Jungkoch
Jungköche sind ausgebildete Köche in den ersten Berufsjahren nach der Ausbildung. Sie arbeiten meist als Commis de Cuisine auf einem Posten in der Küche und bereiten dort unter Anleitung eines Chef de Partie Speisen vor und zu.
5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Jungkoch verdient
2.800 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 4.200 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.500 € | 2.900 € | 30.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.500 € | 2.800 € | 3.200 € | 33.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.900 € | 3.400 € | 4.200 € | 40.800 € |
Maßgeblich sind die regional unterschiedlichen Entgelttarifverträge des Hotel- und Gaststättengewerbes zwischen DEHOGA und NGG, an die längst nicht alle Betriebe gebunden sind. Spürbar mehr zahlen meist Hotelketten, gehobene Häuser und tarifgebundene Großbetriebe der Gemeinschaftsverpflegung, während kleine Restaurants ohne Tarif oft nahe am Mindestlohn liegen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Jungkoch?
Jungkoch ist keine eigene Ausbildung, sondern die übliche Bezeichnung für Köche in den ersten Jahren nach dem Abschluss. In größeren Küchen heißt die Stelle Commis de Cuisine. Gearbeitet wird in einer Postenküche: Der Jungkoch ist einem Bereich zugeordnet, etwa der Beilagen-, Saucen-, Fisch- oder kalten Küche, und arbeitet dem Chef de Partie zu. Vor dem Service steht die Mise en place: Gemüse putzen und schneiden, Fonds ansetzen, Fleisch portionieren, Saucen vorbereiten, Dressings rühren. Im Service wird nach Bon gekocht, angerichtet und unter Zeitdruck an den Pass gegeben. Danach folgen Aufräumen, Reinigen des Postens, Etikettieren und Einlagern von Resten sowie das Führen der Hygienedokumentation nach HACCP. Oft gehören auch Warenannahme, Bestandskontrolle und das Bestellen für den eigenen Posten dazu. In kleinen Restaurants ohne Postensystem übernimmt ein Jungkoch dagegen häufig schon früh die gesamte Küche einer Schicht.
Wie wird man Jungkoch?
Der Weg führt über die dreijährige duale Ausbildung zum Koch, die mit der Prüfung vor der IHK abschließt. Bei guten Leistungen und Abitur ist eine Verkürzung möglich. Seit 2022 gibt es zusätzlich die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft Küche, die auf die Kochausbildung angerechnet werden kann. Ein Schulabschluss ist formal nicht vorgeschrieben, die meisten Betriebe erwarten aber mindestens den Hauptschulabschluss. Quereinsteiger ohne Abschluss finden in vielen Küchen Arbeit, meist als Hilfskraft oder Beikoch; über eine Externenprüfung bei der IHK lässt sich der Berufsabschluss nach mehrjähriger Praxis nachholen.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Stundenlanges Stehen, Hitze am Herd, Lärm, schwere Töpfe und Kisten sowie das Risiko von Schnitt- und Brandverletzungen gehören zum Alltag. Gearbeitet wird abends, an Wochenenden und Feiertagen, häufig im geteilten Dienst mit langer Pause am Nachmittag. Überstunden sind in vielen Betrieben üblich, besonders in der Saison. Der Ton in Küchen ist oft rau, die Hierarchie streng. Wer im Service den Überblick verliert, bekommt das unmittelbar zu spüren. Gefragt sind Belastbarkeit, Tempo, Sorgfalt bei der Hygiene und die Bereitschaft, Kritik anzunehmen. Die Bezahlung ist im Verhältnis zur Belastung niedrig, viele verlassen den Beruf in den ersten Jahren.
Aussichten
Köche werden bundesweit gesucht, der Personalmangel in der Gastronomie ist seit Jahren groß. Eine Stelle zu finden ist daher selten schwer, und der Mangel stärkt die Verhandlungsposition. Üblich sind Wanderjahre in verschiedenen Häusern, auch Saisonstellen in Ferienregionen oder im Ausland, um Erfahrung in unterschiedlichen Küchen zu sammeln. Der klassische Aufstieg führt über Demi Chef und Chef de Partie zum Sous Chef und Küchenchef. Weiterbildungen zum Küchenmeister bei der IHK oder zum staatlich geprüften Gastronomen an einer Hotelfachschule öffnen Führungspositionen. Alternativen mit geregelteren Arbeitszeiten bieten Gemeinschaftsverpflegung, Kantinen, Kliniken und Seniorenheime sowie die Lebensmittelindustrie, etwa in der Produktentwicklung.
Aufgaben
- Mise en place für den eigenen Posten vorbereiten
- Gemüse, Fleisch und Fisch putzen, schneiden und portionieren
- Fonds, Saucen und Beilagen ansetzen und abschmecken
- Gerichte im Service nach Bon zubereiten und anrichten
- Arbeitsplatz und Geräte nach Hygienevorschriften reinigen
- Temperaturen und Reinigung nach HACCP dokumentieren
- Waren annehmen, prüfen und fachgerecht einlagern
- Bestände des Postens kontrollieren und Nachschub melden
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung zum Koch
- Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz durch das Gesundheitsamt
- Körperliche Belastbarkeit für langes Stehen, Hitze und Heben
- Bereitschaft zu Abend-, Wochenend- und Feiertagsarbeit
- Sorgfalt im Umgang mit Hygiene und Lebensmittelsicherheit
- Schnelligkeit und Ruhe unter Zeitdruck
Wo man arbeitet
- Restaurants
- Hotels
- Gemeinschaftsverpflegung und Kantinen
- Kliniken und Seniorenheime
- Catering- und Eventbetriebe
- Kreuzfahrtschiffe
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Koch mit Abschlussprüfung vor der IHK. Wer zunächst die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft Küche abschließt, kann die Kochausbildung anschließend in einem weiteren Jahr nachholen. Nach dem Abschluss beginnt die Tätigkeit als Jungkoch oder Commis de Cuisine.
Offene Stellen als Jungkoch
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Verwandte Berufe
Beikoch
Beiköche arbeiten Köchinnen und Köchen zu: Sie putzen und schneiden Gemüse, bereiten einfache Speisen und Beilagen vor, portionieren und halten die Küche sauber. Der Beruf ist ohne Ausbildung zugänglich und deshalb ein häufiger Einstieg in die Gastronomie.
- Offene Stellen
- 3
- Monatsbrutto
- 2.200 – 3.200 €
Chef de Partie
Führt einen Posten in der Küche – Saucen, Fisch, Garde Manger – und verantwortet dort Qualität, Mise en place und Nachwuchs.
- Offene Stellen
- 17
- Monatsbrutto
- 2.800 – 4.200 €
Fachkraft Küche
Fachkräfte Küche bereiten Speisen nach Rezept und Vorgabe vor und zu, richten sie an und sorgen für Hygiene und Ordnung in der Küche. Der Beruf ist eine zweijährige Ausbildung und kann zur Kochausbildung ausgebaut werden.
- Offene Stellen
- 4
- Monatsbrutto
- 2.200 – 3.300 €
Koch
Köche bereiten Speisen zu, planen Menüs und kalkulieren den Wareneinsatz – in Restaurants, Hotels, Kantinen und Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung.
- Offene Stellen
- 133
- Monatsbrutto
- 2.600 – 4.100 €
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