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Bau & Immobilien

Immobilienkaufmann / zur Immobilienkauffrau

Immobilienkaufleute verwalten, vermieten und verkaufen Wohnungen, Häuser und Gewerbeflächen. Sie kümmern sich um Mietverträge, Nebenkostenabrechnungen, Eigentümerversammlungen und die Abwicklung von Bau- und Sanierungsprojekten.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Immobilienkaufmann / zur Immobilienkauffrau verdient

3.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.600 bis 6.000 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.600 € 3.000 € 3.400 € 36.000 €
Mit Berufserfahrung 3.200 € 3.700 € 4.400 € 44.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.000 € 4.800 € 6.000 € 57.600 €

Wohnungsunternehmen und Genossenschaften zahlen oft nach dem Tarifvertrag für die Beschäftigten in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, private Hausverwaltungen und Makler meist frei verhandelt und teils deutlich darunter. Im Vertrieb hängt ein großer Teil des Einkommens von Provisionen ab und schwankt mit dem Immobilienmarkt.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Immobilienkaufmann / eine Immobilienkauffrau?

Der größte Teil der Arbeit findet in der Verwaltung von Wohnungsbeständen statt, etwa bei Wohnungsgenossenschaften, kommunalen Wohnungsgesellschaften oder privaten Hausverwaltungen. Immobilienkaufleute schließen Mietverträge ab, führen Wohnungsübergaben und -abnahmen durch, erstellen Betriebs- und Heizkostenabrechnungen und bearbeiten Mieterhöhungen. Sie nehmen Schadensmeldungen entgegen, beauftragen Handwerksbetriebe und kontrollieren deren Rechnungen. In der Verwaltung von Eigentumswohnungen bereiten sie Eigentümerversammlungen vor, schreiben Protokolle und setzen Beschlüsse um. Hinzu kommen Mahnwesen, Buchhaltung und die Planung von Instandhaltungsrücklagen. Wer im Vertrieb oder bei einem Makler arbeitet, bewertet Objekte, erstellt Exposés, führt Besichtigungen durch und begleitet Käufer bis zum Notartermin. Ein kleinerer Teil ist in der Projektentwicklung oder Finanzierung tätig und rechnet dort Bauvorhaben und Kredite durch.

Wie wird man Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau?

Der übliche Weg ist die duale Ausbildung, die drei Jahre dauert und mit der Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer endet. Bei guten Leistungen und Abitur ist eine Verkürzung auf zweieinhalb oder zwei Jahre möglich. Gesetzlich ist kein Schulabschluss vorgeschrieben, die meisten Betriebe stellen aber Bewerberinnen und Bewerber mit Fachhochschulreife oder Abitur ein. Wichtig sind solide Kenntnisse in Mathematik und Deutsch. Quereinsteiger aus anderen kaufmännischen Berufen, etwa aus Bank oder Büro, finden über Weiterbildungen zum Immobilienverwalter oder über eine Umschulung in den Beruf. Wer als Makler oder Verwalter selbstständig arbeiten will, braucht zusätzlich eine Erlaubnis nach Paragraf 34c der Gewerbeordnung, Verwalter außerdem einen Sachkundenachweis.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist überwiegend Büroarbeit mit festen Zeiten, unterbrochen von Terminen vor Ort. Eigentümerversammlungen finden häufig abends statt, Besichtigungen im Vertrieb auch am Wochenende. Belastend ist vor allem der Umgang mit Konflikten: Mieter beschweren sich über Schimmel oder Lärm, Eigentümer streiten über Kosten, Zahlungsrückstände müssen eingetrieben werden, manchmal bis zur Räumungsklage. Die Abrechnungszeit für Nebenkosten bringt jedes Jahr Wochen mit hohem Druck. Das Mietrecht, das Wohnungseigentumsgesetz und das Energierecht ändern sich laufend, wer den Überblick verliert, macht teure Fehler. In vielen Hausverwaltungen betreut eine Person mehrere hundert Einheiten, die Arbeitsdichte ist entsprechend hoch. Im Maklergeschäft hängt das Einkommen oft an Abschlüssen, was in schwachen Marktphasen unsicher ist.

Aussichten

Verwalter und Bestandsbetreuer werden gesucht, weil viele erfahrene Fachkräfte in den Ruhestand gehen und die Anforderungen durch Sanierungspflichten und Energievorgaben steigen. Der Maklermarkt schwankt dagegen stark mit Zinsen und Kaufpreisen. Nach einigen Berufsjahren ist die Weiterbildung zum Immobilienfachwirt üblich, die zu Teamleitung oder Objektverantwortung führt. Weitere Wege sind ein Studium der Immobilienwirtschaft, eine Spezialisierung auf Gewerbeimmobilien, Bewertung oder Facility Management sowie die Selbstständigkeit als Verwalter oder Makler.

Aufgaben

  • Mietverträge vorbereiten und Wohnungsübergaben durchführen
  • Betriebs- und Heizkostenabrechnungen erstellen
  • Schadensmeldungen bearbeiten und Handwerksbetriebe beauftragen
  • Eigentümerversammlungen vorbereiten und Beschlüsse umsetzen
  • Mieteingänge überwachen und Mahnverfahren einleiten
  • Exposés erstellen und Besichtigungen führen
  • Instandhaltungen und Sanierungen planen und abrechnen

Voraussetzungen

  • Meist Fachhochschulreife oder Abitur, mindestens ein guter mittlerer Schulabschluss
  • Sicherer Umgang mit Zahlen und Tabellenkalkulation
  • Gute schriftliche und mündliche Ausdrucksfähigkeit
  • Belastbarkeit im Umgang mit Beschwerden und Konflikten
  • Bereitschaft, sich laufend in Miet- und Wohnungseigentumsrecht einzuarbeiten
  • Führerschein für Termine vor Ort, in vielen Betrieben erwartet
  • Für Selbstständigkeit Erlaubnis nach Paragraf 34c Gewerbeordnung

Wo man arbeitet

  • Wohnungsgenossenschaften und kommunale Wohnungsgesellschaften
  • Private Hausverwaltungen
  • Immobilienmaklerbüros
  • Projektentwickler und Bauträger
  • Banken und Versicherungen mit Immobilienabteilung
  • Facility-Management-Unternehmen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung in einem Immobilienunternehmen und an der Berufsschule, abgeschlossen mit der IHK-Prüfung zum Immobilienkaufmann oder zur Immobilienkauffrau. Mit Abitur oder guten Leistungen lässt sie sich auf zwei bis zweieinhalb Jahre verkürzen. Danach folgt häufig die Weiterbildung zum Geprüften Immobilienfachwirt.

Offene Stellen als Immobilienkaufmann / zur Immobilienkauffrau

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