Pflegefachassistenz
Übernimmt Grundpflege und ausgewählte Behandlungspflege unter Verantwortung der Pflegefachkraft – der neue, bundesweit einheitliche Assistenzberuf in der Pflege.
31 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Pflegefachassistenz verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.050 € | 3.250 € | 3.450 € | 39.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.200 € | 3.450 € | 3.700 € | 41.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.350 € | 3.650 € | 3.950 € | 43.800 € |
Orientiert an den Entgeltgruppen P6 und P7 des TVöD-P für Pflegeassistenz mit Ausbildung und an den vergleichbaren AVR-Gruppen von Caritas und Diakonie; die Untergrenze bildet der Pflegemindestlohn für qualifizierte Pflegehilfskräfte. Angegeben ist das Grundentgelt bei Vollzeit ohne Schicht-, Nacht- und Wochenendzuschläge.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Die Pflegefachassistenz steht zwischen der angelernten Hilfskraft und der dreijährig ausgebildeten Pflegefachkraft. Sie übernimmt die Grundpflege selbstständig, beobachtet und dokumentiert, führt Maßnahmen der Behandlungspflege aus, die ihr übertragen werden, und entlastet damit die Fachkraft, die den Pflegeprozess plant und verantwortet. In der Praxis heißt das: Vitalzeichen messen, Blutzucker kontrollieren, Medikamente nach Plan verabreichen, einfache Verbände wechseln, Kompressionsverbände anlegen – was davon im Einzelnen übertragen wird, regelt die Einrichtung.
Der Beruf befindet sich im Umbau. Bisher gab es rund zwei Dutzend landesrechtliche Helfer- und Assistenzausbildungen mit unterschiedlicher Dauer und unterschiedlichem Inhalt. Mit dem Pflegefachassistenzgesetz kommt eine bundeseinheitliche, generalistische Ausbildung, die für Altenpflege, Krankenhaus und ambulante Versorgung gleichermaßen qualifiziert, in der Regel 18 Monate dauert und vergütet wird. Hintergrund ist auch die Personalbemessung in Pflegeheimen, die mehr Assistenzpersonal mit Ausbildung vorsieht und so die Nachfrage nach genau diesem Profil erhöht.
In diesem Bestand ist mehr als die Hälfte der Anzeigen ein Ausbildungsplatz, der Rest sind Stellen für bereits qualifizierte Pflegefachassistenten. Die Arbeitgeber sind vor allem Wohlfahrtsverbände und kirchliche Träger aus Alten- und Krankenhilfe. Knapp vier von zehn Anzeigen bieten Teilzeit an, was zur Pflege passt, wo Teilzeit und Schichtdienst oft zusammengehen.
Für viele ist die Pflegefachassistenz ein Einstieg mit Anschluss: Die Ausbildung kann auf die Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann angerechnet werden, die sich dadurch verkürzt. Für Menschen mit ausländischer Pflegeausbildung, deren Anerkennung als Fachkraft noch aussteht, kann die Anerkennung als Assistenz ein Zwischenschritt sein. Schichtdienst, Wochenenden und körperliche Belastung gehören dazu wie in allen Pflegeberufen.
Aufgaben
- Grundpflege bei Körperpflege, Ernährung und Mobilität selbstständig durchführen
- Vitalzeichen und Blutzucker messen und dokumentieren
- Übertragene Maßnahmen der Behandlungspflege ausführen
- Medikamente nach ärztlicher Anordnung und Plan verabreichen
- Zustand und Veränderungen beobachten und an die Fachkraft weitergeben
- Bei Aufnahme, Verlegung und Entlassung mitwirken
- Angehörige einbeziehen und im Alltag begleiten
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung zur Pflegefachassistenz oder anerkannte Helferausbildung
- Für die Ausbildung in der Regel Hauptschulabschluss
- Bereitschaft zu Schicht- und Wochenenddienst
- Körperliche und seelische Belastbarkeit
- Sorgfalt in Dokumentation und Medikamentengabe
- Gute Deutschkenntnisse
Wo man arbeitet
- Stationäre Pflegeeinrichtungen
- Krankenhäuser
- Ambulante Pflegedienste
- Einrichtungen der Eingliederungshilfe
- Rehakliniken
Der Weg in den Beruf
Die generalistische Pflegefachassistenzausbildung dauert in Vollzeit in der Regel 18 Monate, in Teilzeit länger, und endet mit einer staatlichen Prüfung. Sie wechselt zwischen Unterricht an einer Pflegeschule und Einsätzen in Heim, Krankenhaus und ambulantem Dienst. Mit Berufserfahrung ist eine Verkürzung möglich. Während der Ausbildung besteht Anspruch auf eine Ausbildungsvergütung, die sich bei tarifgebundenen Trägern nach dem TVAöD-Pflege oder den AVR richtet. Die abgeschlossene Assistenzausbildung kann auf die dreijährige Pflegefachausbildung angerechnet werden.
Offene Stellen als Pflegefachassistenz
In der Suche fortsetzenPflegefachassistenz | SZ Dissen (m/w/d)
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