Zum Inhalt springen
Handwerk & Produktion

CNC-Dreher

CNC-Dreher richten computergesteuerte Drehmaschinen ein, programmieren sie und fertigen rotationssymmetrische Bauteile aus Metall und Kunststoff auf Hundertstel genau.

20 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als CNC-Dreher verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.650 € 3.000 € 3.400 € 36.000 €
Mit Berufserfahrung 3.050 € 3.450 € 3.900 € 41.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.500 € 3.950 € 4.500 € 47.400 €

In tarifgebundenen Betrieben gelten die ERA-Tarife der Metall- und Elektroindustrie; im Einsatz über Personaldienstleister die Entgeltgruppen der iGZ/BAP-Tarife zuzüglich Branchenzuschlägen der Metallindustrie. Die Werte liegen etwas unter denen des Zerspanungsmechanikers, weil viele Stellen reine Bedienung sind; Programmierer liegen am oberen Rand, Schichtzulagen sind nicht eingerechnet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Der CNC-Dreher ist keine eigene Ausbildungsbezeichnung, sondern die Stellenbezeichnung für Zerspaner, die an CNC-Drehmaschinen und Drehzentren arbeiten. Gefertigt werden Wellen, Bolzen, Flansche, Buchsen und andere Teile, die um eine Achse gedreht werden – vom Einzelstück im Werkzeugbau bis zur Serie in der Zulieferindustrie. Die Maschine übernimmt die Bewegung, aber Rüsten, Werkzeugauswahl, Schnittwerte und die Kontrolle der Maße liegen beim Menschen.

Wie anspruchsvoll die Stelle ist, hängt stark davon ab, was verlangt wird. Der Bediener legt Rohteile ein, startet das Programm, entnimmt und misst stichprobenartig. Der Einrichter bringt eine neue Serie auf die Maschine, spannt Werkzeuge und Vorrichtungen, fährt das erste Teil ein und korrigiert, bis die Maße stimmen. Wer außerdem programmiert, an der Steuerung – verbreitet sind Siemens Sinumerik, Heidenhain und Fanuc – oder über ein CAM-System, ist in der Regel der gefragteste und am besten bezahlte Teil der Belegschaft. Anzeigen, die nur CNC-Dreher heißen, lohnt es sich daraufhin genau zu lesen.

Im Bestand sind alle Anzeigen in Vollzeit ausgeschrieben, und fast die Hälfte stammt von Personaldienstleistern; der Rest kommt von Metallbaubetrieben und Zulieferern im verarbeitenden Gewerbe. Schichtarbeit ist verbreitet, bei Serienfertigung oft im Zwei- oder Dreischichtbetrieb. Die Arbeit findet in der Halle statt, mit Kühlschmierstoffen, Lärm und viel Stehen.

Die Nachfrage nach guten Zerspanern ist seit Jahren hoch, weil viele Fachkräfte in Rente gehen und der Nachwuchs knapp ist. Mit Erfahrung im Einrichten und Programmieren wachsen die Aufstiegschancen: zum Schichtführer, in die Arbeitsvorbereitung oder über die Fortbildung zum Industriemeister Metall oder staatlich geprüften Techniker. Wer an mehreren Steuerungen sicher ist und auch Drehfräszentren mit angetriebenen Werkzeugen beherrscht, hat bei der Stellensuche die größte Auswahl.

Aufgaben

  • Technische Zeichnungen lesen und Fertigungsschritte festlegen
  • CNC-Drehmaschinen rüsten, Werkzeuge und Spannmittel einrichten
  • Programme an der Steuerung erstellen, anpassen und einfahren
  • Serien- und Einzelteile fertigen und den Prozess überwachen
  • Maße mit Messschieber, Mikrometer und Messmaschine prüfen
  • Werkzeugverschleiß erkennen und Korrekturwerte setzen
  • Maschinen pflegen und kleinere Wartungen durchführen

Voraussetzungen

  • Ausbildung als Zerspanungsmechaniker, Industriemechaniker oder in einem vergleichbaren Metallberuf
  • Sicheres Lesen technischer Zeichnungen und Toleranzangaben
  • Erfahrung mit gängigen CNC-Steuerungen
  • Umgang mit Prüf- und Messmitteln
  • Bereitschaft zur Schichtarbeit
  • Sorgfalt und räumliches Vorstellungsvermögen

Wo man arbeitet

  • Zulieferbetriebe der Automobil- und Maschinenbauindustrie
  • Lohnfertiger und Zerspanungsbetriebe
  • Werkzeug- und Formenbau
  • Medizintechnik und Luftfahrtzulieferer
  • Personaldienstleister im Kundeneinsatz

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker, in der Drehen, Fräsen und Schleifen sowie das Programmieren von CNC-Maschinen vermittelt werden. Auch Industriemechaniker, Werkzeugmechaniker oder Feinwerkmechaniker kommen mit entsprechender Praxis an die Drehmaschine. Für Angelernte und Quereinsteiger gibt es CNC-Lehrgänge bei Bildungsträgern und Kammern, die bei der Agentur für Arbeit förderfähig sein können. Weiter nach oben geht es über den Industriemeister Metall oder den staatlich geprüften Techniker Maschinenbau.

Offene Stellen als CNC-Dreher

In der Suche fortsetzen

Verwandte Berufe

CNC-Fräser

Der CNC-Fräser richtet computergesteuerte Fräsmaschinen ein, fertigt Bauteile nach Zeichnung und prüft die Maße.

Offene Stellen
22
Monatsbrutto
2.850 – 4.450 €

Industriemechaniker

Hält Maschinen und Anlagen in Betrieb: fertigt Bauteile nach Zeichnung, montiert Baugruppen, wartet und sucht Störungen.

Offene Stellen
127
Monatsbrutto
2.800 – 5.000 €

Maschinen- und Anlagenführer

Maschinen- und Anlagenführer rüsten Produktionsanlagen, bedienen und überwachen sie, beheben Störungen und prüfen die Qualität der Erzeugnisse.

Offene Stellen
77
Monatsbrutto
2.450 – 4.300 €

Werkzeugmechaniker

Werkzeugmechaniker bauen, warten und ändern die Formen, Stanz- und Umformwerkzeuge, mit denen in der Serienfertigung Teile aus Metall und Kunststoff entstehen.

Offene Stellen
14
Monatsbrutto
2.950 – 4.950 €

Zerspanungsmechaniker

Fertigt Metallteile durch Drehen, Fräsen oder Schleifen auf CNC-Maschinen und arbeitet dabei im Hundertstelbereich.

Offene Stellen
68
Monatsbrutto
2.800 – 4.900 €

jobs-jobs-jobs.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz