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Logistik & Verkehr

LKW-Fahrer CE

LKW-Fahrer mit Führerschein CE fahren Sattelzüge und Lastzüge mit Anhänger im Nah-, Regional- oder Fernverkehr. Sie transportieren Waren zwischen Lagern, Werken und Kunden, sichern die Ladung und sind für Fahrzeug und Fracht verantwortlich.

19 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als LKW-Fahrer CE verdient

3.200 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.500 bis 4.200 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.800 € 3.100 € 33.600 €
Mit Berufserfahrung 2.800 € 3.200 € 3.600 € 38.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.100 € 3.500 € 4.200 € 42.000 €

Das Gehalt hängt stark davon ab, ob der Betrieb an die Landestarifverträge für das private Transport- und Verkehrsgewerbe gebunden ist, was viele kleinere Speditionen nicht sind; Werksverkehr, Entsorgung und Gefahrgut zahlen meist besser als der Stückgut- und Fernverkehr. Im Fernverkehr kommen steuerfreie Spesen hinzu, die das Nettoeinkommen spürbar erhöhen, aber nicht im Bruttogehalt enthalten sind.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein LKW-Fahrer CE?

Die Klasse CE erlaubt das Fahren schwerer Lastkraftwagen mit Anhänger oder Auflieger, also Sattelzüge und Gliederzüge bis 40 Tonnen Gesamtgewicht. Der Arbeitstag beginnt mit der Abfahrtskontrolle: Reifen, Bremsen, Licht, Kupplung und Flüssigkeiten prüfen, Mängel melden. Danach folgt das Beladen oder die Kontrolle der Beladung, das Sichern der Ware mit Gurten, Antirutschmatten oder Kantenschutz und das Prüfen der Frachtpapiere. Unterwegs gilt es, Lenk- und Ruhezeiten einzuhalten, die über die digitale Fahrerkarte im Tachografen erfasst werden. Beim Kunden wird abgeladen, oft mit Hubwagen oder Ladebordwand, und die Übergabe quittiert. Je nach Einsatz sieht der Alltag sehr unterschiedlich aus: Im Nahverkehr beliefert ein Fahrer mehrere Supermärkte oder Baustellen am Tag und ist abends zu Hause. Im Fernverkehr ist er die ganze Woche unterwegs, schläft in der Kabine und kommt am Wochenende heim. Dazu kommen Spezialbereiche wie Tank- und Silofahrzeuge, Kühltransporte, Baustoffe mit Kran oder Gefahrgut.

Wie wird man LKW-Fahrer CE?

Der klassische Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Berufskraftfahrer, in der Führerschein und Grundqualifikation enthalten sind. Häufiger ist der Quereinstieg: Erwachsene erwerben zunächst die Führerscheinklassen C und CE und legen die beschleunigte Grundqualifikation mit 140 Unterrichtsstunden und Prüfung bei der IHK ab. Die Agentur für Arbeit und Jobcenter fördern diesen Weg oft über einen Bildungsgutschein, auch Arbeitgeber übernehmen die Kosten zunehmend. Danach ist alle fünf Jahre eine Weiterbildung von 35 Stunden Pflicht, die im Führerschein mit der Schlüsselzahl 95 eingetragen wird. Für Gefahrgut braucht es zusätzlich den ADR-Schein, für Kranarbeiten oder Stapler eigene Nachweise.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf ist weniger reines Fahren, als viele annehmen. Verkehr, Staus, Baustellen und enge Zeitfenster bei der Anlieferung erzeugen Druck, Wartezeiten an Rampen gehören zum Alltag. Das Be- und Entladen ist körperlich anstrengend, bei jedem Wetter. Frühe Startzeiten, Nachtfahrten und Wochenendarbeit sind üblich. Im Fernverkehr fehlt ein geregeltes Privat- und Familienleben, die Versorgung an Rastplätzen ist oft schlecht, Parkplätze sind knapp. Langes Sitzen belastet Rücken und Gesundheit. Verlangt werden hohe Konzentration, Verantwortungsbewusstsein für Ladung im Wert von oft vielen tausend Euro sowie die Fähigkeit, allein zu arbeiten. Wer Punkte sammelt oder den Führerschein verliert, verliert in der Regel auch die Arbeit.

Aussichten

In Deutschland fehlen seit Jahren zehntausende Berufskraftfahrer, und viele gehen in den nächsten Jahren in Rente. Stellen gibt es daher fast überall, auch für Quereinsteiger und Ältere. Die Bezahlung ist trotz Mangel nur mittelmäßig, weil der Preisdruck im Transportgewerbe hoch ist. Bessere Bedingungen bieten oft Werksverkehr, Entsorgung, Tank- und Gefahrgutverkehr oder Nahverkehr mit festen Touren. Entwicklungswege führen zum Disponenten, zum Fuhrparkleiter, zum Fahrlehrer oder Ausbilder, über die Meisterprüfung zum Kraftverkehrsmeister oder in die Selbstständigkeit mit eigenem Fahrzeug. Automatisiertes Fahren wird den Beruf langfristig verändern, ersetzt ihn aber auf absehbare Zeit nicht.

Aufgaben

  • Abfahrtskontrolle an Zugmaschine und Auflieger durchführen
  • Ladung verteilen und mit Gurten und Hilfsmitteln sichern
  • Touren nach Vorgabe der Disposition fahren
  • Lenk- und Ruhezeiten einhalten und mit der Fahrerkarte dokumentieren
  • Waren beim Kunden be- und entladen, teils mit Hubwagen oder Stapler
  • Frachtpapiere, Lieferscheine und Zollunterlagen prüfen und übergeben
  • Schäden und Mängel am Fahrzeug melden und kleinere Störungen beheben

Voraussetzungen

  • Führerschein der Klassen C und CE
  • Grundqualifikation nach Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz und Schlüsselzahl 95
  • Ärztliche Untersuchung und Sehtest für die Fahrerlaubnis
  • Digitale Fahrerkarte
  • Körperliche Belastbarkeit für Ladearbeit und lange Fahrzeiten
  • Bereitschaft zu Früh-, Nacht- und Wochenendarbeit, im Fernverkehr zu Übernachtungen im Fahrzeug
  • Für bestimmte Transporte ADR-Schein oder Staplerschein

Wo man arbeitet

  • Speditionen und Transportunternehmen
  • Logistikdienstleister und Lagerbetriebe
  • Werksverkehr von Industrie- und Handelsunternehmen
  • Baustoffhandel und Bauunternehmen
  • Entsorgungs- und Recyclingbetriebe
  • Lebensmittel- und Getränkelogistik

Der Weg in den Beruf

Der Weg führt entweder über die dreijährige duale Ausbildung zum Berufskraftfahrer mit IHK-Abschluss oder als Quereinstieg über die Führerscheine C und CE plus beschleunigte Grundqualifikation, was zusammen etwa drei bis sechs Monate dauert. Alle fünf Jahre ist eine Weiterbildung von 35 Stunden vorgeschrieben.

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