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Gastronomie & Tourismus

Kantinenmitarbeiter

Kantinenmitarbeiter bereiten in Betriebs-, Behörden-, Schul- und Krankenhauskantinen Speisen vor, geben sie aus, kassieren und halten Küche und Speiseraum sauber. Der Beruf ist meist ohne Ausbildung zugänglich, körperlich fordernd und eher niedrig bezahlt.

34 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Kantinenmitarbeiter verdient

2.550 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 3.300 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.350 € 2.600 € 28.200 €
Mit Berufserfahrung 2.300 € 2.550 € 2.850 € 30.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.500 € 2.850 € 3.300 € 34.200 €

Das Gehalt hängt vor allem vom Arbeitgeber ab: Im öffentlichen Dienst, etwa in Kliniken oder Behörden, gilt meist der TVöD oder TV-L und liegt spürbar über dem Niveau privater Caterer, die nach den Landestarifverträgen des Hotel- und Gaststättengewerbes (DEHOGA/NGG), nach Haustarifen oder ohne Tarif nahe am gesetzlichen Mindestlohn zahlen. Weil viele Stellen Teilzeit sind, liegt das tatsächliche Monatseinkommen oft deutlich unter diesen Vollzeitwerten.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Kantinenmitarbeiter?

Kantinenmitarbeiter sorgen dafür, dass in Betrieben, Behörden, Schulen, Kliniken oder Pflegeheimen jeden Tag zu festen Zeiten Essen für viele Menschen bereitsteht. Der Arbeitstag beginnt früh: Waren annehmen, Lieferscheine prüfen, Gemüse waschen und schneiden, Salate anrichten, Brötchen belegen, Desserts portionieren. Je nach Betrieb helfen sie beim Kochen nach Rezeptvorgaben, erwärmen angelieferte Komponenten oder bedienen Kombidämpfer und Kippbratpfannen. Zur Mittagszeit stehen sie an der Ausgabe, portionieren Essen auf Teller, füllen Buffets nach und sitzen an der Kasse. Danach folgen Abräumen, Spülen, Reinigen von Geräten, Böden und Arbeitsflächen. Dazu gehört das Dokumentieren von Temperaturen und Reinigungsschritten nach den Hygieneregeln, die in der Gemeinschaftsverpflegung streng kontrolliert werden.

Wie wird man Kantinenmitarbeiter?

Eine vorgeschriebene Ausbildung gibt es nicht. Die meisten Beschäftigten kommen als Quereinsteiger, oft aus dem Einzelhandel, der Reinigung oder nach einer Familienpause. Eingearbeitet wird im Betrieb, meist in wenigen Wochen. Pflicht ist vor Arbeitsbeginn die Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz beim Gesundheitsamt oder einem beauftragten Arzt. Wer sich fachlich absichern und später mehr verdienen möchte, kann die zweijährige duale Ausbildung zur Fachkraft Küche oder die dreijährige Ausbildung zum Koch machen. Auch eine Ausbildung zum Fachmann für Systemgastronomie passt. Viele Caterer bieten interne Schulungen zu Hygiene, Allergenkennzeichnung und Kassensystemen an.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Man steht fast die ganze Schicht, trägt Kisten und volle Behälter, arbeitet in Hitze, Dampf und Nässe und mit Reinigungsmitteln. Rücken, Knie und Hände werden auf Dauer stark beansprucht. Die Essensausgabe verlangt Tempo: In kurzer Zeit müssen hunderte Portionen raus, Rückfragen zu Allergenen beantwortet und Kassenvorgänge erledigt werden. Die Arbeitszeiten haben eine Besonderheit: In Betriebs- und Behördenkantinen beginnt der Dienst oft zwischen sechs und sieben Uhr, endet aber am Nachmittag, und Wochenenden sind meist frei. In Kliniken, Heimen und bei Großcaterern wird dagegen auch am Wochenende und an Feiertagen gearbeitet. Viele Stellen sind Teilzeit- oder Minijobs, was das Einkommen zusätzlich begrenzt. Das Gehalt liegt häufig nah am gesetzlichen Mindestlohn. Eintönige Abläufe und ein fester Takt gehören zum Alltag.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil, denn Gemeinschaftsverpflegung wird überall gebraucht, und viele Betriebe suchen dauerhaft Personal. Durch den Ausbau des Ganztagsangebots an Grundschulen wächst der Bedarf an Schulverpflegung. Gleichzeitig verändern Homeoffice und schwankende Gästezahlen das Geschäft in Betriebskantinen; manche werden verkleinert oder an Caterer vergeben. Aufstiegsmöglichkeiten bestehen zur Schicht- oder Ausgabeleitung, mit einer abgeschlossenen Ausbildung auch zur Fachkraft in der Küche oder zum Koch. Mit Weiterbildungen etwa zum Küchenmeister oder zur Fachkraft für Gemeinschaftsverpflegung sind auch Leitungsaufgaben erreichbar. Wer im öffentlichen Dienst, etwa in einer Kliniküche, eine Stelle findet, hat meist sicherere Verträge und planbarere Gehaltsstufen.

Aufgaben

  • Waren annehmen, prüfen und einlagern
  • Gemüse, Salate und Beilagen vorbereiten
  • einfache Gerichte nach Rezeptvorgaben zubereiten oder erwärmen
  • Speisen an der Ausgabe portionieren und Buffets auffüllen
  • an der Kasse abrechnen und Fragen zu Allergenen beantworten
  • Geschirr spülen sowie Geräte, Böden und Arbeitsflächen reinigen
  • Temperaturen und Reinigungsschritte nach Hygieneplan dokumentieren

Voraussetzungen

  • Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz
  • körperliche Belastbarkeit für langes Stehen, Heben und Arbeit in Hitze
  • Sorgfalt im Umgang mit Hygieneregeln
  • ausreichende Deutschkenntnisse für Rezepte, Kennzeichnungen und Gästefragen
  • Bereitschaft zu frühem Arbeitsbeginn
  • Tempo und Ruhe in Stoßzeiten

Wo man arbeitet

  • Betriebskantinen von Unternehmen
  • Kantinen in Behörden und Verwaltungen
  • Küchen von Krankenhäusern und Pflegeheimen
  • Schul- und Kitaverpflegung
  • Mensen von Hochschulen
  • Catering-Unternehmen für Gemeinschaftsverpflegung

Der Weg in den Beruf

Der Einstieg erfolgt meist ohne Ausbildung nach einer Einarbeitung im Betrieb von wenigen Wochen; nötig ist nur die Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz. Wer sich qualifizieren will, kann die zweijährige duale Ausbildung zur Fachkraft Küche oder die dreijährige Ausbildung zum Koch mit Abschluss vor der IHK absolvieren.

Offene Stellen als Kantinenmitarbeiter

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