Hauswirtschaftliche Mitarbeitende
Hauswirtschaftliche Mitarbeitende reinigen Räume, versorgen Wäsche und helfen bei der Essensausgabe, meist in Pflegeheimen, Kliniken, Wohnanlagen oder im Auftrag von Facility-Dienstleistern. Der Einstieg ist ohne Ausbildung möglich, die Arbeit ist körperlich anstrengend und eher gering bezahlt.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Hauswirtschaftliche Mitarbeitende verdient
2.600 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 3.300 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.400 € | 2.800 € | 28.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.300 € | 2.600 € | 3.000 € | 31.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.500 € | 2.800 € | 3.300 € | 33.600 € |
Das Gehalt hängt vor allem vom Arbeitgeber ab: Im öffentlichen Dienst nach TVöD oder TV-L sowie bei kirchlichen Trägern nach AVR Caritas oder AVR Diakonie liegt es deutlich über dem, was private Heimbetreiber ohne Tarif zahlen, die sich oft am gesetzlichen Mindestlohn orientieren. Bei Reinigungsdienstleistern gilt der Rahmentarifvertrag für das Gebäudereinigerhandwerk mit eigenem Branchenmindestlohn, Wochenend- und Feiertagszuschläge kommen je nach Einrichtung hinzu.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was machen Hauswirtschaftliche Mitarbeitende?
Hauswirtschaftliche Mitarbeitende halten Gebäude und deren Bewohnerinnen und Bewohner im Alltag versorgt. Sie wischen Böden, reinigen Bäder, Zimmer und Gemeinschaftsräume, desinfizieren Handläufe und Kontaktflächen und leeren Abfallbehälter. In der Wäscherei sortieren sie Schmutzwäsche, bedienen Waschmaschinen und Trockner, legen zusammen, kennzeichnen Kleidung und verteilen sie wieder auf die Zimmer. In Einrichtungen mit Verpflegung decken sie Tische ein, teilen Essen aus, räumen ab und spülen. Im Umfeld von Wohnanlagen und Facility Services kommen Treppenhausreinigung, Grundreinigung nach Auszügen und die Kontrolle von Gemeinschaftsflächen hinzu. Gearbeitet wird nach Reinigungs- und Hygieneplänen, die genau festlegen, welches Mittel wofür und in welcher Dosierung verwendet wird.
Wie wird man Hauswirtschaftliche Mitarbeitende?
Eine formale Ausbildung ist nicht vorgeschrieben. Die meisten Stellen richten sich an Angelernte, die Einarbeitung dauert wenige Tage bis Wochen. Verlangt werden in der Regel eine Hygieneschulung und, wer mit Lebensmitteln arbeitet, die Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz beim Gesundheitsamt. Viele kommen als Quereinsteigerinnen, nach einer Familienphase oder aus anderen Helfertätigkeiten. Wer sich weiterqualifizieren will, kann die dreijährige Ausbildung zur Hauswirtschafterin oder zum Hauswirtschafter machen, bei Berufserfahrung auch als Externenprüfung. Für Menschen mit Behinderung gibt es die Ausbildung zur Fachpraktikerin Hauswirtschaft.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich. Langes Stehen und Gehen, Bücken, Heben von Wäschesäcken und Eimern, Schieben von Reinigungswagen gehören zu jedem Arbeitstag. Rücken, Knie und Handgelenke werden über die Jahre stark beansprucht. Reinigungs- und Desinfektionsmittel können die Haut reizen, Handschuhe und Hautschutz sind Pflicht. In Pflegeheimen und Kliniken kommt der Umgang mit Ausscheidungen, infektiösen Bereichen und kranken oder sterbenden Menschen hinzu. Die Arbeitszeiten beginnen oft früh am Morgen, in Einrichtungen mit Rund-um-die-Uhr-Betrieb fallen auch Wochenend- und Feiertagsdienste an. Viele Stellen sind Teilzeit oder Minijobs, Vollzeit ist nicht überall zu bekommen. Der Zeitdruck ist hoch, weil Reinigungsflächen pro Stunde knapp kalkuliert werden. Anerkennung von außen ist gering, obwohl ohne diese Arbeit kein Heim und keine Station funktioniert. Das Gehalt liegt meist in der Nähe des gesetzlichen oder branchenbezogenen Mindestlohns.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil und in vielen Regionen hoch. Die wachsende Zahl älterer Menschen, Personalmangel in Pflegeeinrichtungen und die Auslagerung von Reinigung und Hauswirtschaft an Dienstleister sorgen für viele offene Stellen. Arbeitslosigkeit ist selten das Problem, eher die Bezahlung und die Belastung. Wer aufsteigen will, kann Vorarbeiterin oder Objektleitung im Reinigungsdienst werden, mit einer Ausbildung zur Hauswirtschafterin in die Hauswirtschaftsleitung wechseln oder später die Meisterprüfung beziehungsweise eine Weiterbildung zur Betriebswirtin für Hauswirtschaft ablegen. Ein Wechsel in Betreuung oder Pflegehilfe ist nach entsprechender Qualifizierung ebenfalls möglich.
