Beikoch
Beiköche arbeiten Köchinnen und Köchen zu: Sie putzen und schneiden Gemüse, bereiten einfache Speisen und Beilagen vor, portionieren und halten die Küche sauber. Der Beruf ist ohne Ausbildung zugänglich und deshalb ein häufiger Einstieg in die Gastronomie.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Beikoch verdient
2.550 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 3.200 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.350 € | 2.600 € | 28.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.300 € | 2.550 € | 2.850 € | 30.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.500 € | 2.800 € | 3.200 € | 33.600 € |
In der Hotellerie und Gastronomie gelten regionale Entgelttarifverträge zwischen DEHOGA und der Gewerkschaft NGG, viele Betriebe sind aber nicht tarifgebunden und zahlen nahe am gesetzlichen Mindestlohn. Besser bezahlt wird meist in Großküchen von Kliniken und Kommunen mit TVöD oder in Kantinen großer Unternehmen, außerdem steigt das Gehalt deutlich mit einem nachgeholten Berufsabschluss.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Beikoch?
Ein Beikoch oder eine Beiköchin übernimmt in der Küche die vorbereitenden und einfacheren Arbeiten, damit die Köche sich auf das Zubereiten und Abschmecken der Gerichte konzentrieren können. Der Tag beginnt meist mit dem Mise en place: Kartoffeln schälen, Zwiebeln würfeln, Salat waschen, Fleisch portionieren, Saucen ansetzen. Dazu kommen Beilagen wie Reis, Nudeln oder Pommes, kalte Platten, Frühstücksbuffets und Desserts nach Rezept. Während des Service steht der Beikoch an einem festen Posten, etwa an der Fritteuse oder am Salatposten, und richtet Teller an. Nach dem Service werden Lebensmittel beschriftet und eingelagert, Arbeitsflächen, Geräte und Böden gereinigt. Auch das Annehmen von Lieferungen und das Führen von Temperatur- und Hygienelisten nach HACCP gehören in vielen Betrieben dazu. In Kantinen und Großküchen geht es eher um große Mengen und feste Abläufe, im Restaurant um Tempo zur Stoßzeit.
Wie wird man Beikoch?
Beikoch ist kein anerkannter Ausbildungsberuf. Die meisten werden im Betrieb angelernt, oft nach einigen Wochen als Küchenhilfe. Ein Schulabschluss wird selten verlangt, Deutschkenntnisse auf einfachem Niveau reichen in vielen Küchen. Pflicht ist vor Arbeitsbeginn die Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz beim Gesundheitsamt. Wer sich formal qualifizieren will, kann die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft Küche machen, die seit 2022 existiert und genau dieses Tätigkeitsfeld abdeckt. Mit Berufserfahrung ist auch eine Externenprüfung zur Köchin oder zum Koch möglich.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich anstrengend: stundenlanges Stehen, Hitze an Herd und Fritteuse, schwere Töpfe und Kisten, Nässe und Kälte im Kühlraum. Schnitt- und Brandverletzungen kommen vor. In Restaurants und Hotels wird abends, am Wochenende und an Feiertagen gearbeitet, oft mit geteilten Diensten. Kantinen und Betriebsrestaurants bieten dagegen meist regelmäßige Tagesarbeitszeiten. Zur Stoßzeit herrscht Zeitdruck, der Ton in der Küche kann rau sein. Hygieneregeln müssen auch unter Hektik eingehalten werden. Die Bezahlung liegt in vielen Betrieben nahe am Mindestlohn, und Beiköche haben gegenüber ausgebildeten Köchen weniger Verhandlungsspielraum.
Aussichten
Die Gastronomie sucht seit Jahren dringend Personal, Stellen für Beiköche gibt es in fast jeder Region, auch in Teilzeit und als Saisonarbeit. Der Einstieg gelingt deshalb schnell, ebenso nach einer längeren Pause. Die Kehrseite ist, dass ungelernte Küchenkräfte leicht austauschbar sind und häufig befristet beschäftigt werden. Wer weiterkommen will, sollte einen Abschluss als Fachkraft Küche oder Koch nachholen. Damit öffnen sich Posten wie Chef de Partie und später Küchenleitung, besonders in der Gemeinschaftsverpflegung von Kliniken, Schulen und Unternehmen.
Aufgaben
- Gemüse, Obst und Kartoffeln putzen, schälen und schneiden
- Fleisch und Fisch nach Vorgabe portionieren
- Beilagen, Salate und einfache Gerichte nach Rezept zubereiten
- Frühstücksbuffets und kalte Platten anrichten
- Teller während des Service an einem Posten anrichten
- Waren annehmen, beschriften und einlagern
- Küche, Geräte und Arbeitsflächen reinigen
- Temperatur- und Hygienelisten führen
Voraussetzungen
- Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz
- Körperliche Belastbarkeit für langes Stehen, Hitze und Heben
- Bereitschaft zu Abend-, Wochenend- und Feiertagsdiensten
- Sorgfalt bei Hygiene und Lebensmittelsicherheit
- Grundkenntnisse in Deutsch, um Rezepte und Anweisungen zu verstehen
- Schnelles und sicheres Arbeiten mit Messer und Küchengeräten
Wo man arbeitet
- Restaurants und Gasthäuser
- Hotels
- Kantinen und Betriebsrestaurants
- Krankenhaus- und Heimküchen
- Cateringunternehmen
- Systemgastronomie
Der Weg in den Beruf
Beikoch ist kein Ausbildungsberuf, der Einstieg erfolgt meist durch Anlernen im Betrieb über einige Wochen. Wer einen Abschluss möchte, kann die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft Küche absolvieren oder mit ausreichender Berufserfahrung die Externenprüfung zum Koch ablegen.
Offene Stellen als Beikoch
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Ausbildung zum Beikoch (w/m/d)
Verwandte Berufe
Fachkraft Küche
Fachkräfte Küche bereiten Speisen nach Rezept und Vorgabe vor und zu, richten sie an und sorgen für Hygiene und Ordnung in der Küche. Der Beruf ist eine zweijährige Ausbildung und kann zur Kochausbildung ausgebaut werden.
- Offene Stellen
- 4
- Monatsbrutto
- 2.200 – 3.300 €
Hauswirtschafter
Versorgt Einrichtungen und Haushalte mit Verpflegung, Reinigung und Wäschepflege, gelernt im Ausbildungsberuf mit eigener Prüfung.
- Offene Stellen
- 28
- Monatsbrutto
- 2.700 – 3.800 €
Koch
Köche bereiten Speisen zu, planen Menüs und kalkulieren den Wareneinsatz – in Restaurants, Hotels, Kantinen und Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung.
- Offene Stellen
- 133
- Monatsbrutto
- 2.600 – 4.100 €
Küchenhilfe
Küchenhilfen bereiten Lebensmittel vor, helfen bei der Ausgabe, spülen und halten die Küche sauber – in Restaurants, Kantinen, Kliniken und Heimen.
- Offene Stellen
- 74
- Monatsbrutto
- 2.400 – 3.050 €
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