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Handwerk & Produktion

Elektriker/ Industrieelektriker

Elektrikerinnen und Industrieelektriker installieren, warten und reparieren elektrische Anlagen, Maschinen und Leitungen in Gebäuden und Industriebetrieben. Sie sorgen dafür, dass Strom sicher fließt und Anlagen nach Vorschrift laufen.

9 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Elektriker/ Industrieelektriker verdient

3.500 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.600 bis 5.000 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.600 € 3.000 € 3.600 € 36.000 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 3.500 € 4.200 € 42.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.500 € 4.100 € 5.000 € 49.200 €

Am stärksten hängt das Gehalt davon ab, ob in der Industrie oder im Handwerk gearbeitet wird: Betriebe mit Tarifbindung an die Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall) zahlen deutlich mehr als Handwerksbetriebe, die sich an den regional verhandelten Tarifverträgen des Elektrohandwerks orientieren oder gar nicht tarifgebunden sind. Schicht- und Bereitschaftszulagen in der Industrie kommen zu den genannten Werten noch hinzu.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Elektriker oder Industrieelektriker?

„Elektriker“ ist die Alltagsbezeichnung. Die Ausbildungsberufe heißen Elektroniker im Handwerk oder Industrieelektriker und Elektroniker für Betriebstechnik in der Industrie. Im Handwerk verlegen Elektriker Kabel und Leerrohre in Neubauten und bei Sanierungen, setzen Schalter, Steckdosen und Verteilerkästen, schließen Herde, Durchlauferhitzer, Wallboxen oder Photovoltaikanlagen an und suchen Fehler, wenn eine Sicherung immer wieder auslöst. In der Industrie geht es um Produktionsanlagen: Motoren anschließen, Schaltschränke verdrahten, Sensoren tauschen, Steuerungen prüfen und bei Störungen schnell herausfinden, warum eine Linie steht. Zu jeder Arbeit gehören Messungen und Prüfprotokolle, denn elektrische Anlagen dürfen erst nach einer dokumentierten Prüfung in Betrieb gehen.

Wie wird man Elektriker oder Industrieelektriker?

Der Weg führt über eine duale Ausbildung. Die Ausbildung zum Industrieelektriker dauert zwei Jahre und endet mit einer Prüfung vor der IHK, wahlweise in der Fachrichtung Betriebstechnik oder Geräte und Systeme. Wer danach weitermachen will, kann mit Anrechnung in einen dreieinhalbjährigen Beruf wie Elektroniker für Betriebstechnik wechseln. Im Handwerk dauert die Ausbildung zum Elektroniker dreieinhalb Jahre, meist in der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik, mit Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Betriebe erwarten meist einen mittleren Schulabschluss oder einen guten Hauptschulabschluss, gute Noten in Mathematik und Physik helfen. Quereinsteiger können über eine geförderte Umschulung oder, mit ausreichend Berufspraxis, über die Externenprüfung zum Abschluss kommen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich. Auf Baustellen wird bei Kälte, Staub und Lärm gearbeitet, oft auf Leitern, über Kopf oder kniend in engen Schächten. Lasten wie Kabeltrommeln oder Verteiler müssen getragen werden. Fehler können lebensgefährlich sein, deshalb sind Sorgfalt und das strikte Einhalten der Sicherheitsregeln Pflicht. Farbtüchtigkeit ist nötig, weil Adern farblich gekennzeichnet sind. In der Industrie arbeiten viele im Schichtdienst und übernehmen Rufbereitschaft, auch nachts und am Wochenende. Im Handwerk sind Termindruck auf Baustellen, wechselnde Einsatzorte und Kundenkontakt in Privatwohnungen Alltag. Die Technik ändert sich laufend, Steuerungen und Normen müssen immer wieder neu gelernt werden.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und dürfte es bleiben. Der Ausbau von Photovoltaik, Wärmepumpen und Ladeinfrastruktur, die Sanierung alter Gebäude und die Automatisierung in Fabriken brauchen Fachkräfte, die es vielerorts nicht in ausreichender Zahl gibt. Arbeitslosigkeit ist in diesem Beruf selten. Wer sich weiterentwickeln will, kann den Meister im Elektrotechniker-Handwerk machen, sich zum staatlich geprüften Techniker weiterbilden oder sich auf Gebäudeautomation, Steuerungstechnik oder erneuerbare Energien spezialisieren. Mit Meisterbrief ist auch die Gründung eines eigenen Betriebs möglich, ein Studium der Elektrotechnik steht über die berufliche Qualifikation ebenfalls offen.

Aufgaben

  • Kabel, Leitungen und Leerrohre verlegen und anschließen
  • Schaltschränke und Verteiler verdrahten und bestücken
  • Motoren, Antriebe und Sensoren montieren und anschließen
  • Störungen an Maschinen und Anlagen suchen und beheben
  • Elektrische Anlagen nach Vorschrift prüfen und Messprotokolle erstellen
  • Photovoltaikanlagen, Wallboxen und Wärmepumpen elektrisch einbinden
  • Anlagen regelmäßig warten und Verschleißteile tauschen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Industrieelektriker oder Elektroniker
  • Mittlerer Schulabschluss oder guter Hauptschulabschluss für die Ausbildung
  • Grundverständnis von Mathematik und Physik
  • Farbtüchtigkeit und gutes Sehvermögen
  • Schwindelfreiheit und körperliche Belastbarkeit
  • Sorgfalt und Bewusstsein für Sicherheitsregeln
  • Führerschein Klasse B, vor allem im Handwerk oft gefordert

Wo man arbeitet

  • Elektroinstallationsbetriebe im Handwerk
  • Industriebetriebe mit eigener Instandhaltung
  • Energieversorger und Stadtwerke
  • Hersteller von Maschinen und Anlagen
  • Facility-Management-Unternehmen
  • Baustellen und Kundenobjekte

Der Weg in den Beruf

Die Ausbildung zum Industrieelektriker dauert zwei Jahre und endet mit der IHK-Abschlussprüfung, die Ausbildung zum Elektroniker im Handwerk oder in der Industrie dauert dreieinhalb Jahre. Danach ist eine Weiterbildung zum Meister oder staatlich geprüften Techniker möglich.

Offene Stellen als Elektriker/ Industrieelektriker

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