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Mitarbeiter Leergutsortierung

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Leergutsortierung trennen zurückgegebene Flaschen, Kästen und Paletten nach Sorte und Hersteller, damit das Mehrwegsystem funktioniert. Die Arbeit ist eine Helfertätigkeit im Lager, körperlich fordernd und meist im Schichtbetrieb.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Mitarbeiter Leergutsortierung verdient

2.500 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.200 bis 3.200 Euro.

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.350 € 2.600 € 28.200 €
Mit Berufserfahrung 2.250 € 2.500 € 2.850 € 30.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.450 € 2.750 € 3.200 € 33.000 €

Viele Stellen werden nahe am gesetzlichen Mindestlohn oder nach den Tarifverträgen der Zeitarbeit (GVP und DGB) bezahlt, tarifgebundene Getränkegroßhändler zahlen nach dem Tarifvertrag für den Groß- und Außenhandel des jeweiligen Bundeslandes. Am meisten verdienen Beschäftigte in tarifgebundenen Brauereien sowie Kräfte mit Staplerschein, Schichtzulagen und Vorarbeiterfunktion.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Mitarbeiter Leergutsortierung?

In Deutschland laufen jedes Jahr Milliarden Mehrwegflaschen durch den Kreislauf. Bevor sie wieder befüllt werden können, müssen sie zurück zum richtigen Abfüller. Genau dort setzt diese Tätigkeit an. In Getränkegroßhandlungen, Leergutzentren des Handels, Logistikbetrieben und Brauereien kommen gemischt beladene Paletten an: Kästen verschiedener Marken, falsch einsortierte Flaschen, Glas neben PET, dazu Fremdkörper wie Zigarettenkippen oder Plastiktüten. Die Beschäftigten ziehen Flaschen aus Kästen, setzen sie in die passenden Kästen um, stapeln sortenreine Paletten und sondern Bruch, Einweggebinde und Fremdflaschen aus. In größeren Anlagen übernimmt eine Sortiermaschine einen Teil der Arbeit, dann geht es um das Beschicken der Bänder, das Nachsortieren von Fehlwürfen und das Beheben von Staus. Hinzu kommen Zählen und Erfassen der Mengen am Scanner, Folieren und Bereitstellen der Paletten sowie das Sauberhalten des Arbeitsbereichs.

Wie wird man Mitarbeiter Leergutsortierung?

Eine Ausbildung ist nicht vorgeschrieben. Die Betriebe lernen neue Kräfte in wenigen Tagen an. Viele Stellen werden über Zeitarbeitsfirmen besetzt, was den Einstieg leicht macht, aber oft befristet ist. Ein Schulabschluss wird selten verlangt, Grundkenntnisse in Deutsch helfen bei Sicherheitsunterweisungen und beim Umgang mit Scannern. Wer bleiben und aufsteigen will, sollte einen Staplerschein erwerben, den viele Betriebe bezahlen. Später kann eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik oder zum Fachlageristen folgen, auch berufsbegleitend oder über eine Externenprüfung nach einigen Jahren Berufspraxis.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist monoton und körperlich hart. Wer sortiert, steht die ganze Schicht, greift tausende Male in Kästen, hebt volle Kästen mit über zehn Kilogramm und arbeitet oft vornübergebeugt. Belastungen für Rücken, Schultern und Handgelenke sind typisch. Die Hallen sind im Winter kalt und im Sommer warm, es ist laut, und Rückstände in den Flaschen riechen und kleben. Schnittverletzungen durch Glasbruch sind möglich, Handschuhe und Sicherheitsschuhe sind Pflicht. Gearbeitet wird häufig im Zwei- oder Dreischichtbetrieb, in der Hochsaison im Sommer und vor Feiertagen auch samstags. Viele Betriebe arbeiten mit Stückzahl- oder Leistungsvorgaben, die den Takt bestimmen. Die Bezahlung liegt bei vielen Arbeitgebern nahe am gesetzlichen Mindestlohn.

Aussichten

Solange das Mehrwegsystem besteht, wird Leergut sortiert, und die Nachfrage nach Helferinnen und Helfern ist stabil, vor allem in Ballungsräumen und rund um große Getränkelager. Zugleich setzen größere Betriebe zunehmend auf automatische Sortieranlagen, was einfache Handarbeitsplätze verringert und eher Kräfte für Anlagenbedienung und Nachsortierung verlangt. Der Wechsel aus der Zeitarbeit in eine Festanstellung gelingt vielen nach einigen Monaten. Mit Staplerschein und Erfahrung sind Aufgaben als Staplerfahrer, Anlagenbediener oder Vorarbeiter erreichbar, mit einer Lagerausbildung auch Positionen in der Kommissionierung oder Disposition.

Aufgaben

  • Gemischtes Leergut nach Marke, Flaschentyp und Kasten sortieren
  • Fremdflaschen, Einweggebinde und Glasbruch aussondern
  • Sortiermaschinen beschicken und Fehlwürfe nachsortieren
  • Sortenreine Paletten stapeln, folieren und bereitstellen
  • Mengen zählen und per Scanner erfassen
  • Kästen auf Schäden und Fremdkörper prüfen
  • Arbeitsplatz und Hallenbereich sauber halten

Voraussetzungen

  • Keine formale Ausbildung erforderlich, Einarbeitung im Betrieb
  • Körperliche Belastbarkeit für Stehen, Heben und Bücken über die ganze Schicht
  • Bereitschaft zu Schichtarbeit und gelegentlicher Samstagsarbeit
  • Sorgfalt und Ausdauer bei gleichförmigen Arbeitsabläufen
  • Grundkenntnisse in Deutsch für Sicherheitsunterweisungen
  • Staplerschein von Vorteil

Wo man arbeitet

  • Getränkegroßhandel
  • Leergutzentren von Handelsketten
  • Logistik- und Lagerdienstleister
  • Brauereien und Mineralbrunnen
  • Zeitarbeitsfirmen

Der Weg in den Beruf

Der Einstieg erfolgt ohne Ausbildung nach einer Einarbeitung von wenigen Tagen, häufig über Zeitarbeit. Ein Staplerschein lässt sich in einem ein- bis dreitägigen Lehrgang erwerben. Wer sich weiterentwickeln will, kann die zweijährige Ausbildung zum Fachlageristen oder die dreijährige zur Fachkraft für Lagerlogistik anschließen.

Offene Stellen als Mitarbeiter Leergutsortierung

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