Zerspanungsmechaniker
Fertigt Metallteile durch Drehen, Fräsen oder Schleifen auf CNC-Maschinen und arbeitet dabei im Hundertstelbereich.
68 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Zerspanungsmechaniker verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.800 € | 3.200 € | 3.600 € | 38.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.250 € | 3.700 € | 4.150 € | 44.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.700 € | 4.250 € | 4.900 € | 51.000 € |
Hergeleitet aus den Facharbeiter-Entgeltgruppen der Flächentarife der Metall- und Elektroindustrie; tariffreie Betriebe zahlen spürbar weniger. Schichtzuschläge sind nicht eingerechnet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Zerspanen heißt: aus einem Rohteil wird durch Abtragen ein Werkstück. Gedreht, gefräst oder geschliffen, fast immer auf CNC-Maschinen, und mit Toleranzen, die im Hundertstelmillimeter liegen. Der Beruf hat vier Fachrichtungen – Drehmaschinensysteme, Frästechnik, Schleifmaschinensysteme und Automatendrehtechnik –, und die Entscheidung dafür fällt in der Ausbildung.
Der Unterschied zum Industriemechaniker ist der Kern: dort geht es um Instandhaltung und Montage, hier um Fertigung. Die Arbeit besteht aus Rüsten, Programmieren oder Anpassen des NC-Programms, dem ersten Teil, das vermessen wird, und der Serie, die danach läuft. Messschieber, Bügelmessschraube und Messmaschine sind dabei so wichtig wie die Maschine selbst – ein Maß, das niemand prüft, fällt erst beim Kunden auf.
In diesem Bestand ist etwa die Hälfte der Anzeigen ein Ausbildungsplatz, und die Betriebe sitzen auffällig oft in kleinen Orten statt in Großstädten. Das ist typisch für die Zulieferindustrie: mittelständische Fertiger auf dem Land, mit eigener Ausbildung, weil sich Fachkräfte dort schlecht abwerben lassen. Wer dort anfängt, sollte den Arbeitsweg mitrechnen – öffentliche Verbindungen gibt es zu Schichtbeginn selten.
Drei-Schicht-Betrieb ist verbreitet, oft im wöchentlichen Wechsel, und die Zuschläge dafür stehen selten in der Anzeige. Späne, Kühlschmierstoff und Maschinenlärm gehören zum Arbeitsplatz; Gehörschutz und Hautschutz sind keine Empfehlung, sondern Vorschrift. Was den Beruf trotzdem trägt, ist die unmittelbare Rückmeldung: Ein Teil ist entweder im Maß oder nicht, und das zeigt die Messung nach wenigen Minuten. Wer genau arbeitet, sieht das Ergebnis noch in derselben Schicht.
Aufgaben
- CNC-Maschinen rüsten und einrichten
- NC-Programme einlesen, anpassen und optimieren
- Werkstücke nach Zeichnung und Toleranzangabe fertigen
- Erstmuster vermessen und die Serie überwachen
- Werkzeuge auswählen, vermessen und wechseln
- Maße prüfen und Abweichungen dokumentieren
- Wartung und kleine Störungen an der Maschine beheben
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Zerspanungsmechaniker
- Lesen technischer Zeichnungen und Kenntnis der Toleranzangaben
- Sicherer Umgang mit Messmitteln
- Bereitschaft zur Schichtarbeit
- Räumliches Vorstellungsvermögen und Sorgfalt
Wo man arbeitet
- Zulieferbetriebe des Maschinenbaus
- Lohnfertigungen
- Werkzeug- und Formenbau
- Fahrzeug- und Luftfahrtindustrie
- Medizintechnik
Der Weg in den Beruf
Dualer Ausbildungsberuf über dreieinhalb Jahre mit Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer; die Fachrichtung wird im Betrieb festgelegt. Wer den zweijährigen Maschinen- und Anlagenführer gelernt hat, kann anschließend aufstocken. Danach führen zwei Wege weiter: der Industriemeister Metall oder der staatlich geprüfte Techniker, beide berufsbegleitend möglich und über das Aufstiegs-BAföG förderfähig. CNC-Programmierung und CAM sind die Zusatzqualifikationen, die sich in der Bezahlung am deutlichsten niederschlagen.
Offene Stellen als Zerspanungsmechaniker
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