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Handwerk & Produktion

CNC-Fräser

Der CNC-Fräser richtet computergesteuerte Fräsmaschinen ein, fertigt Bauteile nach Zeichnung und prüft die Maße.

22 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als CNC-Fräser verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.850 € 3.150 € 3.500 € 37.800 €
Mit Berufserfahrung 3.200 € 3.550 € 3.950 € 42.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.550 € 3.950 € 4.450 € 47.400 €

Orientiert an den ERA-Tarifen der Metall- und Elektroindustrie für Facharbeiter sowie an den Zeitarbeitstarifen (GVP-Tarifwerk, früher BAP und iGZ) mit Branchenzuschlag Metall und Elektro, die bei Überlassung gelten. Schichtzuschläge sind nicht eingerechnet; Fräser mit Programmier- und Fünfachs-Erfahrung liegen oben in der Spanne.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Beim Fräsen dreht sich das Werkzeug, und das Werkstück wird relativ dazu bewegt; so entstehen ebene Flächen, Nuten, Taschen, Bohrungen und Konturen. Der CNC-Fräser bedient Maschinen, auf denen diese Bewegungen von einem Programm gesteuert werden. Er richtet die Maschine ein, spannt Rohteile, misst Werkzeuge ein, setzt Nullpunkte, lässt das Programm anlaufen und kontrolliert das erste Teil, bevor die Serie läuft. Während der Fertigung überwacht er Werkzeugverschleiß und Maßhaltigkeit und greift ein, wenn Toleranzen wandern.

Die Bandbreite ist groß. Auf einer älteren Dreiachsmaschine im Lohnfertiger schreibt oder ändert der Fräser Programme direkt an der Steuerung, etwa unter Heidenhain oder Siemens Sinumerik. Auf Fünfachs-Bearbeitungszentren kommen die Programme meist aus der CAM-Abteilung, und die Kunst liegt im Einrichten und Optimieren. In der Serienfertigung betreut ein Fräser mehrere Maschinen gleichzeitig, im Werkzeug- und Formenbau fertigt er Einzelteile mit engsten Toleranzen. Die Werkstoffe reichen von Baustahl über Edelstahl und Aluminium bis zu Titan und Kunststoffen, und jeder verlangt andere Schnittwerte, Werkzeuge und Kühlung.

In diesem Bestand kommen die Anzeigen fast vollständig von Personaldienstleistern, ein Teil davon als Arbeitnehmerüberlassung, einige als Direktvermittlung in den Kundenbetrieb. Teilzeit kommt nicht vor. Das spiegelt, wie stark die Zeitarbeit in der Zerspanung vertreten ist: Unternehmen decken Auftragsspitzen und Schichtbetrieb häufig darüber ab.

Der Beruf ist Schichtarbeit in Werkhallen mit Kühlschmierstoff, Lärm und Stehen an der Maschine. Die Nachfrage nach Fachleuten, die selbstständig einrichten und programmieren können, ist beständig. Wer CAM-Programmierung beherrscht, kann in die Arbeitsvorbereitung wechseln; weitere Stufen sind Schichtführer, Industriemeister Metall oder Techniker Maschinenbau.

Aufgaben

  • CNC-Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren einrichten
  • Werkstücke spannen, Werkzeuge vermessen und Nullpunkte setzen
  • CNC-Programme einlesen, anpassen und an der Steuerung erstellen
  • Erstteile fertigen und nach Zeichnung prüfen
  • Serienfertigung überwachen und Prozesse optimieren
  • Maße mit Messmitteln kontrollieren und dokumentieren
  • Maschinen warten und kleinere Störungen beheben

Voraussetzungen

  • Ausbildung als Zerspanungsmechaniker oder in einem verwandten Metallberuf
  • Sicheres Lesen technischer Zeichnungen und Toleranzangaben
  • Erfahrung mit Steuerungen wie Heidenhain, Siemens oder Fanuc
  • Umgang mit Messmitteln bis hin zur Koordinatenmesstechnik
  • Bereitschaft zu Schichtarbeit
  • CAM-Kenntnisse von Vorteil

Wo man arbeitet

  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Lohnfertiger und Zerspanungsbetriebe
  • Werkzeug- und Formenbau
  • Automobil- und Zulieferindustrie
  • Medizin- und Luftfahrttechnik
  • Personaldienstleister mit Einsatz in der Metallindustrie

Der Weg in den Beruf

Der reguläre Weg ist die dreieinhalbjährige Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker im Einsatzgebiet Fräsen, dual mit IHK-Prüfung. Auch Industrie- und Werkzeugmechaniker arbeiten häufig als CNC-Fräser. Quereinsteiger lernen über CNC-Lehrgänge, die von der Arbeitsagentur gefördert werden können, und über Anlernen im Betrieb. Aufstieg bieten der Industriemeister Metall, der staatlich geprüfte Techniker oder die CAM-Programmierung.

Offene Stellen als CNC-Fräser

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