Pflegepädagoge
Unterrichtet an Pflegeschulen und begleitet Auszubildende durch Theorie, Praxiseinsätze und Examen – mit pflegefachlichem Hintergrund und pädagogischem Studium.
36 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Pflegepädagoge verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 4.000 € | 4.500 € | 5.000 € | 54.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.500 € | 5.100 € | 5.700 € | 61.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.000 € | 5.700 € | 6.400 € | 68.400 € |
Orientiert an den Entgeltgruppen 11 bis 13 des TVöD und TV-L für Lehrkräfte an Pflegeschulen sowie an den AVR von Caritas und Diakonie; mit Masterabschluss ist die höhere Gruppe üblich. Private Bildungsträger zahlen nach Haustarif, meist etwas darunter, die Leitungsstufe liegt oberhalb der angegebenen Spanne.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Der Pflegepädagoge ist Lehrer für angehende Pflegefachkräfte. Er plant und hält Unterricht zu Anatomie, Pflegeprozess, Gerontologie, Recht oder Kommunikation, entwickelt Lernsituationen aus echten Pflegesituationen, prüft und benotet. Seit der generalistischen Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz gehört auch die Abstimmung mit den Praxiseinrichtungen dazu: Krankenhäuser, Pflegeheime und ambulante Dienste müssen ihre Einsätze so gestalten, dass sie zum schulinternen Curriculum passen, und die Schule besucht ihre Auszubildenden in der Praxis.
Das Pflegeberufegesetz verlangt von Lehrkräften an Pflegeschulen eine pflegepädagogische Hochschulqualifikation, für den theoretischen Unterricht grundsätzlich auf Masterniveau. Übergangsregelungen haben es bisher erlaubt, auch Lehrkräfte mit Bachelor oder älteren Weiterbildungen einzusetzen, doch die Richtung ist klar. Das macht den Beruf zu einem akademischen: Die meisten Pflegepädagogen haben eine Pflegeausbildung, einige Jahre Berufserfahrung und danach ein Studium der Pflegepädagogik oder Berufspädagogik Pflege.
In diesem Bestand stammen fast alle Anzeigen von einem einzigen Bildungsträger für Pflegeberufe, der an mehreren Standorten sucht; hinzu kommen Stellen einer Schwesternschaft und einer Klinik mit eigener Schule. Teilzeit ist selten ausdrücklich ausgeschrieben, in der Praxis aber an Schulen gut verhandelbar, weil Unterricht in Blöcken geplant wird. Der Arbeitsrhythmus folgt den Kursen: Theorieblöcke, Praxiseinsätze, Prüfungszeiten.
Der Bedarf an qualifizierten Lehrkräften ist in vielen Regionen größer als das Angebot, weil die Zahl der Ausbildungsplätze gestiegen und die Qualifikationsanforderung höher geworden ist. Aufstiegswege führen in die Kursleitung, die stellvertretende und die Schulleitung, die nach dem Gesetz ebenfalls eine Hochschulqualifikation auf Masterniveau voraussetzt.
Aufgaben
- Theoretischen und praktischen Unterricht planen und durchführen
- Lernsituationen und Unterrichtsmaterial entwickeln
- Klausuren, praktische und mündliche Prüfungen abnehmen
- Auszubildende in Praxiseinsätzen besuchen und begleiten
- Mit Praxisanleitern und Einrichtungen abstimmen
- Am schulinternen Curriculum mitarbeiten
- Kurse als Kursleitung organisieren und Auszubildende beraten
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung in einem Pflegeberuf
- Studium der Pflegepädagogik oder Berufspädagogik Pflege, für den theoretischen Unterricht in der Regel auf Masterniveau
- Berufserfahrung in der Pflege
- Freude am Unterrichten und didaktisches Geschick
- Sicherer Umgang mit digitalen Lernplattformen
- Organisationsfähigkeit bei Kurs- und Prüfungsplanung
Wo man arbeitet
- Pflegeschulen freier und kirchlicher Träger
- Bildungszentren von Kliniken und Klinikverbünden
- Akademien für Gesundheits- und Pflegeberufe
- Hochschulen mit Pflegestudiengängen
- Weiterbildungsinstitute für Pflegefachkräfte
Der Weg in den Beruf
Der Weg führt über eine dreijährige Pflegeausbildung und Berufserfahrung zu einem Studium der Pflegepädagogik, Berufspädagogik Pflege oder Medizinpädagogik, zunächst im Bachelor und für den theoretischen Unterricht im Master. Viele Studiengänge sind berufsbegleitend angelegt. Die Weiterbildung zum Praxisanleiter ist oft der erste pädagogische Schritt und hilft beim Verständnis der Praxisseite. Für die Schulleitung ist ebenfalls ein Masterabschluss vorgesehen.
Offene Stellen als Pflegepädagoge
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Verwandte Berufe
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Die Pflegedienstleitung verantwortet Dienstplan, Pflegequalität, Personal und Wirtschaftlichkeit eines Pflegeheims oder ambulanten Dienstes.
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