Elektriker
Installiert, prüft und repariert elektrische Anlagen in Gebäuden und Betrieben – als Elektrofachkraft mit Ausbildung im Handwerk oder in der Industrie.
41 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Elektriker verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.850 € | 3.150 € | 3.450 € | 37.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.100 € | 3.500 € | 3.900 € | 42.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.400 € | 3.900 € | 4.400 € | 46.800 € |
Grundlage sind die regionalen Tarife des Elektrohandwerks und für Industrieeinsätze die Flächentarife der Metall- und Elektroindustrie; bei Personaldienstleistern gilt das Tarifwerk der Zeitarbeit (GVP) mit Branchenzuschlägen. Die Werte liegen etwas unter denen des Elektronikers, weil der Titel auch Stellen im Handwerk ohne Tarifbindung umfasst; Rufbereitschaft und Montagezulagen sind nicht eingerechnet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Elektriker ist die Alltagsbezeichnung, nicht der Ausbildungsberuf. Hinter den Anzeigen stehen meist Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik aus dem Handwerk oder Elektroniker für Betriebstechnik aus der Industrie, manchmal auch ältere Abschlüsse wie Elektroinstallateur. Gemeinsam ist ihnen der rechtliche Kern: Arbeiten an elektrischen Anlagen darf nur eine Elektrofachkraft ausführen oder beaufsichtigen, und die setzt eine einschlägige Ausbildung voraus. Deshalb verlangen fast alle Stellen einen Abschluss, auch wenn im Titel nur Elektriker steht.
Die Arbeit reicht vom Verlegen von Leitungen und Setzen von Verteilungen im Neubau über die Fehlersuche in bestehenden Anlagen bis zur wiederkehrenden Prüfung nach DGUV Vorschrift 3, bei der ortsfeste Anlagen und ortsveränderliche Geräte gemessen und protokolliert werden. Im Facility Management kommen Beleuchtung, Notstrom, Brandmeldetechnik und Zutrittskontrollen dazu, in Produktionsbetrieben Motoren, Schaltschränke und Steuerungen. Gute Elektriker lesen Stromlaufpläne sicher und arbeiten nach den fünf Sicherheitsregeln, bevor sie etwas anfassen.
In diesem Bestand kommt ein großer Teil der Anzeigen von Personaldienstleistern, die Elektriker an Industrie- und Handwerksbetriebe überlassen oder vermitteln. Teilzeit kommt nicht vor. Einige Titel nennen ausdrücklich das Facility Management, also den Betrieb und die Instandhaltung von Gebäudetechnik statt der Neuinstallation. Das ist ein Unterschied, der sich im Alltag bemerkbar macht: feste Objekte und Rufbereitschaft auf der einen Seite, wechselnde Baustellen auf der anderen.
Die Nachfrage ist hoch, und sie wird von mehreren Entwicklungen getrieben: Photovoltaik und Speicher, Wallboxen, Wärmepumpen und die Modernisierung alter Hausinstallationen. Wer sich in einem dieser Felder spezialisiert oder den Meister macht, hat gute Aussichten. Der Meisterbrief ist Voraussetzung für die Eintragung in das Installateurverzeichnis des Netzbetreibers und damit für die Selbstständigkeit.
Aufgaben
- Leitungen verlegen, Verteilungen und Schaltanlagen montieren
- Elektrische Anlagen in Betrieb nehmen und Fehler suchen
- Prüfungen nach DGUV Vorschrift 3 durchführen und protokollieren
- Beleuchtung, Notstrom- und Sicherheitstechnik instand halten
- Photovoltaik, Wallboxen und Wärmepumpen anschließen
- Motoren, Antriebe und Steuerungen in Betrieben warten
- Arbeiten nach Plan dokumentieren und Material disponieren
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Elektroniker oder in einem vergleichbaren Elektroberuf
- Kenntnis der einschlägigen VDE-Bestimmungen
- Sicheres Lesen von Stromlauf- und Installationsplänen
- Führerschein Klasse B
- Bereitschaft zu Rufbereitschaft oder wechselnden Einsatzorten
- Sorgfältige, sicherheitsbewusste Arbeitsweise
Wo man arbeitet
- Elektrohandwerksbetriebe
- Facility-Management-Dienstleister
- Industrie- und Produktionsbetriebe
- Stadtwerke und Energieversorger
- Personaldienstleister mit Einsatz in Kundenbetrieben
Der Weg in den Beruf
Der übliche Weg ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik im Handwerk oder zum Elektroniker für Betriebstechnik in der Industrie. Wer nur eine Teilqualifikation hat, etwa als Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten, darf nur einen begrenzten Kreis von Arbeiten übernehmen. Aufstieg führt über den Meister im Elektrotechnikerhandwerk, den Industriemeister Elektrotechnik oder den staatlich geprüften Techniker; ein Studium der Elektrotechnik steht mit Hochschulzugangsberechtigung offen.
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