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Gastronomie & Tourismus

Zimmermädchen / Roomboy Hotel

Zimmermädchen und Roomboys reinigen und richten Hotelzimmer für neue und bleibende Gäste her, wechseln Bettwäsche, füllen Verbrauchsmaterial auf und melden Schäden. Die Arbeit ist körperlich anstrengend, läuft unter Zeitdruck und wird meist nahe am Mindestlohn bezahlt.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Zimmermädchen / Roomboy Hotel verdient

2.400 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 3.300 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.300 € 2.500 € 27.600 €
Mit Berufserfahrung 2.250 € 2.400 € 2.650 € 28.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.500 € 2.800 € 3.300 € 33.600 €

Das Gehalt hängt vor allem davon ab, ob direkt beim Hotel nach dem regionalen DEHOGA-Entgelttarifvertrag des jeweiligen Bundeslandes oder bei einer Reinigungsfirma nach dem Tarifvertrag für das Gebäudereinigerhandwerk bezahlt wird; viele nicht tarifgebundene Betriebe zahlen nur den gesetzlichen Mindestlohn. Höher liegt das Einkommen erst mit Führungsaufgaben als Vorarbeiterin oder Hausdame.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Zimmermädchen oder ein Roomboy?

Die Arbeit beginnt mit einer Zimmerliste, die festlegt, welche Zimmer abgereist sind und gründlich gereinigt werden müssen und welche nur aufgefrischt werden, weil der Gast bleibt. Mit einem beladenen Etagenwagen geht es von Zimmer zu Zimmer: Betten abziehen und neu beziehen, Bad und Toilette schrubben, Spiegel und Armaturen polieren, Staub wischen, Teppich saugen, Boden wischen, Müll leeren. Handtücher, Seife, Toilettenpapier, Kaffee und Getränke in der Minibar werden aufgefüllt. Vergessene Gegenstände gehen ins Fundbüro, defekte Lampen oder tropfende Wasserhähne werden an die Haustechnik gemeldet. Für ein Abreisezimmer stehen je nach Haus oft nur 20 bis 30 Minuten zur Verfügung. In größeren Hotels kommen Flure, Treppenhäuser und öffentliche Bereiche dazu, in manchen Häusern auch der Abend-Service mit Aufdecken der Betten.

Wie wird man Zimmermädchen oder Roomboy?

Eine formale Ausbildung gibt es für diese Tätigkeit nicht. Die meisten steigen als Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger ein und werden einige Tage von erfahrenen Kolleginnen eingearbeitet. Deutschkenntnisse auf einfachem Niveau reichen in vielen Häusern aus, weshalb der Beruf häufig ein erster Arbeitsplatz nach der Zuwanderung ist. Wer sich weiterentwickeln will, kann die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Hotellerie, früher Hotelfachfrau oder Hotelfachmann, beginnen oder die Ausbildung zur Gebäudereinigerin oder zum Gebäudereiniger absolvieren. Viele Stellen werden über Reinigungsfirmen vergeben, an die Hotels das Housekeeping ausgelagert haben.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich hart. Matratzen anheben, sich ständig bücken, knien und schwere Wäschesäcke tragen belastet Rücken, Knie und Schultern. Reinigungsmittel können Haut und Atemwege reizen. Der Zeitdruck ist hoch, vor allem wenn nach Zimmern statt nach Stunden abgerechnet wird oder die Vorgabe pro Schicht zu knapp bemessen ist. Gearbeitet wird meist vormittags bis in den Nachmittag, aber auch an Wochenenden und Feiertagen, da Hotels durchgehend belegt sind. In Ferienregionen ist die Beschäftigung oft saisonal befristet. Unangenehme Situationen gehören dazu: stark verschmutzte Zimmer, unhöfliche Gäste, gelegentlich auch Belästigung. Sorgfalt und Diskretion werden vorausgesetzt, denn es geht um die Privatsphäre und das Eigentum der Gäste. Die Anerkennung für die Arbeit ist gering, die Bezahlung liegt meist am unteren Ende der Lohnskala.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und dauerhaft. Hotels in Städten und Urlaubsregionen suchen ständig Personal für das Housekeeping, weil viele Beschäftigte nach kurzer Zeit wechseln. Eine Stelle zu finden ist daher meist einfach, eine gut bezahlte schon schwerer. Bessere Bedingungen bieten häufig tarifgebundene Hotels mit eigenem Personal statt Fremdfirma. Mit Erfahrung ist der Aufstieg zur Vorarbeiterin, zur Etagenleitung oder zur Hausdame möglich, die Zimmer kontrolliert, Dienstpläne erstellt und das Team führt. Mit einer anschließenden Ausbildung oder Weiterbildung, etwa zur Hauswirtschafterin oder zur Fachkraft für Hotellerie, öffnen sich weitere Bereiche im Hotel wie Rezeption oder Service.

Aufgaben

  • Abreisezimmer vollständig reinigen und Betten neu beziehen
  • Bleibezimmer aufräumen, Handtücher wechseln und auffrischen
  • Bäder und Toiletten gründlich reinigen und desinfizieren
  • Verbrauchsmaterial und Minibar auffüllen
  • Etagenwagen bestücken und Schmutzwäsche entsorgen
  • Schäden und Defekte an die Haustechnik melden
  • Fundsachen dokumentieren und abgeben
  • Flure und öffentliche Bereiche sauber halten

Voraussetzungen

  • Kein bestimmter Schulabschluss erforderlich
  • Körperliche Belastbarkeit für Heben, Bücken und langes Stehen
  • Sorgfalt und schnelles, eigenständiges Arbeiten
  • Diskretion und Ehrlichkeit im Umgang mit Gästeeigentum
  • Grundkenntnisse in Deutsch, in internationalen Häusern auch Englisch hilfreich
  • Bereitschaft zu Wochenend- und Feiertagsarbeit

Wo man arbeitet

  • Stadthotels und Hotelketten
  • Ferienhotels und Resorts
  • Pensionen und Gasthöfe
  • Gebäudereinigungsfirmen mit Hotelaufträgen
  • Kurkliniken und Rehaeinrichtungen
  • Kreuzfahrtschiffe

Der Weg in den Beruf

Der Einstieg erfolgt meist ohne Ausbildung nach einer Einarbeitung von wenigen Tagen im Betrieb. Wer aufsteigen möchte, kann die dreijährige duale Ausbildung zur Fachkraft für Hotellerie oder zum Gebäudereiniger mit IHK- bzw. Kammerabschluss anschließen.

Offene Stellen als Zimmermädchen / Roomboy Hotel

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