Plau am See
Plau am See ist keine Berufsbezeichnung, sondern eine Kleinstadt am Plauer See in Mecklenburg-Vorpommern. Dieses Profil beschreibt daher die Arbeit im Vertrieb und Kundenservice, wie sie dort vor allem im Einzelhandel, im Tourismus und in kleinen Betrieben vorkommt.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Plau am See verdient
2.900 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 4.300 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.500 € | 2.900 € | 30.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.500 € | 2.900 € | 3.400 € | 34.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.000 € | 3.500 € | 4.300 € | 42.000 € |
Maßgeblich ist, ob der Betrieb tarifgebunden ist: Im Einzelhandel gilt der Tarifvertrag für den Einzelhandel in Mecklenburg-Vorpommern, im Gastgewerbe der Tarifvertrag des DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern, doch viele kleine Betriebe in der Region zahlen ohne Tarif und oft nahe am Mindestlohn. Die Werte sind bundesweite Orientierung, in Mecklenburg-Vorpommern und in Saisonstellen liegen die Gehälter häufig darunter.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht man im Vertrieb und Kundenservice in Plau am See?
Plau am See ist eine Kleinstadt mit rund 6.000 Einwohnern, deren Wirtschaft stark vom Tourismus am Plauer See lebt. Vertrieb und Kundenservice bedeuten hier meist keinen Großraumvertrieb, sondern Arbeit im direkten Kundenkontakt: im Einzelhandel, an der Rezeption von Hotels und Ferienanlagen, bei Boots- und Fahrradverleihen, in Touristinformationen oder im Innendienst kleiner Handwerks- und Handelsbetriebe. Zum Alltag gehören Kundinnen und Kunden beraten, Waren kassieren und einräumen, Buchungen annehmen und ändern, Reklamationen bearbeiten, Angebote schreiben und Bestellungen bei Lieferanten auslösen. In kleinen Betrieben übernimmt eine Person oft mehrere dieser Aufgaben gleichzeitig.
Wie wird man das?
Der übliche Weg ist eine dreijährige duale Ausbildung, etwa als Kaufmann oder Kauffrau im Einzelhandel, als Verkäuferin oder Verkäufer (zwei Jahre), als Hotelfachkraft oder als Kaufmann für Tourismus und Freizeit. Berufsschulen gibt es in der Region, oft mit längeren Wegen etwa nach Parchim oder Güstrow. Quereinstieg ist im Verkauf und an Rezeptionen verbreitet, vor allem in der Saison, wenn Aushilfen und Saisonkräfte gesucht werden. Wer aus der Elternzeit zurückkehrt, findet häufig Teilzeitstellen, allerdings oft mit Wochenendarbeit.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist stark saisonal. Von Ostern bis Oktober herrscht Hochbetrieb mit langen Tagen, Arbeit an Wochenenden und Feiertagen und vielen Gästen auf einmal, im Winter ist es ruhig und manche Stellen sind befristet oder fallen weg. Im Verkauf steht man viele Stunden, hebt Kartons und arbeitet unter Zeitdruck an der Kasse. Unfreundliche oder enttäuschte Kunden gehören dazu und verlangen Geduld. Englischkenntnisse helfen im Tourismus, sind aber nicht überall nötig. Ohne Auto ist der Arbeitsweg in der ländlichen Umgebung schwierig, weil Bus und Bahn selten fahren.
Aussichten
Betriebe in Plau am See und im Umland suchen Personal, besonders im Gastgewerbe und im Einzelhandel, weil viele junge Menschen in größere Städte abwandern. Die Chancen auf eine Stelle sind daher gut, die Bezahlung liegt jedoch unter dem Bundesdurchschnitt. Entwicklung ist über Weiterbildungen möglich, etwa zum Handelsfachwirt, zur Fachwirtin im Gastgewerbe oder zur Filial- oder Empfangsleitung. Wer im Vertrieb größerer Unternehmen arbeiten oder deutlich mehr verdienen will, muss oft nach Schwerin, Rostock oder Hamburg pendeln oder umziehen. Wachsender Onlinehandel setzt kleinen Geschäften zu, während der Tourismus vergleichsweise stabil bleibt.
Aufgaben
- Kundinnen und Kunden im Laden oder am Telefon beraten
- Waren kassieren, einräumen und auszeichnen
- Buchungen für Unterkünfte, Boote oder Fahrräder annehmen und verwalten
- Reklamationen und Beschwerden bearbeiten
- Angebote und Rechnungen erstellen
- Bestellungen bei Lieferanten auslösen und Lieferungen prüfen
- Gäste über Ausflüge, Wege und Angebote in der Region informieren
Voraussetzungen
- Hauptschul- oder mittlerer Schulabschluss für die Ausbildung
- Freundlicher Umgang mit Menschen und Geduld bei Beschwerden
- Sicherheit im Rechnen und im Umgang mit Kasse und Computer
- Bereitschaft zu Wochenend- und Feiertagsarbeit in der Saison
- Körperliche Belastbarkeit für langes Stehen und Heben
- Führerschein von Vorteil wegen schlechter Busverbindungen
- Grundkenntnisse in Englisch im Tourismus hilfreich
Wo man arbeitet
- Einzelhandelsgeschäfte und Supermärkte
- Hotels, Pensionen und Ferienanlagen
- Touristinformation und Freizeitbetriebe
- Boots- und Fahrradverleihe
- Kleine Handels- und Handwerksbetriebe im Innendienst
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine duale Ausbildung von zwei bis drei Jahren, zum Beispiel als Verkäuferin oder Verkäufer, Kaufmann oder Kauffrau im Einzelhandel oder Hotelfachkraft, mit Abschluss vor der IHK. Quereinsteiger werden vor allem in der Saison angelernt. Später sind Weiterbildungen wie Handelsfachwirt oder Fachwirtin im Gastgewerbe möglich.
Offene Stellen als Plau am See
In der Suche fortsetzenPlau am See - Textilverkäufer (m/w/d)
Plau am See - Stellvertretende Filialleitung (m/w/d)
Plau am See - Kassenkraft (m/w/d)
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