Fachlagerist
Fachlageristen nehmen Waren an, lagern sie fachgerecht ein, kommissionieren Aufträge und bereiten den Versand vor – mit zweijähriger Ausbildung.
54 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Fachlagerist verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.550 € | 2.750 € | 2.950 € | 33.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.700 € | 2.950 € | 3.200 € | 35.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.850 € | 3.100 € | 3.400 € | 37.200 € |
Grundlage sind die Lagergruppen der Tarife im Groß- und Außenhandel und in Spedition und Logistik sowie die mittleren Entgeltgruppen des Zeitarbeitstarifs von iGZ und BAP mit Branchenzuschlägen. Die Werte liegen zwischen angelernten Lagerkräften und der Fachkraft für Lagerlogistik; Schichtzuschläge sind nicht eingerechnet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Der Fachlagerist ist der zweijährige Ausbildungsberuf im Lager. Er beherrscht die operativen Kernaufgaben: Ware annehmen und auf Menge und Beschädigungen prüfen, im System buchen, sachgerecht einlagern, Aufträge zusammenstellen, verpacken und verladen. Anders als angelernte Lagerkräfte kennt er die Gründe hinter den Regeln, etwa warum bestimmte Waren nicht zusammen gelagert werden dürfen, wie eine Ladung gegen Verrutschen gesichert wird oder warum eine Inventurdifferenz nicht einfach ausgebucht wird.
Von der Fachkraft für Lagerlogistik unterscheidet ihn vor allem die Planungsebene. Tourenplanung, Versandkostenoptimierung und die Steuerung von Lagerprozessen gehören zum dritten Ausbildungsjahr der Fachkraft, nicht zum Fachlageristen. Im Alltag verschwimmt die Grenze allerdings oft, und viele Betriebe setzen beide Berufe an denselben Arbeitsplätzen ein. Wer nach zwei Jahren weitermachen will, kann ein drittes Ausbildungsjahr anhängen und den höheren Abschluss erwerben.
In diesem Bestand ist etwa jede vierte Anzeige ein Ausbildungsplatz; die übrigen Stellen kommen überwiegend von Personaldienstleistern, die Fachlageristen an Logistik- und Industriekunden überlassen. Teilzeit wird nicht angeboten. Der Abschluss ist in der Zeitarbeit nützlich, weil er in eine höhere Entgeltgruppe führt als die Helfertätigkeit, und er verbessert die Chancen, nach dem Einsatz vom Kundenbetrieb übernommen zu werden.
Der Beruf eignet sich für Menschen, die praktisch arbeiten wollen und eine überschaubare Ausbildungszeit suchen, auch für Quereinsteiger, die nach einigen Jahren als Lagerhelfer einen Abschluss nachholen wollen. Körperliche Belastbarkeit, Schichtbereitschaft und der Umgang mit Staplern und Scannern gehören dazu. Mit Berufserfahrung sind Aufgaben als Vorarbeiter oder Schichtverantwortlicher möglich; wer weiter will, braucht in der Regel den Abschluss als Fachkraft für Lagerlogistik und danach eine Fortbildung.
Aufgaben
- Waren annehmen, kontrollieren und im System buchen
- Güter nach Lagerart und Vorschriften einlagern
- Aufträge kommissionieren und verpacken
- Sendungen kennzeichnen, sichern und verladen
- Bestände pflegen und an Inventuren mitwirken
- Flurförderzeuge und Scanner bedienen
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung zum Fachlageristen oder vergleichbare Erfahrung
- Staplerschein
- Sicherer Umgang mit Handscanner und Lagersoftware
- Körperliche Belastbarkeit
- Bereitschaft zu Schichtarbeit
- Sorgfalt und Teamfähigkeit
Wo man arbeitet
- Logistikzentren und Kontraktlogistiker
- Lager von Industrie und Handel
- Speditionen und Umschlagbetriebe
- Großhandel
- Personaldienstleister mit Einsatz im Kundenlager
Der Weg in den Beruf
Zweijährige duale Ausbildung mit Prüfung vor der IHK, ohne vorgeschriebenen Schulabschluss. Die Ausbildungsvergütung folgt dem Tarif der jeweiligen Branche. Nach dem Abschluss ist die Verlängerung um ein Jahr zur Fachkraft für Lagerlogistik möglich, wobei die Fachlageristenprüfung als erster Teil angerechnet wird. Erfahrene Lagerkräfte ohne Ausbildung können über die Externenprüfung zum Abschluss kommen.
Offene Stellen als Fachlagerist
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