Mitarbeiter Verkehrssicherung
Mitarbeiter in der Verkehrssicherung sperren Baustellen, Unfallstellen und Veranstaltungsflächen auf Straßen und Autobahnen ab. Sie stellen Schilder, Leitbaken und Absperrtafeln auf, kontrollieren sie und bauen sie wieder ab.
5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Mitarbeiter Verkehrssicherung verdient
2.950 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.300 bis 3.900 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.300 € | 2.600 € | 2.900 € | 31.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.600 € | 2.950 € | 3.300 € | 35.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.000 € | 3.400 € | 3.900 € | 40.800 € |
Viele reine Verkehrssicherungsfirmen sind nicht tarifgebunden, in Bauunternehmen gilt teils der Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe, bei der Autobahn GmbH ein eigener Tarifvertrag mit festen Stufen. Stark ins Gewicht fallen der Lkw-Führerschein sowie Nacht-, Wochenend- und Auslösezulagen, die das tatsächliche Einkommen spürbar über die hier genannten Grundwerte heben können.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Mitarbeiter Verkehrssicherung?
Mitarbeiter in der Verkehrssicherung sorgen dafür, dass an Arbeitsstellen im Straßenraum der Verkehr sicher vorbeigeführt wird. Sie laden Verkehrszeichen, Leitbaken, Warnleuchten und Absperrschranken auf Lkw, fahren zur Baustelle und bauen die Absicherung nach einem genehmigten Verkehrszeichenplan auf. Auf Autobahnen geschieht das oft unter laufendem Verkehr, abgesichert durch fahrbare Absperrtafeln. Dazu kommen Gelbmarkierungen kleben und entfernen, Baustellenampeln einrichten, Kontrollfahrten machen, umgefahrene Baken ersetzen und Batterien von Warnleuchten wechseln. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird alles wieder abgebaut. Ein Teil der Arbeit besteht aus Fahren, ein anderer aus schwerem Tragen und Schleppen am Fahrbahnrand. Einsätze gibt es auch bei Unfällen, Veranstaltungen und kurzfristigen Tagesbaustellen.
Wie wird man Mitarbeiter Verkehrssicherung?
Eine geregelte Berufsausbildung gibt es nicht. Die meisten kommen als Quereinsteiger, häufig aus dem Bau, der Logistik oder dem Lagerbereich, und werden im Betrieb angelernt. Ein Führerschein der Klasse B ist fast immer Pflicht, Klasse C oder CE mit Berufskraftfahrer-Qualifikation erhöht die Chancen deutlich, weil viele Sicherungsfahrzeuge schwerer als 3,5 Tonnen sind. Grundkenntnisse der RSA 21, der Richtlinien für die verkehrsrechtliche Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen, werden in Schulungen vermittelt. Wer mehr Verantwortung übernehmen will, besucht einen Lehrgang zur verantwortlichen Person nach MVAS. Ein verwandter Ausbildungsberuf ist Straßenwärter, der über drei Jahre führt und Verkehrssicherung als festen Bestandteil enthält.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist gefährlich. Unfälle an Baustellenabsicherungen, bei denen Fahrzeuge in Sperrungen fahren, kommen regelmäßig vor, und wer am Fahrstreifen steht, ist dem Verkehr direkt ausgesetzt. Konzentration und das strikte Einhalten von Sicherheitsregeln sind deshalb unverzichtbar. Körperlich ist der Beruf anstrengend: Fußplatten, Baken und Schilder sind schwer, gearbeitet wird bei Hitze, Regen, Kälte und Dunkelheit. Weil Autobahnbaustellen oft nachts oder am Wochenende eingerichtet werden, um den Verkehr wenig zu stören, sind Nachtarbeit, Wochenendeinsätze und Rufbereitschaft üblich. Bei überregional tätigen Firmen kommen Montagezeiten mit Übernachtungen hinzu. Lange Fahrten, Zeitdruck und kurzfristige Planänderungen gehören zum Alltag.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und stabil. Das Straßen- und Brückennetz in Deutschland ist sanierungsbedürftig, die Zahl der Baustellen bleibt groß, und viele Betriebe suchen dauerhaft Personal, vor allem mit Lkw-Führerschein. Die Fluktuation ist wegen der Belastungen allerdings ebenfalls hoch. Aufstiegsmöglichkeiten gibt es zum Kolonnenführer, zur verantwortlichen Person für Arbeitsstellensicherung oder in die Disposition und Planung von Verkehrszeichenplänen. Mit einer Ausbildung zum Straßenwärter steht auch der Weg zur Autobahn GmbH oder zu den Straßenmeistereien offen, wo die Arbeitsbedingungen häufig geregelter sind.
