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Vertrieb & Kundenservice

Telekom Shop Verkäufer

Telekom-Shop-Verkäuferinnen und -Verkäufer beraten Kundschaft im Laden zu Mobilfunk-, Festnetz-, Internet- und TV-Tarifen, verkaufen Smartphones und Zubehör und schließen Verträge ab. Dazu kommen Hilfe bei Störungen, Rechnungsfragen und der Einrichtung von Geräten.

25 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Telekom Shop Verkäufer verdient

2.900 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 4.500 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.500 € 2.800 € 30.000 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.900 € 3.400 € 34.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.100 € 3.700 € 4.500 € 44.400 €

Entscheidend ist, ob der Shop direkt vom Netzbetreiber geführt wird, etwa bei der Telekom Shop Vertriebsgesellschaft mit Haustarif nach den Tarifverträgen der Deutschen Telekom mit ver.di, oder von einem Partnerbetrieb, der oft ohne Tarif oder nur angelehnt an den Tarifvertrag des Einzelhandels zahlt. Zusätzlich machen Provisionen für Vertragsabschlüsse einen schwankenden Teil des tatsächlichen Einkommens aus, der in den Werten nicht enthalten ist.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Telekom-Shop-Verkäufer?

Im Shop kommen Menschen mit sehr unterschiedlichen Anliegen an die Theke. Die einen wollen ein neues Smartphone, die anderen einen Glasfaseranschluss, wieder andere haben eine Rechnung, die sie nicht verstehen, oder ein Gerät, das nicht funktioniert. Die Arbeit besteht darin, den Bedarf zu erfragen, passende Tarife und Geräte vorzustellen, Preise und Laufzeiten zu erklären und am Ende einen Vertrag im System anzulegen. Dazu gehören die Prüfung des Ausweises, Bonitätsabfragen, Rufnummernmitnahmen, Vertragsverlängerungen und Tarifwechsel. Häufig übertragen Verkäuferinnen Daten auf neue Handys, richten E-Mail-Konten oder Router ein und nehmen Geräte zur Reparatur an. Neben der Beratung fallen Kassieren, Warenannahme, Inventur und das Auffüllen und Gestalten der Auslagen an. Die Shops werden teils vom Telekommunikationsunternehmen selbst, teils von Partnerfirmen im Franchise betrieben.

Wie wird man Telekom-Shop-Verkäufer?

Ein geschützter Ausbildungsweg mit diesem Namen existiert nicht. Üblich ist eine duale Ausbildung zur Kauffrau oder zum Kaufmann im Einzelhandel, die drei Jahre dauert, oder zur Verkäuferin beziehungsweise zum Verkäufer mit zwei Jahren. Die Telekom und viele Partnershops bilden selbst aus, meist mit Realschulabschluss oder Abitur als Voraussetzung. Quereinstieg ist verbreitet: Wer Erfahrung im Verkauf, in der Gastronomie oder im Kundenservice mitbringt und sich für Technik interessiert, wird oft eingestellt und intern zu Produkten, Tarifen und Vertragsrecht geschult. Diese Schulungen wiederholen sich, weil Tarife und Geräte ständig wechseln.

Was der Beruf verlangt

Der Arbeitsalltag ist vom Verkauf bestimmt. Es gibt Zielvorgaben für abgeschlossene Verträge, Zusatzoptionen und Zubehör, und ein Teil des Einkommens hängt oft daran. Dieser Druck ist für viele der belastendste Teil des Berufs, zumal er mit dem Anspruch kollidieren kann, ehrlich zu beraten. Gearbeitet wird zu Ladenöffnungszeiten, also regelmäßig samstags und in Einkaufszentren bis in den Abend. Man steht den größten Teil des Tages. Ein beträchtlicher Teil der Kundschaft kommt verärgert, etwa wegen Störungen, langer Wartezeiten auf einen Techniker oder unerwarteter Kosten, und das Shop-Personal bekommt diesen Ärger ab, obwohl es die Ursache selten beeinflussen kann. Gefragt sind Geduld, die Fähigkeit, komplizierte Tarifbedingungen verständlich zu erklären, sorgfältiges Arbeiten bei Verträgen und Datenschutz sowie die Bereitschaft, sich laufend in neue Technik einzuarbeiten.

Aussichten

Shop-Personal wird laufend gesucht, auch weil die Fluktuation in diesem Bereich hoch ist. Gleichzeitig verlagert sich ein Teil des Vertragsgeschäfts ins Internet, und Netzbetreiber dünnen ihr Filialnetz in manchen Regionen aus. Beratung zu Glasfaser, Smart Home und Geräteeinrichtung sowie die Betreuung älterer Kundschaft halten den Bedarf an Personal vor Ort aber stabil. Wer sich bewährt, kann stellvertretende Shopleitung und Shopleitung übernehmen, in den Geschäftskundenvertrieb wechseln oder in eine Hotline beziehungsweise ins Backoffice gehen. Eine Fortbildung zur Handelsfachwirtin oder zum Handelsfachwirt öffnet den Weg in Bezirks- und Vertriebsleitung. Die Erfahrung in Beratung und Abschluss ist auch in anderen Vertriebsberufen gefragt.

Aufgaben

  • Kundschaft zu Mobilfunk-, Festnetz-, Internet- und TV-Tarifen beraten
  • Smartphones, Tablets, Router und Zubehör verkaufen
  • Verträge, Verlängerungen und Rufnummernmitnahmen im System anlegen
  • Ausweise prüfen und Bonitätsabfragen durchführen
  • Geräte einrichten und Daten auf neue Handys übertragen
  • Störungsmeldungen, Rechnungsfragen und Reklamationen bearbeiten
  • Defekte Geräte zur Reparatur annehmen und ausgeben
  • Kasse führen, Ware annehmen und Auslagen pflegen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung im Einzelhandel oder Verkaufserfahrung als Quereinstieg
  • Interesse an Smartphones, Internet- und Netztechnik
  • Sicherheit im Umgang mit Kundschaft, auch bei Beschwerden
  • Belastbarkeit unter Zielvorgaben und Verkaufsdruck
  • Sorgfalt bei Vertragsdaten und Datenschutz
  • Bereitschaft zu Samstags- und Abendarbeit
  • Längeres Stehen ohne Beschwerden

Wo man arbeitet

  • Shops von Telekommunikationsunternehmen
  • Partner- und Franchiseshops von Netzbetreibern
  • Shops in Einkaufszentren und Innenstädten
  • Elektronikfachmärkte mit Mobilfunkabteilung

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung zur Kauffrau oder zum Kaufmann im Einzelhandel oder eine zweijährige zur Verkäuferin beziehungsweise zum Verkäufer, oft direkt in einem Shop. Quereinsteiger mit Verkaufserfahrung werden häufig eingestellt und durch interne Produkt- und Tarifschulungen eingearbeitet.

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