Aufgaben
- Zimmer, Bäder und Flure nach Hygieneplan reinigen und desinfizieren
- Schmutzwäsche sortieren, waschen, trocknen und zurückverteilen
- Mahlzeiten ausgeben, Tische eindecken und abräumen
- Geschirr spülen und Küchenbereiche sauber halten
- Treppenhäuser und Gemeinschaftsflächen in Wohnanlagen pflegen
- Reinigungsmittel und Verbrauchsmaterial auffüllen und Bestände melden
- Abfälle trennen und entsorgen
Voraussetzungen
- Kein Berufsabschluss erforderlich, Einarbeitung im Betrieb
- Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz bei Arbeit mit Lebensmitteln
- Bereitschaft zur Hygieneschulung und zum Umgang mit Desinfektionsmitteln
- Körperliche Belastbarkeit für Stehen, Heben und Bücken
- Grundkenntnisse in Deutsch, um Pläne und Sicherheitshinweise zu verstehen
- Zuverlässigkeit und Sorgfalt
Wo man arbeitet
- Alten- und Pflegeheime
- Krankenhäuser und Rehakliniken
- Gebäudereinigungs- und Facility-Management-Unternehmen
- Wohnungsbaugesellschaften und Wohnanlagen
- Wohneinrichtungen der Behindertenhilfe
- Hotels und Tagungshäuser
Der Weg in den Beruf
Der Einstieg erfolgt meist ohne Ausbildung über eine Einarbeitung von wenigen Tagen bis Wochen, ergänzt um Hygieneschulung und gegebenenfalls die Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz. Wer einen Abschluss möchte, kann die dreijährige duale Ausbildung zur Hauswirtschafterin oder zum Hauswirtschafter absolvieren oder sie mit ausreichender Berufserfahrung als Externenprüfung nachholen.
Offene Stellen als Hauswirtschaftliche Mitarbeitende
In der Suche fortsetzenHauswirtschaftliche Mitarbeitende (m/w/d) - Hausreinigung
Hauswirtschaftliche Mitarbeitende (m/w/d) - Hausreinigung
Verwandte Berufe
Gebäudereiniger
Gebäudereiniger reinigen, pflegen und schützen Gebäude, Fassaden, Glasflächen und Verkehrsmittel mit Maschinen und Reinigungsmitteln. Sie arbeiten in Büros, Kliniken, Industriehallen und an Fassaden, oft außerhalb der üblichen Bürozeiten.
- Offene Stellen
- 9
- Monatsbrutto
- 2.700 – 4.600 €
Hauswirtschafter
Versorgt Einrichtungen und Haushalte mit Verpflegung, Reinigung und Wäschepflege, gelernt im Ausbildungsberuf mit eigener Prüfung.
- Offene Stellen
- 28
- Monatsbrutto
- 2.700 – 3.800 €
Küchenhilfe
Küchenhilfen bereiten Lebensmittel vor, helfen bei der Ausgabe, spülen und halten die Küche sauber – in Restaurants, Kantinen, Kliniken und Heimen.
- Offene Stellen
- 74
- Monatsbrutto
- 2.400 – 3.050 €
Reinigungskraft
Reinigungskräfte halten Büros, Kliniken, Schulen und Wohnanlagen sauber und arbeiten dabei nach festen Reinigungs- und Hygieneplänen.
- Offene Stellen
- 401
- Monatsbrutto
- 2.400 – 3.050 €
Zimmermädchen
Zimmermädchen, im Hotel heute meist Zimmerreinigungskraft oder Room Attendant genannt, reinigen Gästezimmer und Bäder, beziehen Betten und füllen Verbrauchsmaterial auf. Die Arbeit ist körperlich anstrengend, läuft unter Zeitdruck und wird meist nahe am Mindestlohn bezahlt.
- Offene Stellen
- 3
- Monatsbrutto
- 2.150 – 3.500 €
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