Fahrzeugpfleger & Fahrer
Fahrzeugpfleger und Fahrer halten im Gesundheitswesen die Fahrzeuge von Rettungswachen, Krankenhäusern und Pflegediensten einsatzbereit und übernehmen Fahrten mit Patienten, Material oder Proben. Der Beruf ist ein Anlerntätigkeit mit Führerschein als wichtigster Voraussetzung.
13 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Fahrzeugpfleger & Fahrer verdient
2.650 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 3.250 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.450 € | 2.750 € | 29.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.350 € | 2.650 € | 2.950 € | 31.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.550 € | 2.850 € | 3.250 € | 34.200 € |
Entscheidend ist der Arbeitgeber: Kliniken und Kommunen zahlen nach TVöD oder TV-L, kirchliche Träger nach AVR Caritas oder Diakonie, das DRK nach eigenem Reformtarifvertrag, während private Fahrdienste oft nur knapp über dem Mindestlohn liegen. Viele Stellen sind Teilzeit, sodass das tatsächliche Monatseinkommen häufig unter den Vollzeitwerten liegt.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Fahrzeugpfleger und Fahrer?
Im Gesundheitswesen sorgen Fahrzeugpfleger und Fahrer dafür, dass Fahrzeuge sauber, hygienisch einwandfrei und technisch in Ordnung sind und dass Menschen und Material zuverlässig ankommen. Auf einer Rettungswache heißt das: Krankentransportwagen nach Einsätzen reinigen und desinfizieren, Tragen und Liegeflächen aufbereiten, Verbrauchsmaterial nachfüllen, Ölstand, Reifendruck und Beleuchtung prüfen, tanken und Fahrzeuge zur Werkstatt oder zum TÜV bringen. In Krankenhäusern und Laborverbünden fahren sie Blutproben, Medikamente, Akten oder Sterilgut zwischen Standorten. Bei Pflegediensten, Tagespflegen und Behindertenhilfe holen sie Menschen morgens ab und bringen sie nachmittags zurück, helfen beim Ein- und Aussteigen und schnallen Rollstühle fest. Dazu kommen Fahrtenbücher, Mängelmeldungen und Absprachen mit Disposition und Stationen.
Wie wird man Fahrzeugpfleger und Fahrer?
Eine eigene Berufsausbildung gibt es nicht. Die Stellen werden meist mit Quereinsteigern besetzt, häufig mit Menschen aus Handwerk, Logistik, Gebäudereinigung oder mit einer abgeschlossenen Ausbildung in einem anderen Beruf. Unverzichtbar ist der Führerschein Klasse B, für größere Fahrzeuge oder Rettungswagen oft C1. Die Einarbeitung dauert einige Wochen und umfasst Hygieneregeln, den Umgang mit Desinfektionsmitteln, Ladungssicherung und bei Personenbeförderung die Sicherung von Rollstühlen. Wer Fahrgäste befördert, braucht je nach Einsatz einen Personenbeförderungsschein. Ein Erste-Hilfe-Kurs wird fast immer verlangt. Wer sich weiterentwickeln möchte, kann bei Hilfsorganisationen die Ausbildung zum Rettungssanitäter machen.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich. Fahrzeuge werden innen und außen gereinigt, Material wird geschleppt, Menschen im Rollstuhl werden über Rampen geschoben. Bei der Desinfektion nach Infektionstransporten gelten strenge Vorgaben, Schutzkleidung und genaues Arbeiten sind Pflicht, Fehler können Patienten gefährden. Im Straßenverkehr herrscht Zeitdruck, besonders bei Probenfahrten und Abholtouren mit festen Zeiten. Arbeitszeiten hängen vom Arbeitgeber ab: Fahrdienste in der Tagespflege laufen früh morgens und nachmittags, oft mit geteilten Diensten oder in Teilzeit. Auf Rettungswachen und in Kliniken kommen Wochenend- und teils Schichtdienste vor. Der Umgang mit alten, kranken oder verwirrten Menschen erfordert Geduld und Ruhe. Die Bezahlung liegt im unteren Bereich, Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb der Tätigkeit sind begrenzt.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil. Die Zahl älterer Menschen, die Tagespflege und Fahrdienste nutzen, wächst, und Rettungsdienste suchen Personal, das Sanitäter von Reinigungs- und Logistikaufgaben entlastet. Viele Stellen sind Teilzeit- oder Minijobs, Vollzeitstellen finden sich eher bei Kliniken, großen Hilfsorganisationen und Laborverbünden. Mit Erfahrung ist die Übernahme der Fahrzeugkoordination oder Fuhrparkverwaltung einer Wache möglich. Wer in die direkte Versorgung wechseln will, kann über die Rettungssanitäter-Ausbildung in den Krankentransport gehen oder später eine Ausbildung zum Notfallsanitäter anschließen.
Aufgaben
- Fahrzeuge nach Einsätzen reinigen und desinfizieren
- Verbrauchsmaterial und Ausstattung kontrollieren und auffüllen
- Ölstand, Reifen, Beleuchtung und Betriebsmittel prüfen
- Fahrzeuge betanken und zu Werkstatt oder Hauptuntersuchung bringen
- Patienten und Tagesgäste abholen und nach Hause bringen
- Rollstühle sichern und beim Ein- und Aussteigen helfen
- Laborproben, Medikamente und Sterilgut zwischen Standorten transportieren
- Fahrtenbücher führen und Mängel melden
Voraussetzungen
- Führerschein Klasse B, je nach Stelle C1
- Personenbeförderungsschein bei Fahrgastbeförderung
- Erste-Hilfe-Nachweis
- Sorgfalt bei Hygiene- und Desinfektionsvorschriften
- Körperliche Belastbarkeit für Reinigung, Heben und Schieben
- Geduld und Freundlichkeit im Umgang mit alten und kranken Menschen
- Pünktlichkeit und sicheres Fahren unter Zeitdruck
Wo man arbeitet
- Rettungswachen von Hilfsorganisationen und Kommunen
- Krankenhäuser und Klinikverbünde
- Tagespflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste
- Einrichtungen der Behindertenhilfe
- Laborverbünde und medizinische Logistikdienstleister
Der Weg in den Beruf
Eine geregelte Ausbildung gibt es nicht, der Einstieg erfolgt über eine Einarbeitung von einigen Wochen beim Arbeitgeber. Voraussetzung sind ein Führerschein Klasse B, oft C1, ein Erste-Hilfe-Kurs und bei Personenbeförderung ein Personenbeförderungsschein. Eine Weiterqualifizierung zum Rettungssanitäter dauert rund drei Monate.
Offene Stellen als Fahrzeugpfleger & Fahrer
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