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Logistik & Verkehr

Zusteller für die Tagzustellung

Zusteller in der Tagzustellung bringen Briefe, Pakete und Warensendungen tagsüber zu Privathaushalten und Firmen, zu Fuß, mit dem Fahrrad, E-Bike oder Transporter. Die Arbeit ist körperlich fordernd, läuft bei jedem Wetter und steht unter festem Zeitdruck.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Zusteller für die Tagzustellung verdient

2.850 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.250 bis 3.500 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.250 € 2.600 € 2.900 € 31.200 €
Mit Berufserfahrung 2.450 € 2.850 € 3.200 € 34.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.700 € 3.100 € 3.500 € 37.200 €

Am stärksten hängt das Gehalt vom Arbeitgeber ab: Bei der Deutschen Post gilt der Haustarifvertrag der Deutschen Post AG mit festen Entgeltgruppen und Erfahrungsstufen, während Subunternehmen privater Paketdienste oft nur knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn zahlen. Zuschläge für Samstagsarbeit, Überstunden im Weihnachtsgeschäft und Prämien sind in den Werten nicht enthalten.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Zusteller für die Tagzustellung?

Der Arbeitstag beginnt meist früh am Morgen im Zustellstützpunkt oder Depot. Dort werden Sendungen für den eigenen Bezirk sortiert, in Gangfolge gebracht und in Fahrzeug, Fahrradtaschen oder Zustellwagen geladen. Danach geht es auf die Tour: Briefe in Hausbriefkästen einwerfen, Pakete an der Haustür übergeben, Unterschriften per Handscanner einholen, Einschreiben und Nachnahmen abwickeln. Wer niemanden antrifft, gibt die Sendung beim Nachbarn ab, legt sie an einem vereinbarten Ablageort ab oder hinterlässt eine Benachrichtigungskarte und bringt das Paket zur Filiale oder Packstation. In der sogenannten Verbundzustellung werden Briefe und Pakete gemeinsam mit dem Transporter ausgeliefert. Am Ende der Tour werden nicht zustellbare Sendungen zurückgebracht, Abrechnungen erledigt und das Fahrzeug versorgt. Im Unterschied zur Zeitungszustellung in der Nacht findet die Arbeit überwiegend zwischen Morgen und Nachmittag statt.

Wie wird man Zusteller für die Tagzustellung?

Eine formale Ausbildung ist nicht vorgeschrieben, die meisten Beschäftigten kommen als Quereinsteiger. Neue Kräfte werden einige Tage bis Wochen von erfahrenen Kollegen auf der Tour eingearbeitet. Für die Paket- und Verbundzustellung wird fast immer ein Führerschein der Klasse B verlangt. Wer sich fachlich absichern will, kann die zweijährige duale Ausbildung zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen machen, die bei der Deutschen Post und bei größeren Paketdiensten angeboten wird. Auch Aushilfs- und Saisonstellen, etwa im Weihnachtsgeschäft, sind ein häufiger Einstieg, aus dem eine feste Stelle werden kann.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich hart. Pakete wiegen bis zu 31,5 Kilogramm, dazu kommen Treppen in Mehrfamilienhäusern ohne Aufzug, viele Kilometer zu Fuß oder auf dem Rad und häufiges Ein- und Aussteigen. Zugestellt wird bei Hitze, Regen, Schnee und Glätte. Die Sendungsmengen schwanken stark, vor Feiertagen und im Advent steigen sie deutlich, Überstunden sind dann üblich. Der Zeitdruck ist hoch, weil Touren auf eine bestimmte Dauer berechnet sind. Rücken- und Gelenkbeschwerden sind in diesem Beruf verbreitet. Hinzu kommen Parkplatznot, Verkehr und gelegentlich unfreundliche Empfänger. Bei Subunternehmen großer Paketdienste sind die Bedingungen oft schlechter als bei tarifgebundenen Arbeitgebern, mit längeren Arbeitstagen und knapper Bezahlung. Wer gerne selbstständig und an der frischen Luft arbeitet und körperlich belastbar ist, findet hier dagegen eine Tätigkeit mit klarer Struktur und ohne Büro.

Aussichten

Durch den Onlinehandel bleibt die Nachfrage nach Paketzustellern hoch, während die Briefmengen seit Jahren sinken. Zusteller werden laufend gesucht, auch weil viele den Beruf wegen der Belastung nach kurzer Zeit verlassen. Wer bleibt, kann einen festen Stammbezirk übernehmen, als Springer mehrere Touren abdecken oder neue Kräfte einarbeiten. Mit Erfahrung oder Ausbildung sind Aufstiege zur Teamleitung, zur Leitung eines Zustellstützpunkts oder in die Disposition möglich. Die Weiterbildung zum Fachwirt für Güterverkehr und Logistik eröffnet Wege in Planung und Führung. Elektrofahrzeuge, Paketstationen und digitale Routenplanung verändern die Arbeit, ersetzen den Zusteller an der Haustür aber absehbar nicht.

Aufgaben

  • Sendungen im Zustellstützpunkt sortieren und in Gangfolge bringen
  • Fahrzeug, Fahrrad oder Zustellwagen beladen
  • Briefe einwerfen und Pakete an der Haustür übergeben
  • Empfang per Handscanner und Unterschrift dokumentieren
  • Einschreiben, Nachnahmen und Ident-Sendungen abwickeln
  • Nicht zustellbare Sendungen in Filialen oder Packstationen bringen
  • Abholungen bei Geschäftskunden übernehmen
  • Tour abrechnen und Rückläufer abgeben

Voraussetzungen

  • Führerschein Klasse B, für die Briefzustellung teils nur Fahrradtauglichkeit
  • Körperliche Belastbarkeit für schweres Heben und viel Bewegung
  • Wetterfestigkeit und gute Gesundheit
  • Deutschkenntnisse zum Lesen von Adressen und für Kundenkontakt
  • Zuverlässigkeit und Sorgfalt im Umgang mit Sendungen
  • Orientierungssinn und Zeitmanagement
  • Teils ein einwandfreies Führungszeugnis

Wo man arbeitet

  • Brief- und Paketzustellstützpunkte der Deutschen Post
  • Depots privater Paketdienste
  • Subunternehmen von Paket- und Kurierdiensten
  • Regionale Briefdienste
  • Kurier- und Expressdienste

Der Weg in den Beruf

Die meisten steigen ohne Ausbildung nach einer Einarbeitung von einigen Tagen bis Wochen ein, für die Paketzustellung wird ein Führerschein der Klasse B erwartet. Alternativ führt die zweijährige duale Ausbildung zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen mit IHK-Abschluss in den Beruf.

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