Staplerfahrer
Staplerfahrer bewegen Paletten und schwere Lasten mit Gabelstaplern, be- und entladen Lkw und versorgen Produktion und Lager mit Material.
140 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Staplerfahrer verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.700 € | 2.950 € | 32.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.650 € | 2.900 € | 3.150 € | 34.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.800 € | 3.050 € | 3.350 € | 36.600 € |
Grundlage sind die Entgeltgruppen 2 und 3 des Zeitarbeitstarifs von iGZ und BAP mit den jeweiligen Branchenzuschlägen sowie die Staplerfahrergruppen der Tarife im Groß- und Außenhandel und in der Speditions- und Logistikbranche. Schicht-, Nacht- und Wochenendzuschläge sind nicht eingerechnet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Staplerfahrer arbeiten überall dort, wo Ware auf Paletten bewegt wird: im Wareneingang und Versand eines Logistikzentrums, in der Materialversorgung einer Fabrik, auf dem Hof eines Baustoffhändlers. Sie entladen Lkw, lagern Paletten in Hochregale ein, holen Material für die Produktion und stellen Sendungen für die Verladung bereit. Neben dem klassischen Frontstapler kommen Schubmaststapler für Hochregale, Seitenstapler für Langgut und Kommissionierstapler zum Einsatz, und nicht jeder Schein berechtigt ohne weitere Einweisung zu jedem Gerät.
Rechtlich braucht es mehr als Fahrgeschick. Wer einen Gabelstapler führt, muss mindestens 18 Jahre alt, körperlich geeignet und nach dem DGUV Grundsatz 308-001 ausgebildet sein, und der Arbeitgeber muss ihn schriftlich mit dem Führen beauftragen. Hinzu kommen die jährliche Unterweisung und die Einweisung in das jeweilige Gerät. Der Führerschein für den Straßenverkehr ist für die Arbeit im Betrieb nicht nötig, wird aber häufig gewünscht, weil viele Lager schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind.
In diesem Bestand ist der Beruf fest in der Hand der Zeitarbeit: Weit überwiegend schreiben Personaldienstleister die Stellen aus, ein guter Teil ausdrücklich als Arbeitnehmerüberlassung. Teilzeit kommt praktisch nicht vor. Staplerfahrer werden gebraucht, wo Umschlagsspitzen abgefangen werden müssen, und genau dafür setzen Logistiker und Industrie Leiharbeit ein. Die Übernahme in die Stammbelegschaft ist möglich, aber nicht die Regel; im Vorstellungsgespräch lohnt sich die Frage nach der Übernahmequote im jeweiligen Einsatzbetrieb.
Die Arbeit verlangt Konzentration über die ganze Schicht. Unfälle mit Flurförderzeugen gehören zu den häufigsten schweren Arbeitsunfällen im Lager, und zu ihnen kommt es selten durch fehlendes Können, sondern durch Routine, Zeitdruck und Fußgänger im Fahrweg. Wer zuverlässig und schadenfrei fährt, übernimmt oft Zusatzaufgaben im Wareneingang oder in der Verladeplanung und findet von dort den Weg in die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik.
Aufgaben
- Lkw und Container mit dem Stapler be- und entladen
- Paletten ein- und auslagern, auch im Hochregal
- Produktion und Montagelinien mit Material versorgen
- Ladung sichern und Ladungsträger prüfen
- Buchungen mit Handscanner oder Staplerterminal vornehmen
- Tägliche Sicht- und Funktionsprüfung am Stapler durchführen
- Leergut, Verpackung und Abfall abtransportieren
Voraussetzungen
- Staplerschein nach DGUV Grundsatz 308-001
- Mindestalter 18 Jahre und gesundheitliche Eignung
- Erfahrung mit Front- oder Schubmaststapler
- Bereitschaft zu Schichtarbeit
- Sicherheitsbewusstsein und Konzentrationsfähigkeit
- Häufig Führerschein Klasse B für die Anfahrt
Wo man arbeitet
- Logistikzentren und Speditionen
- Industrie- und Produktionsbetriebe
- Groß- und Baustoffhandel
- Häfen und Umschlagterminals
- Personaldienstleister mit Einsatz im Kundenbetrieb
Der Weg in den Beruf
Staplerfahrer ist kein Ausbildungsberuf. Die Qualifikation entsteht über die Ausbildung nach dem DGUV Grundsatz 308-001, die mit Theorie- und Praxisprüfung in der Regel wenige Tage dauert und von Arbeitgebern, Bildungsträgern oder über einen Bildungsgutschein der Arbeitsagentur finanziert wird. Zusatzmodule für Schubmast-, Seiten- oder Teleskopstapler folgen bei Bedarf. Langfristig führt der Weg über die Ausbildung oder Externenprüfung zum Fachlageristen oder zur Fachkraft für Lagerlogistik.
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