor dem Bildschirm, was auf Dauer Rücken, Nacken und Augen belastet. Konzentration über Stunden ist nötig, Unterbrechungen durch Besprechungen und Nachrichten erschweren sie. Fehlersuche kann zermürbend sein, wenn ein Problem tagelang nicht zu finden ist. Termindruck vor Releases und unklare oder wechselnde Anforderungen gehören zum Alltag. In Betrieben mit eigenen Online-Diensten kommen Rufbereitschaften hinzu, bei denen nachts oder am Wochenende Störungen behoben werden müssen. Die Technik ändert sich schnell, wer nicht laufend dazulernt, verliert den Anschluss. Gleichzeitig sind die Arbeitszeiten meist geregelt, Gleitzeit und Homeoffice sind weit verbreitet. Gutes Englisch ist praktisch unverzichtbar, da Dokumentation und oft auch die Teamsprache englisch sind.

Aussichten

Software-Entwicklung bleibt einer der gefragtesten IT-Berufe, der Markt hat sich aber verändert. Erfahrene Fachkräfte, besonders mit Kenntnissen in Cloud, IT-Sicherheit, Datenverarbeitung oder Embedded-Systemen, finden weiterhin gut Stellen. Berufseinsteiger stehen dagegen mehr Konkurrenz gegenüber als in den Jahren des Booms, und KI-Werkzeuge verändern, welche Routinearbeiten noch von Hand erledigt werden. Entwicklungswege führen zum Senior-Entwickler, zum Software-Architekten, in die technische Teamleitung oder ins Produkt- und Projektmanagement. Manche machen sich als Freiberufler selbstständig, was höhere Tagessätze, aber auch unsichere Auftragslage bedeutet.

Aufgaben

  • Anforderungen mit Fachabteilungen und Kunden klären
  • Programmcode in Sprachen wie Java, Python oder C# schreiben
  • Automatisierte Tests entwickeln und ausführen
  • Fehler in bestehender Software suchen und beheben
  • Code von Kolleginnen und Kollegen in Reviews prüfen
  • Datenbanken und Schnittstellen anbinden
  • Technische Abläufe und Entscheidungen dokumentieren
  • Software über Build- und Deployment-Pipelines ausliefern

Voraussetzungen

  • Studium der Informatik oder verwandter Fächer, Ausbildung als Fachinformatiker oder nachweisbare Programmiererfahrung
  • Sicherer Umgang mit mindestens einer verbreiteten Programmiersprache
  • Analytisches Denken und Geduld bei der Fehlersuche
  • Gute Englischkenntnisse, vor allem im Lesen technischer Texte
  • Bereitschaft, sich laufend in neue Technik einzuarbeiten
  • Fähigkeit zur Abstimmung im Team und mit Nicht-Fachleuten

Wo man arbeitet

  • Softwarehäuser und IT-Dienstleister
  • IT-Abteilungen von Banken, Versicherungen und Handelsunternehmen
  • Industrie, Maschinenbau und Automobilbranche
  • Start-ups und Digitalagenturen
  • Öffentliche Verwaltung und Forschungseinrichtungen
  • Selbstständig als Freiberufler

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelorstudium der Informatik oder Wirtschaftsinformatik von drei bis dreieinhalb Jahren oder die dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung mit IHK-Abschluss. Quereinstiege über Umschulungen, die meist rund zwei Jahre dauern, oder über nachgewiesene Praxiserfahrung sind möglich.

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