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Technik & Ingenieurwesen

Servicetechniker Heizungstechnik

Der Servicetechniker für Heizungstechnik wartet, repariert und nimmt Heizungsanlagen und Wärmepumpen beim Kunden in Betrieb.

26 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Servicetechniker Heizungstechnik verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.050 € 3.350 € 3.700 € 40.200 €
Mit Berufserfahrung 3.450 € 3.800 € 4.200 € 45.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.850 € 4.250 € 4.750 € 51.000 €

Orientiert an den Lohntarifen des SHK-Handwerks, die je nach Landesinnungsverband unterschiedlich hoch sind; größere Installationsunternehmen zahlen häufig darüber. Zuschläge für Rufbereitschaft und Einsätze außerhalb der Regelarbeitszeit sind nicht eingerechnet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Der Servicetechniker in der Heizungstechnik ist der Handwerker, der nach der Installation kommt. Er nimmt neue Anlagen in Betrieb, stellt Regelung und Heizkurve ein, führt die jährliche Wartung durch und sucht Fehler, wenn die Heizung ausfällt. Sein Arbeitsplatz ist das Servicefahrzeug und der Heizungskeller des Kunden; die Aufträge kommen gebündelt über eine Einsatzplanung, oft mit mehreren Terminen am Tag in einer festen Region.

Das Berufsbild hat sich mit der Wärmewende verschoben. Neben Gas- und Ölkesseln gehören Wärmepumpen, Hybridanlagen und Solarthermie zum Alltag, und damit mehr Elektrotechnik und Software: Kältekreis, Verdichter, Invertersteuerung, Fernwartung über das Internet. Wer an Wärmepumpen mit Kältemittel arbeitet, braucht die entsprechende Sachkunde nach der Chemikalien-Klimaschutzverordnung. Die hydraulische Einbindung – Pufferspeicher, Pumpen, Abgleich – entscheidet mit darüber, ob eine Anlage effizient läuft, und ist deshalb ein Kernthema bei Störungen und Reklamationen.

In diesem Bestand stammen alle Anzeigen von einem einzigen bundesweit tätigen Heizungsinstallateur, der dieselbe Stelle regional ausschreibt, jeweils in Vollzeit und fester Anstellung. Das Bild des Bestands ist daher das eines Unternehmens mit zentraler Einsatzplanung, Firmenfahrzeug und Tourengebiet um den Wohnort. Im klassischen Handwerksbetrieb sieht die Rolle anders aus: Dort ist der Servicetechniker oft zugleich Monteur und wechselt zwischen Kundendienst und Baustelle.

Rufbereitschaft in der Heizperiode ist in vielen Betrieben üblich, weil Heizungsausfälle im Winter nicht warten können. Die Nachfrage nach Fachleuten ist hoch, weil der Bestand an Wärmepumpen wächst und ältere Anlagen weiter gewartet werden müssen. Der Weg nach oben führt über den Meister im Installateur- und Heizungsbauerhandwerk, die Spezialisierung auf Wärmepumpen oder in den technischen Außendienst eines Herstellers.

Aufgaben

  • Heizungsanlagen und Wärmepumpen in Betrieb nehmen und einregulieren
  • Wartungen nach Herstellervorgaben durchführen und dokumentieren
  • Störungen an Brenner, Regelung, Hydraulik und Kältekreis diagnostizieren
  • Defekte Bauteile tauschen und Reparaturen ausführen
  • Hydraulischen Abgleich und Regelungsoptimierung vornehmen
  • Kunden zur Bedienung und zum effizienten Betrieb einweisen
  • Arbeitsberichte und Materialverbrauch digital erfassen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Anlagenmechaniker SHK oder vergleichbar
  • Erfahrung mit Wärmepumpen oder Bereitschaft zur Weiterbildung
  • Kältetechnische Sachkunde für Arbeiten am Kältekreis
  • Elektrotechnisches Grundverständnis für Regelungen
  • Führerschein Klasse B
  • Bereitschaft zu Rufbereitschaft in der Heizperiode

Wo man arbeitet

  • Handwerksbetriebe für Sanitär, Heizung und Klima
  • Bundesweit tätige Installationsunternehmen
  • Werkskundendienst der Heizungshersteller
  • Energieversorger mit Wärmedienstleistungen
  • Gebäude- und Facility-Management-Dienstleister

Der Weg in den Beruf

Grundlage ist meist die dreieinhalbjährige Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik im Handwerk. Die Qualifikation für den Kundendienst entsteht danach durch Berufspraxis und Herstellerschulungen zu Geräten und Regelungen. Für Arbeiten an Wärmepumpen mit Kältemitteln ist ein Sachkundenachweis erforderlich, der in wenigen Tagen erworben wird. Aufstieg bietet der Meister im Installateur- und Heizungsbauerhandwerk oder der staatlich geprüfte Techniker für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik.

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