Sales Hunter
Sales Hunter gewinnen Neukunden für ein Unternehmen, meist im Geschäft mit anderen Firmen. Sie suchen Interessenten, sprechen sie an, führen Verkaufsgespräche und schließen Verträge ab.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Sales Hunter verdient
5.000 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 3.000 bis 8.500 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.000 € | 3.700 € | 4.700 € | 44.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.000 € | 5.000 € | 6.500 € | 60.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.200 € | 6.500 € | 8.500 € | 78.000 € |
Die Werte beziehen sich auf das Fixgehalt; dazu kommt meist eine erfolgsabhängige Provision, die das Jahreseinkommen um 20 bis 50 Prozent erhöhen kann, in Software-Vertrieben auch mehr. Einen Tarifvertrag gibt es in der Regel nicht, die Höhe hängt vor allem von Branche, Vertragsvolumen der Kunden und Unternehmensgröße ab.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Sales Hunter?
Sales Hunter sind im Vertrieb für das Neugeschäft zuständig. Im Unterschied zu Account Managern, die bestehende Kunden betreuen, besteht ihre Arbeit darin, Firmen zu finden, die bisher nichts beim eigenen Unternehmen kaufen, und sie zu Kunden zu machen. Der Alltag beginnt oft mit Recherche: Zielunternehmen in Datenbanken und auf LinkedIn heraussuchen, Ansprechpartner ermitteln, Kontaktlisten im CRM-System pflegen. Dann folgt die Kaltakquise per Telefon, E-Mail oder Social Media. Ein großer Teil der Anrufe endet ohne Ergebnis. Gelingt ein Termin, führt der Sales Hunter das Erstgespräch, fragt den Bedarf ab, präsentiert das Produkt, oft per Videocall, manchmal vor Ort beim Kunden oder auf Messen. Anschließend werden Angebote erstellt, Preise und Vertragsbedingungen verhandelt und Einwände ausgeräumt, bis der Vertrag unterschrieben ist. Danach übergibt der Sales Hunter den Kunden meist an ein Betreuungsteam. Typische Branchen sind Software und IT-Dienstleistungen, Telekommunikation, Personaldienstleistung, Logistik, Energie und Industrie.
Wie wird man Sales Hunter?
Eine vorgeschriebene Ausbildung gibt es nicht. Viele kommen über eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann oder Kauffrau im Groß- und Außenhandelsmanagement, für Büromanagement oder für Dialogmarketing. Andere haben ein Studium der Betriebswirtschaft, Wirtschaftsinformatik oder ein Fachstudium passend zur Branche, etwa Ingenieurwesen für technischen Vertrieb. Quereinstieg ist in diesem Beruf verbreitet: Unternehmen stellen häufig Menschen aus Gastronomie, Einzelhandel, Callcentern oder dem Sport ein, wenn sie gesprächsstark und belastbar sind. Der Einstieg erfolgt oft als Sales Development Representative oder Business Development Representative, wo zunächst nur Termine vereinbart werden. Wer dort Erfolge zeigt, übernimmt eigene Abschlüsse. Interne Verkaufstrainings und Zertifikate zu Methoden wie strukturierter Bedarfsanalyse ergänzen das Lernen im Beruf.
Was der Beruf verlangt
Der Beruf ist an Zahlen gebunden. Es gibt Quoten für Anrufe, Termine und Umsatz, die wöchentlich oder monatlich ausgewertet werden. Ein erheblicher Teil des Einkommens hängt vom Erfolg ab, schwache Monate machen sich auf dem Konto bemerkbar. Absagen gehören zum Alltag, und wer sie persönlich nimmt, hält nicht lange durch. Der Druck ist für viele die größte Belastung, die Fluktuation in Vertriebsteams ist hoch. Die Arbeitszeiten sind formal meist regulär, in Quartalsenden und bei großen Abschlüssen fallen aber Überstunden an. Im Außendienst kommen Reisen und Übernachtungen hinzu. Gefordert sind Gesprächsführung, Hartnäckigkeit, Selbstorganisation und die Fähigkeit, ein Produkt so gut zu verstehen, dass man Fachfragen des Kunden beantworten kann. Für internationale Kunden ist sicheres Englisch nötig.
Aussichten
Neukundengewinnung ist für fast jedes Unternehmen wichtig, Stellen gibt es entsprechend viele, besonders in der Softwarebranche und bei Dienstleistern. In wirtschaftlich schwachen Phasen werden Vertriebsteams allerdings schnell verkleinert, und erfolglose Mitarbeitende werden oft rasch ersetzt. Wer dauerhaft Abschlüsse liefert, hat gute Verhandlungsposition beim Gehalt. Entwicklungswege führen zum Key Account Manager für Großkunden, zum Enterprise-Vertrieb mit größeren Vertragsvolumen, zur Teamleitung oder zur Vertriebsleitung. Manche wechseln in Partner-Management, Sales Enablement oder machen sich als Vertriebsberater selbstständig.
Aufgaben
- Zielkunden recherchieren und Ansprechpartner ermitteln
- Kaltakquise per Telefon, E-Mail und LinkedIn betreiben
- Bedarfsanalysen und Produktpräsentationen durchführen
- Angebote erstellen und Preise verhandeln
- Verträge abschließen und an die Kundenbetreuung übergeben
- Kontakte und Verkaufschancen im CRM-System dokumentieren
- Kunden auf Messen und vor Ort besuchen
- Umsatzziele planen und die eigene Pipeline auswerten
Voraussetzungen
- Kaufmännische Ausbildung, Studium oder nachweisbare Vertriebserfahrung; Quereinstieg möglich
- Sicheres Auftreten am Telefon und im persönlichen Gespräch
- Hohe Frustrationstoleranz im Umgang mit Absagen
- Selbstorganisation und Arbeiten nach Zielvorgaben
- Umgang mit CRM-Systemen wie Salesforce oder HubSpot
- Gutes Englisch, besonders in international tätigen Firmen
- Führerschein Klasse B bei Außendiensttätigkeit
Wo man arbeitet
- Software- und IT-Unternehmen
- Telekommunikationsanbieter
- Personaldienstleister
- Logistikunternehmen
- Industriebetriebe und Großhandel
- Energieversorger
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung oder ein Bachelorstudium von drei bis vier Jahren, etwa in Betriebswirtschaft. Viele steigen auch ohne einschlägigen Abschluss als Sales Development Representative ein und übernehmen nach ein bis zwei Jahren eigene Abschlüsse.
Offene Stellen als Sales Hunter
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