Elektroniker für Automatisierungstechnik
Elektroniker für Automatisierungstechnik planen, programmieren und warten die Steuerungen, Sensoren und Antriebe, die industrielle Anlagen automatisch laufen lassen.
18 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Elektroniker für Automatisierungstechnik verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.050 € | 3.400 € | 3.800 € | 40.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.550 € | 4.000 € | 4.500 € | 48.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.100 € | 4.650 € | 5.300 € | 55.800 € |
Die Werte orientieren sich an den Tarifen der chemischen Industrie und der Metall- und Elektroindustrie (ERA), in denen der Beruf überwiegend beschäftigt ist; Handwerksbetriebe zahlen spürbar weniger. Schicht- und Rufbereitschaftszulagen sind nicht eingerechnet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Der Elektroniker für Automatisierungstechnik arbeitet an der Schnittstelle zwischen Elektrotechnik und Software. Er baut Schaltschränke auf, verdrahtet Sensoren, Aktoren und Antriebe, programmiert speicherprogrammierbare Steuerungen, richtet Bedienoberflächen ein und bringt Anlagen gemeinsam mit Mechanikern und Verfahrenstechnikern in Betrieb. Im laufenden Betrieb sucht er Fehler, wenn eine Anlage steht, und optimiert Abläufe, wenn sie zu langsam läuft. Die Ausbildungsverordnung kennt den Beruf in der Industrie; im Handwerk heißt die Entsprechung Elektroniker Fachrichtung Automatisierungs- und Systemtechnik.
Typische Einsatzfelder sind die chemische und pharmazeutische Industrie, die Automobil- und Lebensmittelproduktion, der Sondermaschinenbau und die Energie- und Wasserversorgung. In der Prozessindustrie geht es vor allem um Messtechnik und Prozessleitsysteme: Druck, Temperatur, Durchfluss, Füllstände, Regelkreise. Im Maschinenbau stehen SPS-Programmierung und Antriebstechnik im Vordergrund. Die Arbeit findet in Werkstatt und Anlage statt, im Instandhaltungsbetrieb häufig im Schichtdienst oder mit Rufbereitschaft, im Anlagenbau mit Inbetriebnahmen beim Kunden, auch im Ausland.
Im Bestand sind fast zwei Drittel der Anzeigen Ausbildungsplätze, ein großer Teil davon von einem Unternehmen der chemischen Industrie; die übrigen Stellen kommen von Industriedienstleistern und einem Personaldienstleister, alle in Vollzeit. Das entspricht der Struktur des Berufs: Große Industrieunternehmen bilden selbst aus, und die Übernahmequoten sind dort traditionell hoch.
Automatisierungstechniker gehören zu den gefragtesten Fachkräften der Industrie, weil Automatisierung und Digitalisierung der Produktion ohne sie nicht umzusetzen sind. Wer programmieren kann, hat Wege in die Inbetriebnahme, die Projektierung oder – nach Techniker- oder Meisterfortbildung – in Leitungsfunktionen der Instandhaltung.
Aufgaben
- Schaltschränke aufbauen und Anlagen verdrahten
- Sensoren, Aktoren und Antriebe installieren und parametrieren
- Speicherprogrammierbare Steuerungen programmieren und ändern
- Mess-, Steuer- und Regelkreise einrichten und prüfen
- Anlagen in Betrieb nehmen und Probeläufe begleiten
- Störungen systematisch eingrenzen und beheben
- Prüfungen nach elektrotechnischen Vorschriften durchführen und dokumentieren
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Elektroniker für Automatisierungstechnik oder vergleichbar
- Kenntnisse in SPS-Programmierung, etwa mit Siemens TIA Portal
- Qualifikation als Elektrofachkraft
- Verständnis für Mess- und Regelungstechnik
- Analytisches Vorgehen bei der Fehlersuche
- Bereitschaft zu Schichtdienst, Rufbereitschaft oder Montageeinsätzen
Wo man arbeitet
- Chemische und pharmazeutische Industrie
- Automobil- und Zulieferindustrie
- Sondermaschinen- und Anlagenbau
- Lebensmittel- und Getränkeindustrie
- Energie- und Wasserversorger
- Industrieservice und Instandhaltungsdienstleister
Der Weg in den Beruf
Die duale Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und endet mit der gestreckten Abschlussprüfung vor der IHK; in der chemischen Industrie wird die Ausbildungsvergütung nach dem Tarif der Chemie gezahlt, in der Metallindustrie nach den ERA-Tarifen, beide deutlich über der gesetzlichen Mindestausbildungsvergütung. Mit Abitur sind duale Studiengänge in Elektrotechnik oder Automatisierungstechnik verbreitet, die Ausbildung und Bachelor verbinden. Nach der Ausbildung führen der staatlich geprüfte Techniker Elektrotechnik oder Automatisierungstechnik und der Industriemeister Elektrotechnik weiter.
Offene Stellen als Elektroniker für Automatisierungstechnik
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