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Kaufmännische Berufe & Verwaltung

Assistenz der Geschäftsführung

Die Assistenz der Geschäftsführung organisiert den Arbeitsalltag der Unternehmensleitung, bereitet Entscheidungen vor und hält Informationen und Termine zusammen.

13 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Assistenz der Geschäftsführung verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.300 € 3.750 € 39.600 €
Mit Berufserfahrung 3.400 € 3.900 € 4.450 € 46.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.000 € 4.700 € 5.600 € 56.400 €

Einen eigenen Tarif gibt es nicht; in tarifgebundenen Unternehmen gelten die kaufmännischen Gruppen des Branchentarifs, im öffentlichen Dienst etwa TVöD E8 bis E9b. Die Spanne entsteht vor allem durch Unternehmensgröße, die Hierarchieebene der Führungskraft und den Anteil inhaltlicher Mitarbeit.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Die Assistenz der Geschäftsführung ist mehr als ein Sekretariat mit anderem Namen, auch wenn beides je nach Unternehmen nahe beieinanderliegt. Im Kern geht es darum, der Geschäftsleitung den Rücken freizuhalten: Termine koordinieren, Reisen planen, Korrespondenz vorsortieren und beantworten, Sitzungen vorbereiten und protokollieren. Darüber hinaus übernimmt eine gute Assistenz Aufgaben, die näher an der Sache sind – Präsentationen und Entscheidungsvorlagen erstellen, Kennzahlen zusammentragen, Projekte nachverfolgen und dafür sorgen, dass Absprachen aus der Führungsrunde auch umgesetzt werden.

Wie weit die Rolle reicht, hängt stark vom Unternehmen ab. Im Mittelstand ist die Assistenz oft Schnittstelle zu allen Abteilungen, kümmert sich nebenbei um Personalthemen, Veranstaltungen oder den Einkauf von Büromaterial und kennt das Unternehmen so gut wie kaum jemand sonst. In Konzernen ist sie stärker spezialisiert, arbeitet einem einzelnen Vorstand zu und bewegt sich in festen Abläufen. Stellen mit Zusatz wie Vertrieb, International oder Projekte bedeuten meist, dass inhaltliche Mitarbeit erwartet wird, etwa in der Vorbereitung von Angeboten oder der Kommunikation mit ausländischen Partnern.

In diesem Bestand verteilen sich die Anzeigen auf sehr unterschiedliche Arbeitgeber, von einem Verband über einen Hausbauanbieter bis zu Personaldienstleistern; einige Stellen sind in Teilzeit ausgeschrieben. Das ist für den Beruf typisch: Assistenzstellen gibt es in fast jeder Branche, meist einzeln, und Teilzeit ist möglich, wenn die Geschäftsführung ihre Präsenzzeiten entsprechend abstimmt.

Gefragt sind Diskretion, denn die Assistenz erfährt vieles vor allen anderen, Organisationstalent, sichere Sprache in Deutsch und meist Englisch sowie der souveräne Umgang mit Office-Programmen. Belastend können Abhängigkeit vom Arbeitsstil einer einzelnen Person und Spitzen vor Gremiensitzungen sein. Weiterentwicklung führt zum Office- oder Büroleiter, zum Executive Assistant im Vorstandsbereich oder in Referenten- und Projektrollen.

Aufgaben

  • Termine, Reisen und Besprechungen der Geschäftsführung koordinieren
  • Korrespondenz vorsortieren, beantworten und nachverfolgen
  • Präsentationen, Berichte und Entscheidungsvorlagen erstellen
  • Sitzungen und Gremien vorbereiten, begleiten und protokollieren
  • Projekte und Absprachen aus der Führungsrunde nachhalten
  • Als Ansprechperson für Mitarbeiter, Kunden und Partner auftreten
  • Veranstaltungen und interne Abläufe organisieren

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung, etwa Kaufmann für Büromanagement, oder Studium
  • Mehrjährige Erfahrung im Office- oder Assistenzbereich
  • Sehr gute Deutsch- und in der Regel gute Englischkenntnisse
  • Sicherer Umgang mit Office-Programmen
  • Diskretion, Organisationstalent und Eigeninitiative
  • Belastbarkeit bei wechselnden Prioritäten

Wo man arbeitet

  • Mittelständische Unternehmen
  • Konzerne und Vorstandsbüros
  • Verbände und Stiftungen
  • Kanzleien und Beratungsunternehmen
  • Öffentliche und kirchliche Einrichtungen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine kaufmännische Ausbildung als Kaufmann für Büromanagement, Industriekaufmann oder Fremdsprachenkorrespondent mit anschließender Berufserfahrung im Sekretariat oder Office. Zunehmend steigen auch Hochschulabsolventen ein, vor allem bei inhaltlich ausgerichteten Stellen. Weiterbildungen wie die IHK-Fortbildung zum geprüften Management-Assistenten oder zur Fachkraft für Büro- und Projektorganisation sind verbreitet.

Offene Stellen als Assistenz der Geschäftsführung

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