Verkauf Aktionsfläche
Beschäftigte im Verkauf auf Aktionsflächen präsentieren und verkaufen Produkte an zeitlich begrenzten Ständen in Einkaufszentren, Supermärkten, Bau- und Elektronikmärkten. Sie sprechen Passanten aktiv an und arbeiten oft für Hersteller oder Promotion-Agenturen.
13 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Verkauf Aktionsfläche verdient
2.750 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 4.000 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.450 € | 2.900 € | 29.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.400 € | 2.750 € | 3.300 € | 33.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.800 € | 3.200 € | 4.000 € | 38.400 € |
Entscheidend ist das Verhältnis von festem Grundgehalt zu Provision: Viele Agenturen zahlen nahe am Mindestlohn und legen umsatzabhängige Prämien darauf, die hier nicht eingerechnet sind. Wer direkt bei einem Händler angestellt ist, wird teils nach dem Tarifvertrag des Einzelhandels bezahlt, bei Zeitarbeit gelten die Tarifverträge der Zeitarbeitsbranche (GVP/DGB).
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht man im Verkauf auf der Aktionsfläche?
Die Arbeit findet an einem Stand statt, der für einige Tage oder Wochen in einem Einkaufszentrum, im Eingangsbereich eines Supermarkts, in einem Baumarkt oder auf einer Verbrauchermesse steht. Verkauft werden Produkte, die erklärt werden müssen oder für die ein Hersteller gezielt werben will: Küchengeräte, Staubsauger, Matratzen, Reinigungsmittel, Mobilfunk- und Stromverträge, Zeitschriftenabos oder Mitgliedschaften. Zum Alltag gehört, den Stand morgens aufzubauen, Ware und Werbematerial zu ordnen und Vorführungen vorzubereiten. Den größten Teil des Tages verbringen die Beschäftigten damit, vorbeigehende Menschen anzusprechen, Produkte vorzuführen, Fragen zu beantworten und Kaufverträge oder Bestellungen aufzunehmen. Abends werden Kasse und Verkaufszahlen abgerechnet, Berichte an Agentur oder Hersteller geschickt und der Stand gesichert oder abgebaut.
Wie wird man Verkäuferin oder Verkäufer auf der Aktionsfläche?
Eine bestimmte Ausbildung ist nicht vorgeschrieben, viele steigen ohne Vorkenntnisse ein. Agenturen und Hersteller schulen neue Kräfte meist in wenigen Tagen zu Produkt, Verkaufsgespräch und Abrechnung. Von Vorteil ist eine abgeschlossene Ausbildung als Verkäuferin oder Kaufmann im Einzelhandel, die zwei beziehungsweise drei Jahre dauert. Der Beruf eignet sich für Quereinsteigerinnen und Umsteiger aus Gastronomie, Handel oder Callcenter. Für den Verkauf von Verträgen, etwa bei Energie oder Telekommunikation, gelten zum Teil zusätzliche Schulungen zu rechtlichen Vorgaben wie dem Widerrufsrecht.
Was der Beruf verlangt
Die Tätigkeit ist körperlich anstrengend: Gestanden wird fast den ganzen Tag, oft auf hartem Boden, in Zugluft am Eingang oder unter künstlichem Licht. Stände, Kartons und Vorführgeräte müssen getragen werden. Gearbeitet wird zu den Öffnungszeiten des Handels, also häufig bis 20 Uhr und an Samstagen, bei Messen auch an Sonntagen. Wechselnde Einsatzorte bedeuten lange Anfahrten und manchmal Übernachtungen. Schwer fällt vielen die ständige Ablehnung: Die meisten Angesprochenen gehen weiter, manche reagieren unfreundlich. Hinzu kommt der Druck durch Verkaufsziele, denn ein Teil des Einkommens hängt oft von Provisionen ab. Viele Stellen sind befristet, in Teilzeit, als Minijob oder als freie Mitarbeit ausgeschrieben, was das Einkommen unsicher machen kann. Seriöse Arbeitgeber zahlen ein festes Grundgehalt, bei manchen Angeboten ist das nicht der Fall.
Aussichten
Aktionsflächen gehören zum festen Instrument von Herstellern und Händlern, Kräfte werden laufend gesucht, vor allem vor Weihnachten und im Frühjahr. Die Fluktuation ist hoch, was den Einstieg leicht, die Bindung an einen Arbeitgeber aber oft schwach macht. Wer gute Zahlen erreicht, kann zur Teamleitung aufsteigen, mehrere Stände koordinieren oder als Gebietsleitung neue Kräfte einarbeiten. Andere wechseln in den festen Einzelhandel, in den Außendienst oder in den Vertrieb eines Herstellers. Der Onlinehandel verringert die Laufkundschaft in manchen Einkaufszentren, persönliche Vorführung bleibt aber bei erklärungsbedürftigen Produkten gefragt.
Aufgaben
- Aktionsstand aufbauen, bestücken und abbauen
- Passanten gezielt ansprechen und Interesse wecken
- Produkte vorführen und Funktionen erklären
- Verkaufsgespräche führen und Einwände beantworten
- Bestellungen und Verträge aufnehmen
- Kasse führen und Tagesumsatz abrechnen
- Verkaufszahlen und Berichte an Agentur oder Hersteller melden
Voraussetzungen
- Kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben, Erfahrung im Verkauf von Vorteil
- Sicheres Auftreten und Freude am Ansprechen fremder Menschen
- Gelassenheit gegenüber häufiger Ablehnung
- Gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift
- Körperliche Belastbarkeit für langes Stehen und Tragen
- Bereitschaft zu Samstagsarbeit und wechselnden Einsatzorten, oft Führerschein
Wo man arbeitet
- Einkaufszentren
- Supermärkte und Discounter
- Bau- und Elektronikmärkte
- Warenhäuser
- Verbrauchermessen
- Promotion- und Vertriebsagenturen
Der Weg in den Beruf
Der Einstieg erfolgt meist ohne Berufsausbildung über eine Einarbeitung von wenigen Tagen bei einer Agentur oder einem Hersteller. Hilfreich ist die zweijährige Ausbildung zur Verkäuferin oder die dreijährige zum Kaufmann im Einzelhandel mit IHK-Abschluss.
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