Aufgaben
- Sicherungsmaterial wie Schilder, Leitbaken und Warnleuchten verladen
- Baustellenabsicherungen nach Verkehrszeichenplan aufbauen und abbauen
- Fahrbare Absperrtafeln und Sicherungsfahrzeuge fahren
- Gelbe Baustellenmarkierungen aufbringen und entfernen
- Baustellenampeln einrichten und warten
- Kontrollfahrten durchführen und beschädigte Absicherungen ersetzen
- Unfall- und Veranstaltungsstellen kurzfristig absperren
Voraussetzungen
- Führerschein Klasse B, oft auch Klasse C oder CE mit Berufskraftfahrer-Qualifikation
- Körperliche Belastbarkeit und Wetterfestigkeit
- Bereitschaft zu Nacht-, Wochenend- und Montagearbeit
- Sicherheitsbewusstsein und Konzentrationsfähigkeit im fließenden Verkehr
- Grundkenntnisse der RSA 21 oder Bereitschaft zur Schulung
- Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit
Wo man arbeitet
- Verkehrssicherungsunternehmen
- Bauunternehmen im Straßen- und Tiefbau
- Straßenmeistereien und Autobahnmeistereien
- Vermietfirmen für Baustellenausstattung
- Abschlepp- und Pannendienste mit Absicherungsdienst
Der Weg in den Beruf
Eine formale Ausbildung ist nicht vorgeschrieben, der Einstieg erfolgt meist über eine betriebliche Einarbeitung von einigen Wochen mit Schulung nach RSA 21. Der Lehrgang zur verantwortlichen Person nach MVAS dauert wenige Tage und ist für Führungsaufgaben nötig. Wer einen anerkannten Abschluss möchte, kann die dreijährige Ausbildung zum Straßenwärter absolvieren.
Offene Stellen als Mitarbeiter Verkehrssicherung
In der Suche fortsetzenMitarbeiter (m/w/d) Verkehrssicherung
Mitarbeiter (m/w/d) Verkehrssicherung
Mitarbeiter (m/w/d) Verkehrssicherung
Mitarbeiter (m/w/d) Verkehrssicherung
Verwandte Berufe
Baumaschinenführer
Baumaschinenführer bedienen Bagger, Radlader, Planierraupen, Walzen oder Mobilkrane auf Baustellen und in Steinbrüchen. Sie bewegen Erde, heben Lasten und sorgen dafür, dass die Geräte betriebsbereit bleiben.
- Offene Stellen
- 16
- Monatsbrutto
- 2.800 – 4.700 €
Berufskraftfahrer
Berufskraftfahrer befördern Güter oder Fahrgäste mit Lkw oder Bus, sind für Fahrzeug und Ladung verantwortlich und kennen die Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten.
- Offene Stellen
- 80
- Monatsbrutto
- 2.550 – 3.850 €
Straßenbauer
Baut Fahrbahnen, Wege und Plätze – von Unterbau und Entwässerung bis zu Asphaltdecke und Pflaster.
- Offene Stellen
- 35
- Monatsbrutto
- 2.700 – 4.400 €
Straßenwärter
Straßenwärter halten Straßen, Böschungen, Entwässerung und Verkehrseinrichtungen in Stand und sorgen im Winterdienst dafür, dass der Verkehr rollt.
- Offene Stellen
- 22
- Monatsbrutto
- 2.800 – 4.100 €
Tiefbaufacharbeiter
Zweijähriger Bauberuf für Tiefbauarbeiten: Gräben, Leitungen, Kanal, Straßenunterbau – die Stufe vor dem Facharbeiterabschluss.
- Offene Stellen
- 46
- Monatsbrutto
- 2.550 – 4.200 €
Passend dazu im Ratgeber
- Werkstudent: Stundengrenze, Sozialversicherung, Vertrag Das Werkstudentenprivileg spart Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherun...
- Pendeln oder umziehen: die Rechnung, die man vorher macht Fahrtzeit, Spritkosten, Verschleiß und Steuervorteil lassen sich vor der Zusage ausrechnen...
- Entgelttransparenz: welches Recht auf Auskunft Sie haben Wer in einem Betrieb mit mehr als 200 Beschäftigten arbeitet, darf erfahren, was die Vergl...