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Handwerk & Produktion

Metallbauer / Schlosser

Metallbauer und Schlosser fertigen, montieren und reparieren Konstruktionen aus Stahl, Edelstahl und Aluminium, etwa Treppen, Geländer, Tore, Fenster, Stahlbauteile oder Fahrzeugaufbauten. Die Arbeit wechselt zwischen Werkstatt und Baustelle.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Metallbauer / Schlosser verdient

3.200 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.400 bis 4.500 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.700 € 3.100 € 32.400 €
Mit Berufserfahrung 2.800 € 3.200 € 3.700 € 38.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.300 € 3.800 € 4.500 € 45.600 €

Entscheidend ist, ob im Handwerk oder in der Industrie gearbeitet wird: Im Handwerk gelten regionale Tarifverträge des Metall- und Elektrohandwerks, an die viele kleine Betriebe aber nicht gebunden sind, während Industriebetriebe mit Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall) spürbar mehr zahlen. Montagezulagen, Auslöse und Überstunden können das Einkommen zusätzlich deutlich erhöhen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Metallbauer / Schlosser?

Metallbauer stellen Bauteile und Konstruktionen aus Metall her und bauen sie beim Kunden ein. Typische Produkte sind Treppen, Balkongeländer, Vordächer, Hoftore, Zäune, Stahlträger, Fenster- und Türelemente aus Aluminium sowie Hallenkonstruktionen. In der Werkstatt lesen sie technische Zeichnungen, messen an, sägen, bohren, kanten und biegen Profile und Bleche, schweißen die Teile zusammen und schleifen die Nähte. Danach folgen Oberflächenbehandlung, Transport und Montage auf der Baustelle, wo Bauteile verschraubt, ausgerichtet und mit Dübeln oder Schweißnähten befestigt werden. Ein großer Teil der Arbeit besteht aus Reparaturen und Wartung, etwa an Toranlagen, Schlössern oder Brandschutztüren. Der Beruf gliedert sich in die Fachrichtungen Konstruktionstechnik, Metallgestaltung und Nutzfahrzeugbau. Die Bezeichnung Schlosser ist älter und wird umgangssprachlich weiter für ähnliche Tätigkeiten verwendet, auch in Industriebetrieben, wo Schlosser Maschinen und Anlagen instand halten.

Wie wird man Metallbauer / Schlosser?

Der übliche Weg ist eine duale Ausbildung zum Metallbauer im Handwerk, die dreieinhalb Jahre dauert und mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer endet. Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben, die meisten Auszubildenden haben einen Hauptschul- oder mittleren Abschluss. Mathematik, räumliches Vorstellungsvermögen und handwerkliches Geschick sind wichtiger als Noten in anderen Fächern. In der Industrie führt die Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker oder Industriemechaniker zu ähnlichen Tätigkeiten. Quereinsteiger mit Schweißerfahrung finden oft als Helfer oder angelernte Schweißer einen Einstieg, eine Externenprüfung zum Gesellen ist nach mehrjähriger Berufspraxis möglich.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Bauteile sind schwer, gearbeitet wird oft im Stehen, kniend oder über Kopf, auf Montage auch bei Kälte, Regen und in der Höhe auf Gerüsten oder Hubbühnen. Schwindelfreiheit ist daher nötig. In der Werkstatt gehören Lärm, Funkenflug, Schweißrauch und Schleifstaub zum Alltag, Schutzkleidung und Gehörschutz sind Pflicht. Die Arbeitszeiten liegen meist tagsüber, auf Baustellen können lange Tage und Fahrten zu entfernten Einsatzorten anfallen, bei Notdiensten für Türen und Tore auch Bereitschaft. Mit den Jahren belasten die Tätigkeiten Rücken und Gelenke. Genauigkeit ist gefragt, weil Fehlmaße auf der Baustelle teuer werden.

Aussichten

Die Nachfrage nach ausgebildeten Metallbauern ist hoch, viele Handwerksbetriebe finden kaum Nachwuchs. Arbeitslosigkeit ist in dem Beruf selten. Die Bezahlung im Handwerk liegt allerdings deutlich unter der in tarifgebundenen Industriebetrieben, weshalb viele Fachkräfte nach einigen Jahren in die Industrie wechseln. Weiterbildungen zum Schweißfachmann, Vorarbeiter oder Monteur mit Führungsverantwortung sind verbreitet. Mit der Meisterprüfung im Metallbauerhandwerk ist die Leitung oder Gründung eines eigenen Betriebs möglich. Alternativen sind die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker für Metallbautechnik oder ein Studium etwa im Maschinenbau oder Bauingenieurwesen.

Aufgaben

  • Technische Zeichnungen lesen und Maße auf Werkstücke übertragen
  • Profile und Bleche sägen, bohren, kanten und biegen
  • Bauteile durch MAG-, WIG- oder Elektrodenschweißen verbinden
  • Schweißnähte schleifen und Oberflächen bearbeiten
  • Treppen, Geländer, Tore und Fassadenelemente auf der Baustelle montieren
  • Türen, Toranlagen und Metallkonstruktionen warten und reparieren
  • Maschinen wie Abkantpresse oder CNC-Säge einrichten und bedienen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Metallbauer oder in einem verwandten Metallberuf
  • Schweißkenntnisse, häufig mit Schweißerprüfung nach DIN EN ISO 9606
  • Räumliches Vorstellungsvermögen und sicheres Rechnen
  • Körperliche Belastbarkeit und Schwindelfreiheit
  • Führerschein der Klasse B, oft auch BE für Anhänger
  • Sorgfalt und Bereitschaft zur Arbeit im Freien

Wo man arbeitet

  • Metallbau- und Schlossereibetriebe des Handwerks
  • Stahlbaubetriebe
  • Hersteller von Fenstern, Türen und Fassaden
  • Fahrzeug- und Anhängerbau
  • Instandhaltung in Industriebetrieben
  • Baustellen und Montageeinsätze bei Kunden

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine duale Ausbildung zum Metallbauer in einer der Fachrichtungen Konstruktionstechnik, Metallgestaltung oder Nutzfahrzeugbau. Sie dauert dreieinhalb Jahre und endet mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Danach sind Meisterprüfung, Techniker oder Studium möglich.

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