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Gastronomie & Tourismus

Rezeption

Mitarbeitende an der Hotelrezeption empfangen Gäste, checken sie ein und aus, verwalten Reservierungen und Zimmer und sind erste Anlaufstelle für Fragen, Wünsche und Beschwerden. Gearbeitet wird meist im Schichtdienst, auch nachts und am Wochenende.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Rezeption verdient

2.850 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.300 bis 4.500 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.550 € 2.900 € 30.600 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.850 € 3.300 € 34.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.000 € 3.500 € 4.500 € 42.000 €

In tarifgebundenen Häusern gelten die regionalen Entgelttarifverträge für das Hotel- und Gaststättengewerbe zwischen DEHOGA und der Gewerkschaft NGG, viele kleinere Betriebe zahlen jedoch ohne Tarif und nahe am Mindestlohn. Am stärksten wirken Hotelkategorie, Region und die Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienste, die hier nicht eingerechnet sind.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Rezeptionistin oder ein Rezeptionist?

Die Rezeption ist der Ort, an dem Gäste ankommen und abreisen. Dort werden Anreisende begrüßt, Meldescheine ausgefüllt, Zimmerkarten codiert und Ausweise oder Kreditkarten geprüft. Bei der Abreise wird die Rechnung erstellt, Minibar und Zusatzleistungen werden nachgebucht und Zahlungen abgerechnet. Zwischen An- und Abreise laufen Telefonate, E-Mails und Buchungen über Portale wie Booking.com zusammen, die im Hotelprogramm gepflegt werden müssen. Dazu kommt die Abstimmung mit Housekeeping und Technik: Welche Zimmer sind gereinigt, wo tropft der Wasserhahn, wer reist früher an. Gäste wollen Restaurantempfehlungen, ein Taxi, einen Weckruf oder eine Lösung, wenn das Zimmer nicht passt. Im Nachtdienst übernimmt die Rezeption oft den Tagesabschluss, die Kassenprüfung und ist allein für das ganze Haus zuständig, inklusive Notfällen und Sicherheitsrundgängen.

Wie wird man Rezeptionistin oder Rezeptionist?

Einen eigenen Ausbildungsberuf mit diesem Namen gibt es nicht. Der übliche Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zur Hotelfachfrau oder zum Hotelfachmann, bei der die Rezeption einer von mehreren Bereichen ist, neben Service, Housekeeping und Küche. Wer mehr kaufmännische Inhalte sucht, kann die Ausbildung zur Kauffrau oder zum Kaufmann für Hotelmanagement machen. Quereinstieg ist verbreitet, besonders für Menschen mit kaufmännischer Ausbildung, Erfahrung im Tourismus oder im Kundenservice. Kleine Häuser und Ketten mit standardisierten Abläufen lernen häufig selbst an. Gute Englischkenntnisse werden fast überall erwartet, weitere Sprachen verbessern die Chancen deutlich.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit läuft im Schichtdienst: Frühschicht ab sechs Uhr, Spätschicht bis Mitternacht, dazu Nachtdienste, Wochenenden und Feiertage. Gerade dann, wenn andere frei haben, ist im Hotel am meisten los. Die Arbeit geschieht überwiegend im Stehen. Mehrere Dinge passieren gleichzeitig, etwa wenn eine Reisegruppe eincheckt, das Telefon klingelt und ein Gast sich über Lärm beschwert. Freundlichkeit muss auch bei unhöflichen oder aufgebrachten Gästen gewahrt bleiben, was auf Dauer anstrengend ist. Fehler bei Buchungen oder Abrechnungen fallen direkt auf. Viele Hotels sind knapp besetzt, sodass Überstunden und kurzfristiges Einspringen vorkommen. Die Bezahlung liegt im unteren bis mittleren Bereich, gemessen an Verantwortung und Arbeitszeiten.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch. Die Hotellerie sucht seit Jahren Personal, viele Häuser stellen auch ohne passende Ausbildung ein. Gleichzeitig verändern Self-Check-in-Terminals und digitale Zimmerschlüssel den Beruf, vor allem in Budgethotels, wo Rezeptionen teils nur noch zeitweise besetzt sind. In Häusern mit gehobenem Anspruch bleibt der persönliche Empfang wichtig. Mit Erfahrung führt der Weg zur Schichtleitung, zum Empfangschef oder Front Office Manager, in die Reservierungsabteilung oder ins Revenue Management, wo Preise und Auslastung gesteuert werden. Weiterbildungen zur Hotelbetriebswirtin oder zum Hotelbetriebswirt öffnen den Weg in die Hotelleitung. Die erworbenen Fähigkeiten sind auch in Kliniken, Firmenempfängen, Kreuzfahrt oder Reiseveranstaltern gefragt.

Aufgaben

  • Gäste empfangen sowie Check-in und Check-out durchführen
  • Reservierungen über Telefon, E-Mail und Buchungsportale bearbeiten
  • Rechnungen erstellen und Zahlungen abrechnen
  • Zimmerbelegung mit dem Housekeeping abstimmen
  • Auskünfte zu Hotel, Umgebung und Verkehrsverbindungen geben
  • Beschwerden aufnehmen und Lösungen finden
  • Tagesabschluss und Kassenprüfung im Nachtdienst erledigen

Voraussetzungen

  • Ausbildung als Hotelfachfrau oder Hotelfachmann oder vergleichbare Erfahrung im Kundenkontakt
  • Gute Englischkenntnisse, weitere Fremdsprachen von Vorteil
  • Sicherer Umgang mit Computer und Hotelsoftware
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenenddiensten
  • Freundliches Auftreten und Gelassenheit unter Zeitdruck
  • Sorgfalt beim Umgang mit Geld und Gästedaten

Wo man arbeitet

  • Hotels und Hotelketten
  • Pensionen und Gasthöfe
  • Ferienanlagen und Resorts
  • Kur- und Wellnesshotels
  • Jugendherbergen und Hostels
  • Kreuzfahrtschiffe

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zur Hotelfachfrau oder zum Hotelfachmann mit Abschlussprüfung vor der IHK. Alternativ führt die ebenfalls dreijährige Ausbildung zur Kauffrau oder zum Kaufmann für Hotelmanagement an die Rezeption. Quereinsteiger mit Erfahrung im Kundenservice werden häufig im Betrieb angelernt.

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