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Handwerk & Produktion

Montierer

Montierer bauen in der Industrie Baugruppen und Produkte nach Vorgabe zusammen, prüfen sie und halten die Taktung der Fertigung.

23 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Montierer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.450 € 2.600 € 2.850 € 31.200 €
Mit Berufserfahrung 2.600 € 2.850 € 3.150 € 34.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.100 € 3.500 € 37.200 €

Orientiert an den Tarifen der Zeitarbeit (GVP-Tarifwerk, früher BAP und iGZ) in den unteren Entgeltgruppen plus Branchenzuschlag Metall und Elektro, der nach Einsatzdauer steigt; direkt eingestellte Montierer in tarifgebundenen Industriebetrieben liegen darüber. Schichtzuschläge sind nicht eingerechnet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Der Montierer arbeitet am Ende der Fertigungskette: Er setzt Einzelteile zu Baugruppen und Produkten zusammen, verschraubt, steckt, klebt, verpresst und verdrahtet nach Montageanleitung und Stückliste. Je nach Betrieb geschieht das in Linienfertigung am Band mit festem Takt, an Montageinseln mit mehreren Arbeitsschritten oder als Einzelmontage größerer Geräte. Dazu kommen Sicht- und Funktionsprüfungen, das Verpacken und die Rückmeldung der Stückzahlen ins System.

Die Tätigkeit ist eine typische Anlerntätigkeit. Viele Montierer haben keine Ausbildung im Metall- oder Elektrobereich, sondern werden im Betrieb auf ihre Station eingearbeitet. Das macht den Einstieg leicht, bedeutet aber auch, dass das Einkommen stark vom Tarif des Einsatzbetriebs abhängt. Wer eine Ausbildung als Industrie-, Elektroniker- oder Fertigungsmechaniker mitbringt, übernimmt häufiger anspruchsvollere Montagen, Nacharbeit oder die Prüfung. In der Elektronikfertigung kommen Löten und der Schutz vor elektrostatischer Entladung hinzu, im Fahrzeug- und Maschinenbau das Arbeiten mit Drehmomentschraubern, deren Werte für sicherheitsrelevante Verbindungen dokumentiert werden.

In diesem Bestand stammen fast alle Anzeigen von einem einzigen Personaldienstleister, der Montierer für Einsätze bei Industriekunden sucht; dazu kommen einzelne Anzeigen eines Automobilzulieferers. Teilzeit kommt nicht vor. Das Bild ist also überwiegend das der Zeitarbeit mit Einsatz in Schichtbetrieben der Industrie. Übernahmen in die Stammbelegschaft sind möglich, aber nicht garantiert.

Die Arbeit ist gleichförmig und körperlich, mit Stehen, wiederkehrenden Handgriffen und teils Schichtarbeit einschließlich Nachtschicht. Gute Betriebe wechseln die Stationen im Rotationsprinzip, um einseitige Belastung zu vermeiden. Aufstiegschancen gibt es über die Rolle als Vorarbeiter oder Linienführer oder über eine nachgeholte Ausbildung, etwa zum Fertigungsmechaniker, die für Beschäftigte gefördert werden kann.

Aufgaben

  • Bauteile und Baugruppen nach Montageanleitung zusammenbauen
  • Schrauben, Stecken, Kleben, Pressen und einfache Verdrahtungen ausführen
  • Montagehilfen, Vorrichtungen und Werkzeuge bedienen
  • Sicht- und Funktionsprüfungen durchführen
  • Fehlerhafte Teile aussortieren und melden
  • Stückzahlen und Arbeitsschritte dokumentieren
  • Arbeitsplatz sauber und ordentlich halten

Voraussetzungen

  • Handwerkliches Geschick und Fingerfertigkeit
  • Erfahrung in Montage oder Produktion von Vorteil, Quereinstieg möglich
  • Bereitschaft zu Schichtarbeit, auch Nachtschicht
  • Sorgfalt und Konzentration bei wiederkehrenden Tätigkeiten
  • Körperliche Belastbarkeit für Arbeit im Stehen
  • Grundkenntnisse in Deutsch für Arbeitsanweisungen

Wo man arbeitet

  • Automobil- und Zulieferindustrie
  • Elektro- und Elektronikindustrie
  • Maschinen- und Gerätebau
  • Hersteller von Haushalts- und Konsumgütern
  • Personaldienstleister mit Industrieeinsatz

Der Weg in den Beruf

Für die Tätigkeit als Montierer ist keine Ausbildung vorgeschrieben; eingearbeitet wird im Betrieb. Der passende Ausbildungsberuf ist der Fertigungsmechaniker mit drei Jahren dualer Ausbildung, verwandt sind Industriemechaniker und Elektroniker für Geräte und Systeme. Beschäftigte ohne Abschluss können über Teilqualifizierungen oder eine Externenprüfung bei der IHK einen Berufsabschluss erwerben, gefördert etwa über das Qualifizierungschancengesetz.

Offene Stellen als Montierer

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