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Gastronomie & Tourismus

Frühstücksmitarbeiter

Frühstücksmitarbeiter bereiten in Hotels und Pensionen das Frühstücksbuffet vor, halten es während des Service gefüllt und sauber und betreuen die Gäste am Tisch. Die Arbeit beginnt meist früh am Morgen und ist ohne Ausbildung zugänglich.

8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Frühstücksmitarbeiter verdient

2.450 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 3.100 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.300 € 2.500 € 27.600 €
Mit Berufserfahrung 2.250 € 2.450 € 2.700 € 29.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.500 € 2.750 € 3.100 € 33.000 €

Die Bezahlung liegt häufig am gesetzlichen Mindestlohn, in tarifgebundenen Betrieben gelten die regionalen Entgelttarifverträge des Hotel- und Gaststättengewerbes zwischen DEHOGA und NGG, die je nach Bundesland unterschiedlich hoch ausfallen. Am stärksten wirken sich Tarifbindung, Hotelkategorie und die Übernahme einer Frühstücksleitung aus, Zuschläge für Sonn- und Feiertagsarbeit kommen hinzu.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Frühstücksmitarbeiter?

Frühstücksmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sorgen dafür, dass das Frühstück in einem Hotel oder einer Pension pünktlich und vollständig auf dem Tisch steht. Vor Öffnung des Frühstücksraums werden Tische eingedeckt, Kaffeemaschinen hochgefahren, Wurst- und Käseplatten angerichtet, Obst geschnitten, Brötchen aufgebacken und Säfte, Müsli und Joghurt bereitgestellt. In kleineren Häusern gehören auch Rühreier, Spiegeleier oder Pfannkuchen dazu. Während des Service wird das Buffet laufend nachgefüllt, benutztes Geschirr abgeräumt, Kaffee und Tee an den Tisch gebracht und auf Sonderwünsche reagiert, etwa nach laktosefreier Milch oder glutenfreiem Brot. Gäste fragen oft nach Zimmernummer, Abreise oder Ausflugszielen, sodass der Frühstücksraum auch eine Anlaufstelle ist. Nach Ende des Frühstücks wird abgebaut, Reste werden nach Hygieneregeln entsorgt oder gekühlt, Flächen gereinigt und der Raum für den nächsten Tag oder für Tagungen vorbereitet. Kühltemperaturen und Reinigungsarbeiten werden dokumentiert.

Wie wird man Frühstücksmitarbeiter?

Eine Ausbildung ist nicht vorgeschrieben. Die meisten steigen als Aushilfe, in Teilzeit oder im Minijob ein und werden im Betrieb angelernt. Pflicht ist die Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz beim Gesundheitsamt oder einem beauftragten Anbieter, bevor mit offenen Lebensmitteln gearbeitet werden darf. Erfahrung aus Service, Küche oder Kantine erleichtert den Einstieg, ebenso Grundkenntnisse in Englisch in Häusern mit internationalen Gästen. Wer sich beruflich festigen will, kann die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft für Gastronomie oder die dreijährige Ausbildung zum Fachmann für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie anschließen. Für Menschen nach einer Elternzeit ist der Beruf oft interessant, weil die Schichten am Vormittag enden.

Was der Beruf verlangt

Der Arbeitstag beginnt früh, je nach Haus zwischen vier und sechs Uhr morgens, auch an Wochenenden und Feiertagen. Gerade in der Hauptsaison und bei Messen ist der Frühstücksraum über Stunden voll, dann muss schnell nachgelegt und abgeräumt werden, während Gäste Fragen stellen. Die Arbeit findet fast vollständig im Stehen und Gehen statt, Tabletts, Geschirrkörbe und Getränkekisten werden getragen. Hygieneregeln sind streng und werden kontrolliert. Viele Stellen sind Teilzeit- oder Minijobs mit wenigen Stunden am Tag, was ein volles Einkommen schwierig macht. Die Bezahlung liegt meist nahe am Mindestlohn. In Saisonbetrieben in Urlaubsregionen fällt die Arbeit im Winter oder Sommer teilweise weg. Freundlichkeit auch um sieben Uhr morgens und ein ruhiger Umgang mit ungeduldigen Gästen gehören zum Alltag.

Aussichten

Die Hotellerie sucht seit Jahren Personal, und Frühstückskräfte werden in Städten wie in Urlaubsregionen laufend gebraucht. Der Einstieg gelingt daher meist schnell, auch ohne Vorerfahrung. Wer zuverlässig ist und länger bleibt, kann in größeren Häusern die Frühstücksleitung übernehmen, Dienstpläne schreiben, Waren bestellen und neue Kräfte einarbeiten. Mit einer abgeschlossenen Ausbildung in der Gastronomie öffnen sich Wege in den Restaurantservice, ins Bankett oder später zur Restaurantleitung. Ohne Abschluss bleibt der Spielraum bei Gehalt und Aufstieg begrenzt.

Aufgaben

  • Tische eindecken und den Frühstücksraum vorbereiten
  • Buffet mit Brot, Aufschnitt, Obst und Müsli aufbauen
  • Eierspeisen und warme Komponenten zubereiten
  • Kaffee, Tee und Säfte ausgeben und Kaffeemaschinen bedienen
  • Buffet während des Service nachfüllen und Geschirr abräumen
  • Gästewünsche aufnehmen und Fragen beantworten
  • Nach dem Service abbauen, reinigen und Reste hygienegerecht lagern
  • Kühltemperaturen und Reinigung dokumentieren

Voraussetzungen

  • Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz
  • Bereitschaft zu frühen Schichten sowie Arbeit am Wochenende und an Feiertagen
  • Körperliche Belastbarkeit für langes Stehen und Tragen
  • Sorgfalt im Umgang mit Lebensmitteln und Hygieneregeln
  • Freundliches Auftreten gegenüber Gästen
  • Grundkenntnisse in Englisch von Vorteil

Wo man arbeitet

  • Hotels und Hotelketten
  • Pensionen und Gasthöfe
  • Ferienanlagen und Resorts
  • Tagungshäuser
  • Jugendherbergen und Hostels
  • Kliniken und Seniorenresidenzen mit Hotelservice

Der Weg in den Beruf

Der Einstieg erfolgt meist ohne Ausbildung über eine Anlernphase von wenigen Tagen bis Wochen im Betrieb, Voraussetzung ist die Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz. Wer einen Berufsabschluss möchte, kann die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft für Gastronomie oder die dreijährige Ausbildung zum Fachmann für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie absolvieren.

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