CNC-Dreher / Zerspanungsmechaniker
CNC-Dreher und Zerspanungsmechaniker stellen an computergesteuerten Dreh- und Fräsmaschinen Präzisionsteile aus Metall und Kunststoff her. Sie richten die Maschinen ein, schreiben oder passen Programme an und prüfen die Maße der fertigen Teile.
6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als CNC-Dreher / Zerspanungsmechaniker verdient
3.400 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.600 bis 4.600 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 3.000 € | 3.500 € | 36.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.900 € | 3.400 € | 4.000 € | 40.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.300 € | 3.900 € | 4.600 € | 46.800 € |
Am stärksten hängt das Gehalt an der Tarifbindung: Betriebe mit IG-Metall-Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie zahlen deutlich mehr als kleine, nicht tarifgebundene Lohnfertiger, zudem liegen Süddeutschland und Großbetriebe über dem Osten und Kleinbetrieben. Schicht- und Nachtzuschläge, die hier nicht eingerechnet sind, erhöhen das tatsächliche Einkommen oft spürbar.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein CNC-Dreher bzw. Zerspanungsmechaniker?
Zerspanungsmechaniker fertigen Bauteile, indem sie Material abtragen: durch Drehen, Fräsen, Bohren oder Schleifen. CNC-Dreher sind auf Drehmaschinen spezialisiert, auf denen Wellen, Bolzen, Buchsen, Flansche oder Gewindeteile entstehen. Am Anfang steht die technische Zeichnung. Daraus leiten sie die Arbeitsschritte ab, wählen Werkzeuge, Schnittwerte und Spannmittel aus und schreiben das CNC-Programm oder passen ein vorhandenes an, häufig direkt an der Steuerung, etwa von Siemens oder Heidenhain, oder über ein CAM-System. Nach dem Einrichten fahren sie ein Probeteil, messen es mit Messschieber, Bügelmessschraube oder Messmaschine und korrigieren Werkzeugverschleiß und Maßabweichungen. In der Serienfertigung überwachen sie mehrere Maschinen, wechseln Werkzeuge, legen Rohteile ein und dokumentieren Prüfergebnisse. Zur Arbeit gehören auch Wartung, Reinigung und das Beheben kleinerer Störungen.
Wie wird man CNC-Dreher bzw. Zerspanungsmechaniker?
Der übliche Weg ist die duale Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker, die dreieinhalb Jahre dauert und mit der Prüfung vor der IHK endet. Im Betrieb wird ein Einsatzgebiet gewählt, zum Beispiel Drehmaschinensysteme, Fräsmaschinensysteme, Schleifmaschinensysteme oder Drehautomatensysteme. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, die meisten Betriebe erwarten aber einen mittleren Schulabschluss oder einen guten Hauptschulabschluss mit soliden Noten in Mathematik. Der Titel CNC-Dreher ist kein eigener Ausbildungsberuf, sondern eine Bezeichnung aus der Praxis. Quereinsteiger aus anderen Metallberufen, etwa Industriemechaniker oder Metallbauer, können über CNC-Lehrgänge und Einarbeitung in die Zerspanung wechseln. Angelernte Maschinenbediener kommen über Umschulungen oder eine Externenprüfung zum Abschluss.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit verlangt Genauigkeit im Bereich von Hundertstel- oder Tausendstelmillimetern, räumliches Denken beim Lesen von Zeichnungen und Verständnis für Mathematik und Werkstoffe. Fehler beim Einrichten können teure Werkzeuge, Werkstücke oder die Maschine beschädigen, entsprechend hoch ist die Verantwortung. Gearbeitet wird überwiegend im Stehen in Werkhallen mit Maschinenlärm, Kühlschmierstoffen und Ölgeruch. Schwere Werkstücke und Spannmittel werden teils von Hand, teils mit Kran bewegt. In vielen Betrieben läuft die Fertigung im Zwei- oder Dreischichtbetrieb, auch Wochenendschichten kommen vor. In der Großserie kann die Tätigkeit eintönig werden, wenn über Stunden nur Teile eingelegt und kontrolliert werden.
Aussichten
Fachkräfte für Zerspanung werden in Maschinenbau, Fahrzeugbau, Medizintechnik und Luftfahrt gesucht, viele Betriebe finden kaum Nachwuchs. Die Nachfrage hängt allerdings an der Industriekonjunktur, und gerade in der Zuliefererbranche für Verbrennungsmotoren gehen Aufträge zurück. Automatisierung ersetzt einfache Bedientätigkeiten, gefragt bleiben Leute, die programmieren, einrichten und optimieren können. Weiterbildungen führen zum Industriemeister Metall, zum staatlich geprüften Techniker im Maschinenbau oder in die CAM-Programmierung und Arbeitsvorbereitung. Mit Abitur oder Fachhochschulreife ist auch ein Studium im Maschinenbau möglich.
Aufgaben
- Technische Zeichnungen lesen und Fertigungsschritte planen
- CNC-Programme an der Steuerung oder per CAM erstellen und anpassen
- Werkzeuge, Spannmittel und Schnittwerte auswählen
- Dreh- und Fräsmaschinen einrichten und Probeteile fahren
- Werkstücke messen und Maßabweichungen korrigieren
- Serienfertigung überwachen und Prüfergebnisse dokumentieren
- Maschinen warten, reinigen und kleinere Störungen beheben
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Zerspanungsmechaniker oder vergleichbarer Metallberuf
- Sicherheit im Lesen technischer Zeichnungen
- Gute Kenntnisse in Mathematik und Geometrie
- Sorgfalt und Genauigkeit beim Messen
- Kenntnisse gängiger CNC-Steuerungen wie Siemens, Heidenhain oder Fanuc
- Bereitschaft zur Schichtarbeit
- Körperliche Belastbarkeit für Arbeit im Stehen und in lauter Umgebung
Wo man arbeitet
- Maschinen- und Anlagenbau
- Automobilzulieferer
- Lohnfertiger und Zerspanungsbetriebe
- Medizintechnik
- Luft- und Raumfahrtindustrie
- Werkzeug- und Formenbau
Der Weg in den Beruf
Der übliche Weg ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker mit Abschlussprüfung vor der IHK. Quereinsteiger aus anderen Metallberufen gelangen über CNC-Lehrgänge, Umschulung oder eine Externenprüfung in den Beruf.
Offene Stellen als CNC-Dreher / Zerspanungsmechaniker
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