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Handwerk & Produktion

Anlagenmechaniker

Anlagenmechaniker fertigen, montieren und warten Rohrleitungen, Behälter und technische Anlagen in Industrie, Anlagenbau und Versorgungstechnik.

22 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Anlagenmechaniker verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.950 € 3.250 € 3.600 € 39.000 €
Mit Berufserfahrung 3.300 € 3.650 € 4.050 € 43.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.650 € 4.100 € 4.600 € 49.200 €

Orientiert an den ERA-Tarifen der Metall- und Elektroindustrie für Facharbeiter, im Anlagenbau teils an Haustarifen, und für Überlassung an den Zeitarbeitstarifen (GVP-Tarifwerk) mit Branchenzuschlag. Montagezulagen, Auslösen und Schichtzuschläge sind nicht eingerechnet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Der Anlagenmechaniker ist ein Industrieberuf, der sich um Anlagen dreht, durch die etwas fließt: Rohrleitungssysteme, Behälter, Apparate, Kessel, Lüftungs- und Versorgungsanlagen. Er liest Rohrleitungs- und Isometriepläne, schneidet, biegt und schweißt Rohre, setzt Flansche und Armaturen, montiert Anlagenteile, führt Druck- und Dichtheitsprüfungen durch und hält bestehende Anlagen instand. Je nach Einsatzgebiet arbeitet er in der Werkstatt, in der Vorfertigung oder auf Montage beim Kunden, etwa in Kraftwerken, Raffinerien, Chemieparks oder auf Werften.

Wichtig ist die Abgrenzung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Beide heißen umgangssprachlich oft gleich, sind aber verschiedene Ausbildungsberufe: Der Anlagenmechaniker SHK ist ein Handwerksberuf für Gebäudetechnik, der hier beschriebene Anlagenmechaniker ein Industrieberuf nach der Ordnung der Metall- und Elektroberufe mit Einsatzgebieten wie Rohrsystemtechnik, Apparate- und Behälterbau, Anlagenbau oder Instandhaltung. Die Stellenanzeigen vermischen beides; ein Blick auf die Aufgaben zeigt, welcher gemeint ist. Wo Druckgeräte im Spiel sind, gelten zusätzlich die Vorgaben der Druckgeräterichtlinie und der Betriebssicherheitsverordnung, und Prüfungen werden von Sachverständigen abgenommen.

In diesem Bestand kommt ein großer Teil der Anzeigen von Personaldienstleistern, dazu Stellen aus dem Schiffbau und einzelne Ausbildungsplätze mit Einsatzgebiet Rohrsystemtechnik. Manche Anzeigen verbinden den Beruf mit Tätigkeiten in der Raum- und Lufttechnik oder in der Haustechnik. Teilzeit kommt nicht vor.

Die Arbeit ist körperlich, oft in engen Räumen, in der Höhe oder auf Baustellen mit wechselnden Einsatzorten, und bei Montage mit Übernachtungen verbunden. Schweißprüfungen erweitern die Einsatzmöglichkeiten deutlich. Wer weiterkommen will, qualifiziert sich zum Industriemeister Metall, zum Techniker oder als Schweißfachmann und übernimmt Montage- oder Instandhaltungsteams.

Aufgaben

  • Rohrleitungen und Anlagenteile nach Plänen fertigen und montieren
  • Rohre trennen, biegen, anpassen und verbinden
  • Schweiß-, Flansch- und Schraubverbindungen herstellen
  • Armaturen, Pumpen und Apparate einbauen
  • Druck- und Dichtheitsprüfungen durchführen
  • Anlagen warten, instand setzen und Störungen beheben
  • Montagearbeiten dokumentieren und Arbeitsschutzvorgaben einhalten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Anlagenmechaniker oder in einem verwandten Metallberuf
  • Sicheres Lesen von Rohrleitungs- und Isometrieplänen
  • Schweißprüfungen, etwa für WIG oder Elektrode, von Vorteil
  • Bereitschaft zu Montage und wechselnden Einsatzorten
  • Körperliche Belastbarkeit, Schwindelfreiheit
  • Führerschein Klasse B

Wo man arbeitet

  • Anlagen- und Rohrleitungsbau
  • Chemie-, Pharma- und Energieindustrie
  • Werften und Schiffbau
  • Apparate- und Behälterbau
  • Instandhaltungsdienstleister
  • Personaldienstleister mit Industrieeinsatz

Der Weg in den Beruf

Die Ausbildung zum Anlagenmechaniker dauert dreieinhalb Jahre und läuft dual mit IHK-Prüfung in einem Einsatzgebiet wie Rohrsystemtechnik, Apparate- und Behälterbau, Anlagenbau oder Instandhaltung. Einen bestimmten Schulabschluss setzt sie nicht voraus, die meisten Betriebe erwarten den Hauptschul- oder Mittleren Schulabschluss. Schweißerprüfungen werden oft schon während der Ausbildung abgelegt. Aufstieg bieten der Industriemeister Metall, der staatlich geprüfte Techniker und die Weiterbildung zum Schweißfachmann.

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