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Handwerk & Produktion

Betriebsschlosser

Hält in einem Betrieb die mechanischen Anlagen instand, fertigt und repariert Bauteile und übernimmt Schweiß- und Montagearbeiten.

11 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Betriebsschlosser verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.700 € 3.000 € 3.350 € 36.000 €
Mit Berufserfahrung 3.100 € 3.450 € 3.850 € 41.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.550 € 3.950 € 4.400 € 47.400 €

Grundlage sind die Facharbeitergruppen der Flächentarife der Metall- und Elektroindustrie sowie die Branchentarife der Entsorgungswirtschaft, die darunter liegen; in der Zeitarbeit gelten die Tarife von iGZ und BAP (GVP) mit Branchenzuschlägen. Schicht- und Rufbereitschaftszulagen sind nicht eingerechnet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Der Betriebsschlosser ist die mechanische Seite der betrieblichen Instandhaltung. Er repariert Förderbänder, Pumpen, Getriebe, Lager und Rohrleitungen, tauscht verschlissene Teile, richtet Wellen aus, fertigt in der Werkstatt Halterungen, Bleche und Ersatzteile an und schweißt, wenn ein Rahmen gerissen oder ein Behälter undicht ist. Oft sind die Anlagen schwer, verschmutzt und schlecht zugänglich, und die Arbeit findet nicht in einer sauberen Werkstatt statt, sondern in einer Sortieranlage, einer Kiesgrube oder einem Heizkraftwerk.

Wie beim Betriebselektriker ist der Titel keine Ausbildung, sondern eine Funktion. Früher gab es den Beruf Betriebsschlosser als eigenen Abschluss; heute führen die Ausbildungen zum Industriemechaniker, Anlagenmechaniker oder Metallbauer in die Rolle. In der Praxis zählt die Vielseitigkeit: Schweißen in mehreren Verfahren, Brennschneiden, Drehen und Bohren an der Werkstattmaschine, Hydraulik und Pneumatik, dazu Grundkenntnisse in Elektrik, damit man weiß, wann man die Elektrofachkraft rufen muss.

In diesem Bestand kommen die Anzeigen zum Teil von einem Personaldienstleister und zum Teil von einem großen Entsorgungs- und Recyclingunternehmen an mehreren Standorten; Teilzeit ist nicht ausgeschrieben. Gerade in der Entsorgungsbranche ist der Beruf stark gefragt, weil Sortier- und Aufbereitungsanlagen hohen Verschleiß haben und viel mechanische Instandhaltung verlangen. Schichtarbeit, Rufbereitschaft und Arbeit bei Wind und Wetter sind in solchen Betrieben üblich.

Die Nachfrage nach Betriebsschlossern ist stabil, weil jede Anlage altert und Ersatz nicht immer sofort zu bekommen ist. Wer gut schweißt und selbstständig Lösungen findet, wird in Betrieben geschätzt, die ihre Instandhaltung nicht vollständig an Fremdfirmen abgeben. Aufstiegswege sind der Vorarbeiter oder Schichtführer in der Instandhaltung und mit Meister- oder Technikerfortbildung die Leitung der Werkstatt.

Aufgaben

  • Mechanische Anlagenteile wie Pumpen, Getriebe und Förderer instand setzen
  • Verschleißteile tauschen und Wellen, Lager und Antriebe ausrichten
  • Bauteile in der Werkstatt fertigen, bohren, drehen und anpassen
  • Schweiß- und Brennschneidarbeiten ausführen
  • Hydraulische und pneumatische Systeme warten
  • Anlagen nach Wartungsplan prüfen und Mängel melden
  • Arbeiten dokumentieren und Ersatzteile anfordern

Voraussetzungen

  • Ausbildung als Industriemechaniker, Anlagenmechaniker, Metallbauer oder vergleichbar
  • Sichere Schweißkenntnisse, möglichst mit Schweißnachweisen
  • Erfahrung in der Instandhaltung von Maschinen und Anlagen
  • Kenntnisse in Hydraulik und Pneumatik
  • Bereitschaft zu Schichtarbeit und Rufbereitschaft
  • Körperliche Belastbarkeit und Arbeit auch im Außenbereich

Wo man arbeitet

  • Entsorgungs- und Recyclingbetriebe
  • Industrie- und Produktionsbetriebe
  • Kraftwerke und Versorgungsbetriebe
  • Bergbau, Kies- und Steinbruchbetriebe
  • Personaldienstleister mit Einsatz in Kundenbetrieben

Der Weg in den Beruf

Der Beruf Betriebsschlosser wird nicht mehr als eigener Abschluss ausgebildet. Heute führen die dreieinhalbjährigen Ausbildungen zum Industriemechaniker, Anlagenmechaniker oder Metallbauer in die Funktion; Schweißnachweise nach den gängigen Normen erwirbt man in Lehrgängen bei Schweißkursstätten. Industriemeister Metall und staatlich geprüfter Techniker Maschinenbau sind die üblichen Aufstiegsfortbildungen.

Offene Stellen als Betriebsschlosser

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