Pflegehilfskraft
Hilft ohne Pflegeausbildung bei Körperpflege, Mahlzeiten und Alltag pflegebedürftiger Menschen – ein Einstieg in die Pflege, oft in Teilzeit.
30 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Pflegehilfskraft verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.800 € | 2.950 € | 3.150 € | 35.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.900 € | 3.100 € | 3.350 € | 37.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.000 € | 3.250 € | 3.500 € | 39.000 € |
Die Untergrenze bildet der Pflegemindestlohn für Pflegehilfskräfte ohne Ausbildung, der für alle Pflegeeinrichtungen gilt. Tarifgebundene Träger zahlen nach den unteren Entgeltgruppen des TVöD-P oder den Helfergruppen der AVR von Caritas und Diakonie, meist darüber. Angegeben ist das Grundentgelt bei Vollzeit ohne Schicht- und Wochenendzuschläge.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Die Pflegehilfskraft ist der Einstieg in die Pflege für Menschen ohne pflegerische Ausbildung. Sie hilft beim Waschen und Anziehen, begleitet zur Toilette, reicht Essen und Getränke an, bettet Bewohner um und bringt sie zu Aktivitäten, Arztterminen oder in den Speisesaal. Sie arbeitet nach Anleitung einer Pflegefachkraft und in einem klar abgegrenzten Rahmen. Behandlungspflege, also Medikamentengabe, Wundversorgung oder Injektionen, gehört in der Regel nicht dazu, und das ist ein wesentlicher Unterschied zum ausgebildeten Pflegehelfer oder zur Pflegefachassistenz.
Viele Einrichtungen verlangen für den Einstieg einen Pflegebasiskurs, der in einigen Wochen Grundlagen der Körperpflege, Hygiene, Lagerung und Kommunikation mit Demenzkranken vermittelt. Anders als die Betreuungskraft, deren Aufgabe Beschäftigung und Aktivierung ist, arbeitet die Pflegehilfskraft in der direkten Pflege. Die Grenze verläuft in der Praxis nicht immer scharf, aber sie ist wichtig: für die Aufgabenverteilung, für die Personalschlüssel und für die Bezahlung.
In diesem Bestand sind zwei Drittel der Anzeigen Teilzeitstellen. Die Arbeitgeber sind überwiegend gemeinnützige Träger, Diakonie und Wohlfahrtsverbände, sowohl in der stationären Pflege als auch in ambulanten Diensten. Im ambulanten Dienst fährt die Hilfskraft allein zu Klienten, meist für Grundpflege und hauswirtschaftliche Hilfe, und braucht dafür einen Führerschein. Im Heim arbeitet sie im Team eines Wohnbereichs.
Der Beruf ist körperlich anstrengend und emotional fordernd, die Bezahlung liegt am unteren Ende der Pflege. Gleichzeitig ist er eine echte Tür: Wer merkt, dass die Pflege passt, kann berufsbegleitend oder mit Förderung die Ausbildung zur Pflegefachassistenz machen und danach die Ausbildung zur Pflegefachkraft, die sich durch die Vorqualifikation verkürzt. Viele Einrichtungen unterstützen diesen Weg aktiv, weil sie ausgebildetes Personal brauchen.
Aufgaben
- Bei Körperpflege, An- und Auskleiden unterstützen
- Mahlzeiten anreichen und auf ausreichendes Trinken achten
- Bewohner lagern, mobilisieren und begleiten
- Betten beziehen und Zimmer ordnen
- Beobachtungen an die Pflegefachkraft weitergeben
- Im ambulanten Dienst Grundpflege und hauswirtschaftliche Hilfe leisten
Voraussetzungen
- Keine Pflegeausbildung nötig, Pflegebasiskurs oft erwünscht
- Einfühlungsvermögen und Freude am Umgang mit Menschen
- Körperliche Belastbarkeit
- Bereitschaft zu Früh-, Spät- und Wochenenddiensten
- Grundlegende Deutschkenntnisse
- Führerschein Klasse B im ambulanten Dienst
Wo man arbeitet
- Stationäre Pflegeeinrichtungen
- Ambulante Pflegedienste
- Einrichtungen der Eingliederungshilfe
- Krankenhäuser
- Tagespflege
Der Weg in den Beruf
Eine formale Ausbildung ist nicht erforderlich. Üblich ist ein Pflegebasiskurs von einigen Wochen, den Bildungsträger und Wohlfahrtsverbände anbieten und den die Arbeitsagentur fördern kann. Der nächste Schritt ist die Ausbildung zur Pflegefachassistenz, die bundeseinheitlich geregelt wird und in der Regel 18 Monate dauert; mit ihr ist auch die verkürzte Ausbildung zur Pflegefachkraft möglich. Wer lange als Hilfskraft gearbeitet hat, kann Berufserfahrung teilweise anrechnen lassen.
Offene Stellen als Pflegehilfskraft
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