Account Manager
Betreut bestehende Geschäftskunden, baut die Beziehung aus und verkauft weitere Produkte und Verlängerungen – meist im B2B-Vertrieb von IT und Dienstleistungen.
39 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Account Manager verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.300 € | 3.900 € | 4.600 € | 46.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.000 € | 4.800 € | 5.700 € | 57.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.800 € | 5.800 € | 7.000 € | 69.600 € |
Ein Tarif gilt fast nirgends; die Werte sind Jahreszieleinkommen inklusive variablem Anteil bei vollständiger Zielerreichung, umgerechnet auf den Monat. Der variable Anteil liegt häufig zwischen 20 und 40 Prozent, weshalb die tatsächliche Auszahlung deutlich nach oben und unten abweichen kann.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Der Account Manager ist im deutschen Vertrieb die Rolle zwischen Neukundengewinnung und Kundenservice. Er übernimmt Kunden, die bereits gekauft haben, und ist dafür zuständig, dass sie bleiben und mehr kaufen: Vertragsverlängerungen, zusätzliche Lizenzen, Folgeprojekte, Wartungsverträge. In vielen Unternehmen ist die Arbeit so geteilt, dass ein Account Executive oder Sales Manager neue Kunden gewinnt und sie dann an den Account Manager übergibt. In kleineren Häusern macht eine Person beides.
Der Kern der Arbeit ist Wissen über den Kunden. Wer entscheidet, wer bezahlt, welche Projekte stehen im nächsten Jahr an, wann läuft welcher Vertrag aus, wo ist der Kunde unzufrieden? Daraus entstehen Angebote, Gespräche und Forecasts. Das CRM-System ist das zentrale Werkzeug, die Umsatzprognose die Kennzahl, an der gemessen wird. Technisches Verständnis für das eigene Produkt ist Pflicht, bei erklärungsbedürftigen Lösungen arbeitet der Account Manager eng mit Presales- und Technikkollegen zusammen.
In diesem Bestand ist der Titel klar im IT-Vertrieb verankert: Die häufigsten Arbeitgeber sind IT-Systemhäuser und Softwareanbieter, die Titel nennen Schwerpunkte wie IT-Security oder KI-Lösungen, einige sind einer Vertriebsregion zugeordnet. Fast alle Anzeigen sind Vollzeit, der Großteil ausdrücklich als feste Anstellung. Das passt zu einer Rolle, die von langfristigen Kundenbeziehungen lebt.
Die Vergütung besteht fast immer aus Fixum und variablem Anteil, der an Umsatz- oder Deckungsbeitragsziele gekoppelt ist; dazu kommt oft ein Dienstwagen, wenn die Betreuung Reisen verlangt. Das Verhältnis von fix zu variabel sollte vor Vertragsunterschrift klar sein, ebenso die Frage, wie realistisch die Ziele im zugewiesenen Kundenstamm sind. Der Weg führt weiter zum Key Account Manager für große Kunden oder in die Vertriebsleitung.
Aufgaben
- Einen festen Stamm von Geschäftskunden betreuen und regelmäßig besuchen
- Verlängerungen, Zusatzverkäufe und Folgeprojekte identifizieren
- Angebote erstellen und Konditionen verhandeln
- Kundenpläne und Umsatzprognosen im CRM pflegen
- Mit Presales, Technik und Service an Kundenlösungen arbeiten
- Reklamationen und Eskalationen koordinieren
- Markt- und Wettbewerbsentwicklungen beim Kunden beobachten
Voraussetzungen
- Kaufmännische Ausbildung oder Studium, häufig mit Vertriebserfahrung
- Verständnis für erklärungsbedürftige Produkte, im IT-Umfeld technisches Grundwissen
- Sicherer Umgang mit CRM-Systemen
- Verhandlungsgeschick und Abschlussorientierung
- Reisebereitschaft innerhalb der Vertriebsregion
- Gutes Englisch in international aufgestellten Unternehmen
Wo man arbeitet
- IT-Systemhäuser und Softwareanbieter
- Industrie- und Technologieunternehmen
- Dienstleister im B2B-Geschäft
- Medien- und Plattformunternehmen
- Außendienst und Homeoffice mit Kundenbesuchen
Der Weg in den Beruf
Ein fester Ausbildungsweg existiert nicht. Häufig sind eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Industriekaufmann oder Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement, oder ein Studium in BWL, Wirtschaftsinformatik oder Wirtschaftsingenieurwesen. Im IT-Vertrieb steigen auch Fachinformatiker und Techniker in den Vertrieb um. Der Einstieg erfolgt oft als Inside Sales oder Sales Development Representative, Weiterbildungen etwa zum Fachwirt im Vertrieb sind möglich, aber selten Bedingung.
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