Kinderpfleger / Pädagogische Ergänzungskraft
Kinderpfleger und pädagogische Ergänzungskräfte betreuen Kinder in Krippe und Kita gemeinsam mit den pädagogischen Fachkräften und unterstützen die Gruppenarbeit.
11 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Kinderpfleger / Pädagogische Ergänzungskraft verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.650 € | 2.950 € | 3.200 € | 35.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.000 € | 3.300 € | 3.550 € | 39.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.300 € | 3.600 € | 3.850 € | 43.200 € |
Grundlage ist der TVöD Sozial- und Erziehungsdienst mit der Entgeltgruppe S3 für Kinderpfleger und S4 bei schwierigen Tätigkeiten, daneben die AVR kirchlicher Träger; private Träger zahlen häufig darunter. Die Werte sind auf Vollzeit hochgerechnet, obwohl die meisten Stellen Teilzeit sind.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Kinderpfleger arbeiten in Kindertageseinrichtungen an der Seite der Erzieher. Sie begleiten Kinder durch den Tag: Ankommen, Frühstück, Spiel und Angebote, Mittagessen, Schlafen, Wickeln und Toilettengang, Abholung. In der Krippe mit Kindern unter drei Jahren stehen Pflege, Beziehung und Eingewöhnung im Vordergrund, im Kindergarten stärker die Begleitung beim Spielen und Lernen. Kinderpfleger bereiten Angebote vor, beobachten die Kinder und geben ihre Beobachtungen an die Gruppenleitung weiter, die für Bildungsplanung, Elterngespräche und Entwicklungsdokumentation die Hauptverantwortung trägt.
Die Bezeichnung pädagogische Ergänzungskraft ist ein Begriff aus den Kita-Gesetzen der Länder, allen voran Bayern. Er beschreibt eine Qualifikationsstufe unterhalb der pädagogischen Fachkraft: Wer als Ergänzungskraft angestellt ist, zählt im Personalschlüssel mit, kann aber keine Gruppe allein leiten. Kinderpfleger mit staatlicher Anerkennung sind die typischen Ergänzungskräfte; in manchen Ländern gehören auch Sozialassistenten oder Quereinsteiger mit bestimmten Weiterbildungen dazu. Welche Abschlüsse anerkannt werden, ist von Land zu Land verschieden und steht in der jeweiligen Fachkräfteverordnung.
In diesem Bestand stammen fast alle Anzeigen von einem privaten Kita-Träger, daneben von einer kirchlichen Kita, und fast alle sind in Teilzeit ausgeschrieben. Das ist für den Beruf typisch: Kitas decken mit Teilzeitstellen Randzeiten am Morgen und Nachmittag ab, und viele Beschäftigte wählen reduzierte Stunden. Wer Vollzeit sucht, sollte das früh ansprechen. Der Arbeitstag folgt den Öffnungszeiten der Einrichtung, meist im Früh- und Spätdienst, ohne Nacht- und Wochenendarbeit.
Der Bedarf ist hoch, weil der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz und der Ausbau der Ganztagsbetreuung viel Personal verlangen. Kinderpfleger haben einen guten Einstieg in das Arbeitsfeld und können sich weiterqualifizieren: Mit Berufserfahrung ist die Weiterbildung zum staatlich anerkannten Erzieher in verkürzter oder berufsbegleitender Form möglich, und in einigen Ländern gibt es Aufstiegsqualifizierungen zur pädagogischen Fachkraft.
Aufgaben
- Kinder im Tagesablauf betreuen, beim Spielen begleiten und beaufsichtigen
- Pflege übernehmen, etwa Wickeln, Toilettengang, Essen und Schlafen
- Pädagogische Angebote nach Planung der Gruppenleitung vorbereiten und durchführen
- Kinder beobachten und Beobachtungen an die Fachkräfte weitergeben
- Bei der Eingewöhnung neuer Kinder mitwirken
- Eltern bei Bringen und Abholen kurz informieren
- Räume, Material und Spielbereiche vorbereiten und ordnen
Voraussetzungen
- Staatlich anerkannter Kinderpfleger oder eine im jeweiligen Land als Ergänzungskraft anerkannte Qualifikation
- Freude an der Arbeit mit kleinen Kindern und Geduld
- Teamfähigkeit und Bereitschaft, nach Absprache mit der Gruppenleitung zu arbeiten
- Erweitertes Führungszeugnis
- Masernimmunität nach dem Infektionsschutzgesetz
- Gute Deutschkenntnisse für Sprachvorbild und Elternkontakt
Wo man arbeitet
- Kinderkrippen
- Kindergärten und Kindertagesstätten
- Horte und Ganztagsangebote an Grundschulen
- Heilpädagogische und integrative Einrichtungen
- Betriebskitas
Der Weg in den Beruf
Die Ausbildung zum staatlich anerkannten Kinderpfleger findet an Berufsfachschulen statt und dauert je nach Land zwei Jahre, oft mit hohen Praxisanteilen; in einigen Ländern gibt es stattdessen den Sozialassistenten als vergleichbaren Abschluss. Voraussetzung ist meist der Mittelschul- oder Hauptschulabschluss. In mehreren Ländern existieren vergütete Modelle mit praxisintegrierter Ausbildung. Die Weiterbildung zum Erzieher ist mit Berufserfahrung verkürzt oder berufsbegleitend möglich.
Offene Stellen als Kinderpfleger / Pädagogische Ergänzungskraft
In der Suche fortsetzenKinderpfleger / Pädagogische Ergänzungskraft (m/w/d)
Kinderpfleger / Pädagogische Ergänzungskraft (m/w/d)
Kinderpfleger / Pädagogische Ergänzungskraft (m/w/d)
Kinderpfleger / Pädagogische Ergänzungskraft (m/w/d)
Kinderpfleger / Pädagogische Ergänzungskraft (m/w/d)
Kinderpfleger / Pädagogische Ergänzungskraft (m/w/d)
Kinderpfleger / Pädagogische Ergänzungskraft (m/w/d)
Verwandte Berufe
Erzieher
Erzieher begleiten Kinder und Jugendliche in Kita, Hort und Jugendhilfe, fördern ihre Entwicklung und arbeiten eng mit den Eltern zusammen.
- Offene Stellen
- 60
- Monatsbrutto
- 3.200 – 4.900 €
Heilerziehungspfleger
Heilerziehungspfleger begleiten Menschen mit Behinderung im Alltag, in Wohnen, Arbeit und Freizeit – pädagogisch, pflegerisch und mit dem Ziel größtmöglicher Selbstbestimmung.
- Offene Stellen
- 14
- Monatsbrutto
- 3.050 – 4.700 €
Pädagogische Fachkraft
Pädagogische Fachkräfte arbeiten in Kita, Behindertenhilfe und Jugendhilfe; der Begriff umfasst mehrere anerkannte Abschlüsse vom Erzieher bis zum Sozialpädagogen.
- Offene Stellen
- 55
- Monatsbrutto
- 3.000 – 5.000 €
Passend dazu im Ratgeber
- Urlaubsanspruch: Berechnung, Übertragung, Verfall Das Gesetz kennt 24 Werktage, der Vertrag oft 30 Tage, und beides meint nicht dasselbe. De...
- Ausbildungsplatz finden: wie früh man anfangen muss Große Betriebe besetzen ihre Ausbildungsplätze ein Jahr vor dem Start, kleine oft erst ein...
- Tarifvertrag verstehen: Entgeltgruppe, Stufe, und was daraus folgt Ein Tarifverweis in der Anzeige ist die einzige Gehaltsangabe, die Sie vor dem Gespräch na...