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Handwerk & Produktion

Land- und Baumaschinenmechatroniker für

Land- und Baumaschinenmechatroniker warten, reparieren und rüsten Traktoren, Mähdrescher, Bagger, Radlader und andere Arbeitsmaschinen. Sie arbeiten an Motoren, Hydraulik, Elektrik und zunehmend an Steuerungssoftware, in der Werkstatt und direkt auf dem Feld oder der Baustelle.

29 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Land- und Baumaschinenmechatroniker für verdient

3.300 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.500 bis 4.600 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.800 € 3.100 € 33.600 €
Mit Berufserfahrung 2.900 € 3.300 € 3.700 € 39.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.500 € 3.900 € 4.600 € 46.800 €

Viele Handwerksbetriebe sind nicht tarifgebunden; wo ein Tarif gilt, ist es meist der regionale Tarifvertrag der Landesinnungsverbände Land- und Baumaschinentechnik mit der IG Metall. Deutlich mehr zahlen Hersteller, die nach dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie vergüten, und Servicetechniker im Außendienst erhalten zusätzlich Bereitschafts- und Überstundenzuschläge.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Land- und Baumaschinenmechatroniker?

Im Mittelpunkt steht die Instandhaltung großer Arbeitsmaschinen: Traktoren, Feldhäcksler, Mähdrescher, Bagger, Radlader, Teleskoplader, aber auch kleinere Geräte wie Rasentraktoren oder Motorsägen. Ein Arbeitstag beginnt oft mit der Fehlersuche. Dafür wird ein Diagnosegerät an die Maschine angeschlossen, Fehlerspeicher werden ausgelesen, Drücke in der Hydraulik gemessen und elektrische Leitungen geprüft. Danach folgen Reparaturen am Motor, am Getriebe, an Hydraulikzylindern oder an Sensoren. Zu den Routinearbeiten gehören Ölwechsel, Filtertausch, Inspektionen nach Herstellervorgabe und die Vorbereitung von Maschinen für die Saison. Neue Maschinen werden aufgebaut, mit Anbaugeräten ausgerüstet und an Kunden übergeben, inklusive Einweisung. Ein wachsender Teil der Arbeit betrifft Elektronik und Software: GPS-Lenksysteme, Teilbreitenschaltungen oder Telemetrie müssen eingerichtet und aktualisiert werden. Gehört der Betrieb zu einem Landtechnikhändler, fahren Mechatroniker mit dem Servicewagen zu Höfen und Feldern, bei Baumaschinen auf Baustellen und in Steinbrüche. Auch Schweißarbeiten und das Anfertigen einfacher Bauteile fallen an.

Wie wird man Land- und Baumaschinenmechatroniker?

Der übliche Weg ist eine duale Ausbildung von dreieinhalb Jahren im Handwerk, mit Berufsschule und überbetrieblichen Lehrgängen. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben, die meisten Betriebe stellen Bewerber mit Haupt- oder Realschulabschluss ein. Hilfreich sind gute Leistungen in Mathematik und Physik sowie Erfahrung mit Technik, etwa aus der eigenen Landwirtschaft oder dem Schrauben an Mopeds. Mit Abitur oder sehr guten Leistungen lässt sich die Ausbildung verkürzen. Quereinsteiger kommen häufig aus der Kfz-Mechatronik, der Industriemechanik oder dem Nutzfahrzeugbereich und werden im Betrieb eingearbeitet; ein Führerschein der Klasse B ist fast immer nötig, Klasse C oder CE ist ein Vorteil.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich anstrengend und schmutzig. Gearbeitet wird mit Öl, Fett und schweren Bauteilen, oft in gebückter Haltung, unter der Maschine liegend oder im Freien bei Hitze, Regen und Kälte. In der Erntezeit und im Frühjahr ist die Belastung hoch: Fällt ein Mähdrescher aus, erwartet der Landwirt sofortige Hilfe, auch abends und am Wochenende. Viele Betriebe organisieren dafür Bereitschaftsdienste. Im Winter ist es ruhiger, Überstunden werden dann abgebaut. Die Technik wird komplexer, wer nicht regelmäßig Herstellerschulungen besucht, verliert den Anschluss. Kundenkontakt gehört dazu, auch mit verärgerten Kunden unter Zeitdruck.

Aussichten

Fachkräfte werden dringend gesucht, viele Betriebe finden weder Auszubildende noch Gesellen. Die Arbeitsplätze liegen überwiegend im ländlichen Raum, was für manche ein Vorteil, für andere ein Nachteil ist. Weiterentwickeln lässt sich der Beruf über Herstellerzertifikate, den Servicetechniker oder die Meisterprüfung im Land- und Baumaschinenmechatroniker-Handwerk, die zur Werkstattleitung oder Selbstständigkeit berechtigt. Mit Fachabitur oder Meister ist auch ein Studium der Agrartechnik oder des Maschinenbaus möglich. Herstellerfirmen stellen erfahrene Kräfte zudem als Außendiensttechniker oder Schulungsleiter ein.

Aufgaben

  • Fehler mit Diagnosegeräten auslesen und Hydraulikdrücke messen
  • Motoren, Getriebe und Hydraulikanlagen reparieren
  • Inspektionen, Ölwechsel und Filtertausch nach Herstellervorgabe durchführen
  • Elektrische Leitungen, Sensoren und Steuergeräte prüfen und tauschen
  • GPS-Lenksysteme und Maschinensoftware einrichten und aktualisieren
  • Neumaschinen aufbauen, ausrüsten und Kunden einweisen
  • Pannenhilfe auf Feldern und Baustellen mit dem Servicewagen leisten
  • Bauteile schweißen und einfache Ersatzteile anfertigen

Voraussetzungen

  • In der Regel Haupt- oder Realschulabschluss
  • Technisches Verständnis und Grundkenntnisse in Mathematik und Physik
  • Körperliche Belastbarkeit und Bereitschaft zur Arbeit im Freien
  • Führerschein Klasse B, oft wird Klasse C oder CE gewünscht
  • Bereitschaft zu Bereitschaftsdiensten in der Saison
  • Sorgfalt bei der Fehlersuche und Freude an Elektronik

Wo man arbeitet

  • Landtechnik-Fachbetriebe und Landmaschinenhändler
  • Baumaschinenhändler und Vermietungsfirmen
  • Werkstätten von Herstellern für Land- und Baumaschinen
  • Lohnunternehmen und große landwirtschaftliche Betriebe
  • Bauunternehmen mit eigenem Maschinenpark
  • Kommunale Bauhöfe

Der Weg in den Beruf

Der Regelweg ist eine duale Ausbildung im Handwerk von dreieinhalb Jahren, die mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer abschließt. Danach sind Weiterbildungen zum Servicetechniker oder die Meisterprüfung im Land- und Baumaschinenmechatroniker-Handwerk möglich.

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