Elektroniker
Installiert, wartet und prüft elektrische Anlagen in Gebäuden und Industrie und sucht Störungen in Verteilungen, Steuerungen und Anlagentechnik.
66 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Elektroniker verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.850 € | 3.150 € | 3.550 € | 37.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.250 € | 3.650 € | 4.150 € | 43.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.650 € | 4.150 € | 4.900 € | 49.800 € |
Grundlage sind die regional verhandelten Tarife des Elektrohandwerks und, für Stellen in der Industrie, die Flächentarife der Metall- und Elektroindustrie, die deutlich höher liegen. Zuschläge für Rufbereitschaft sind nicht eingerechnet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Elektroniker ist ein dualer Ausbildungsberuf mit mehreren Fachrichtungen, unter anderem Energie- und Gebäudetechnik, Betriebstechnik, Automatisierungstechnik und Geräte und Systeme. Die Anzeigen auf diesem Portal betreffen weit überwiegend die Energie- und Gebäudetechnik im technischen Gebäudebetrieb: Unterverteilungen, Beleuchtung, Sicherheitsstromversorgung, Brandmelde- und Sicherheitstechnik, Messen, Steuern und Regeln an raumlufttechnischen Anlagen. Es geht also seltener um Neubauinstallation von der ersten Leerdose an als um Betrieb und Instandhaltung bestehender Anlagen in Bürogebäuden, Rechenzentren, Produktionshallen und Kliniken. Ein Teil der Stellen ist an einen festen Standort gebunden, ein anderer als Kundendienst mit wechselnden Objekten ausgeschrieben.
Der Kern der Arbeit ist das systematische Suchen. Eine Anlage steht, eine Meldung liegt an, und die Ursache steckt in einer Sicherung, einem Schütz, einem Fühler, einem Klemmenfehler oder in der Steuerung. Dazu kommen die wiederkehrenden Prüfungen nach DGUV Vorschrift 3 an ortsveränderlichen und ortsfesten Betriebsmitteln, Messungen nach den VDE-Bestimmungen und die zugehörigen Protokolle. Sicherheit ist hier nicht Beiwerk: Die fünf Sicherheitsregeln sind verbindlich, für Schalthandlungen in Mittel- und Niederspannungsanlagen braucht es eine schriftlich erteilte Schaltberechtigung, und Arbeiten unter Spannung ist nur in engen Ausnahmen und mit entsprechender Qualifikation und Ausrüstung erlaubt. Fehler in diesem Bereich haben unmittelbare Folgen.
Die Bedingungen sind rau. Baustelle und Bestandsgebäude heißen Staub, Lärm, Arbeit über Kopf und auf Leitern, Zwangshaltungen in Schächten und enge Zeitfenster, weil der Betrieb weiterlaufen soll. Im Kundendienst kommen Fahrzeiten und wechselnde Ansprechpartner hinzu, dazu Rufbereitschaft und Einsätze außerhalb der Regelarbeitszeit; in Häusern mit Rund-um-die-Uhr-Betrieb auch Schicht. Wer sich weiterentwickelt, geht in die Elektrofachkraft mit erweiterter Verantwortung, zum Techniker oder in die Meisterprüfung.
Aufgaben
- Elektrische Anlagen, Verteilungen und Leitungswege installieren und ändern
- Störungen in Beleuchtung, Steuerung und Anlagentechnik eingrenzen und beheben
- Wiederkehrende Prüfungen nach DGUV Vorschrift 3 durchführen und protokollieren
- Messungen an Schutzmaßnahmen nach VDE-Bestimmungen vornehmen
- Schalthandlungen im Rahmen der erteilten Schaltberechtigung ausführen
- Anlagen der Mess-, Steuer- und Regeltechnik in Betrieb nehmen und parametrieren
- Wartungen nach Plan abarbeiten und Mängel für die Instandsetzung erfassen
- Störungsmeldungen im Kundendienst aufnehmen und Einsätze dokumentieren
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Elektroniker, Elektroinstallateur oder in einem gleichwertigen Elektroberuf
- Kenntnis der fünf Sicherheitsregeln und der einschlägigen VDE-Bestimmungen
- Schaltberechtigung sowie Befähigung für Arbeiten unter Spannung, sofern die Stelle es verlangt
- Führerschein Klasse B, häufig Bedingung für Kundendienst und wechselnde Objekte
- Bereitschaft zu Rufbereitschaft, Überstunden und teilweise Schichtdienst
- Körperliche Belastbarkeit: Arbeit auf Leitern, über Kopf und in Zwangshaltung
- Sauberes Dokumentieren von Messwerten, Prüfungen und Einsätzen
Wo man arbeitet
- Technischer Gebäudebetrieb und Facility-Management in Bürogebäuden und Rechenzentren
- Baustellen im Neubau und in der Sanierung
- Kundendienst mit wechselnden Objekten im Einsatzgebiet
- Industriebetriebe und Produktionsanlagen
- Kliniken, Hochschulen und öffentliche Gebäude
- Netzbetreiber und Energieversorger
Der Weg in den Beruf
Der Zugang ist die duale Ausbildung über dreieinhalb Jahre in Betrieb und Berufsschule, mit gestreckter Gesellenprüfung in zwei Teilen. Die Fachrichtung wird im Betrieb festgelegt, im Gebäudebereich üblich ist Energie- und Gebäudetechnik. Formal genügt ein Hauptschulabschluss, in der Praxis stellen viele Betriebe mit mittlerem Abschluss ein. Nach der Prüfung folgen die betrieblichen Befähigungen, etwa Schaltberechtigung und die Bestellung zur befähigten Person für Prüfungen. Weiter geht es über den Elektrotechnikermeister, den staatlich geprüften Techniker oder ein Studium der Elektrotechnik.
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