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Handwerk & Produktion

WIG-Schweißer

Der WIG-Schweißer fügt Bleche, Rohre und Bauteile aus Edelstahl, Aluminium und Stahl mit dem Wolfram-Inertgas-Verfahren, wo saubere und dichte Nähte gefordert sind.

26 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als WIG-Schweißer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.700 € 2.950 € 3.250 € 35.400 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 3.350 € 3.700 € 40.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.350 € 3.750 € 4.200 € 45.000 €

Orientiert an den Tarifen der Zeitarbeit (GVP-Tarifwerk, früher BAP und iGZ) in den Facharbeiter-Entgeltgruppen einschließlich Branchenzuschlag Metall und Elektro, sowie an den Entgeltrahmen der Metallindustrie für Direkteinstellungen. Schicht- und Auslöse-Zuschläge sind nicht eingerechnet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Das WIG-Schweißen ist das Verfahren für anspruchsvolle Nähte. Der Lichtbogen brennt zwischen einer nicht abschmelzenden Wolframelektrode und dem Werkstück, der Zusatzwerkstoff wird von Hand zugeführt, und ein Schutzgas, meist Argon, schirmt das Schmelzbad ab. Das ist langsamer als MAG-Schweißen, erlaubt aber präzise, spritzerfreie und optisch saubere Nähte. Deshalb kommt es überall dort zum Einsatz, wo Edelstahl, Aluminium oder dünne Wandstärken verarbeitet werden: im Rohrleitungs- und Anlagenbau, in der Lebensmittel- und Pharmatechnik, im Behälterbau und im Maschinenbau.

Die Arbeit verlangt eine ruhige Hand und viel Übung, weil Brenner und Zusatzdraht mit beiden Händen koordiniert werden und oft in Zwangslagen geschweißt wird – über Kopf, senkrecht, am Rohr rund um die Achse. Wer Druckgeräte oder tragende Bauteile schweißt, braucht eine gültige Schweißerprüfung nach DIN EN ISO 9606 für Verfahren, Werkstoff und Position; sie muss regelmäßig bestätigt werden. Arbeitgeber fragen in Anzeigen deshalb häufig nicht nach dem Beruf, sondern nach den Prüfungen, die jemand vorweisen kann.

In diesem Bestand kommen die Anzeigen ganz überwiegend von Personaldienstleistern, und die meisten Stellen sind ausdrücklich als Arbeitnehmerüberlassung ausgeschrieben. Eingesetzt wird dann bei Kunden aus Maschinenbau und Anlagenbau. Teilzeit kommt nicht vor. Wer über Zeitarbeit einsteigt, sollte auf die Branchenzuschläge achten, die mit der Einsatzdauer im Metallbetrieb steigen, und auf die Chance einer Übernahme.

Die Belastungen sind die des Metallberufs: Schweißrauch, UV-Strahlung, Hitze, Lärm aus der Umgebung und Schichtarbeit in vielen Betrieben. Absaugung und persönliche Schutzausrüstung sind Pflicht. Wer Edelstahl und Aluminium sicher in allen Positionen beherrscht, ist gesucht; der nächste Schritt ist der Schweißfachmann oder die Arbeit als Prüfer und Aufsicht in der Schweißtechnik.

Aufgaben

  • Bauteile, Rohre und Bleche nach Zeichnung und Schweißanweisung verschweißen
  • Edelstahl, Aluminium und Baustahl in verschiedenen Positionen fügen
  • Nahtvorbereitung durch Schleifen, Anfasen und Heften
  • Schweißparameter, Schutzgas und Elektroden einstellen und wählen
  • Nähte sichtprüfen und Nacharbeiten ausführen
  • Schweißgeräte und Arbeitsplatz warten und in Ordnung halten

Voraussetzungen

  • Ausbildung in einem Metallberuf, etwa Konstruktions- oder Anlagenmechaniker
  • Gültige Schweißerprüfung für das WIG-Verfahren nach DIN EN ISO 9606
  • Sicheres Lesen technischer Zeichnungen und Schweißsymbole
  • Ruhige Hand und Erfahrung in Zwangslagen
  • Bereitschaft zu Schichtarbeit
  • Sorgfalt im Arbeitsschutz beim Umgang mit Schweißrauch und Strahlung

Wo man arbeitet

  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Rohrleitungs- und Behälterbau
  • Lebensmittel- und Pharmaanlagenbau
  • Stahl- und Metallbaubetriebe
  • Personaldienstleister mit Einsatz in der Metallindustrie

Der Weg in den Beruf

WIG-Schweißer ist kein eigener Ausbildungsberuf. Die meisten kommen aus einer dreieinhalbjährigen Metallausbildung, etwa als Konstruktionsmechaniker, Anlagenmechaniker oder Metallbauer, und erwerben die Schweißerprüfungen in Lehrgängen, häufig bei den Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalten des DVS. Quereinsteiger können über reine Schweißlehrgänge einsteigen, die von der Arbeitsagentur gefördert werden können. Aufstieg bietet die Weiterbildung zum Schweißfachmann oder Schweißtechniker.

Offene Stellen als WIG-Schweißer

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