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Handwerk & Produktion

Mechaniker

Mechaniker montieren, warten und reparieren Maschinen, Fahrzeuge und mechanische Baugruppen in Industrie, Werkstatt und Instandhaltung.

21 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Mechaniker verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.750 € 3.000 € 3.300 € 36.000 €
Mit Berufserfahrung 3.050 € 3.350 € 3.700 € 40.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.350 € 3.700 € 4.150 € 44.400 €

Orientiert an den ERA-Tarifen der Metall- und Elektroindustrie für Facharbeiter, im Kfz-Handwerk an dessen Landestarifen, und bei Überlassung an den Zeitarbeitstarifen (GVP-Tarifwerk, früher BAP und iGZ) mit Branchenzuschlag. Schicht- und Erschwerniszuschläge sind nicht eingerechnet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Mechaniker ist ein Oberbegriff, kein Ausbildungsberuf. Hinter ihm stehen je nach Anzeige Industriemechaniker, Kfz-Mechatroniker, Land- und Baumaschinenmechatroniker, Fertigungsmechaniker oder Metallbauer. Gemeinsam ist allen die Arbeit an mechanischen Systemen: Baugruppen montieren, Verschleißteile tauschen, Lager, Getriebe, Antriebe und Hydraulik instand setzen, Fehler suchen und Maschinen nach der Reparatur wieder in Betrieb nehmen. Technische Zeichnungen und Montageanleitungen sind das tägliche Werkzeug.

In der Industrie arbeitet der Mechaniker meist in der Wartung und Instandhaltung von Produktionsanlagen. Dort zählt jede Stunde Stillstand, weshalb Störungsbehebung Vorrang hat und vorbeugende Wartung nach Plan organisiert wird. Im Fahrzeug- und Sonderfahrzeugbau montiert er Aufbauten und Baugruppen, im Schienenfahrzeugbau Drehgestelle, Bremsanlagen und Innenausbau. Elektrische und pneumatische Kenntnisse werden zunehmend erwartet, weil reine Mechanik an modernen Anlagen selten ist. Arbeiten an elektrischen Teilen sind dabei nur im Rahmen einer Qualifikation als Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten erlaubt, die viele Betriebe ihren Mechanikern vermitteln.

In diesem Bestand kommt ein großer Teil der Anzeigen von einem Personaldienstleister und ist als Arbeitnehmerüberlassung ausgeschrieben, mit Einsätzen in Wartung und Instandhaltung, im Sonderfahrzeugbau und im Schienenfahrzeugbau. Daneben suchen einzelne Industrieunternehmen direkt. Teilzeit kommt nicht vor.

Die Arbeit ist körperlich, oft in Schicht, mit ölverschmutzten Bauteilen, Lärm und Arbeiten in beengten Positionen. Wer eine Ausbildung mitbringt und sich in Elektrik, Pneumatik und Hydraulik auskennt, hat gute Aussichten auf eine Übernahme oder eine Festanstellung. Aufstieg bieten der Meister, der Techniker und die Spezialisierung auf bestimmte Anlagen, etwa als Servicetechniker beim Hersteller.

Aufgaben

  • Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge warten und instand setzen
  • Verschleißteile, Lager, Dichtungen und Antriebe tauschen
  • Mechanische Baugruppen nach Zeichnung montieren
  • Störungen an Mechanik, Hydraulik und Pneumatik suchen und beheben
  • Anlagen nach Reparaturen prüfen und wieder in Betrieb nehmen
  • Wartungs- und Reparaturarbeiten dokumentieren
  • Einfache Metallbearbeitung wie Bohren, Sägen und Schleifen ausführen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung in einem Metall-, Kfz- oder Mechatronikberuf
  • Sicheres Lesen technischer Zeichnungen
  • Grundkenntnisse in Hydraulik, Pneumatik und Elektrik
  • Bereitschaft zu Schichtarbeit
  • Körperliche Belastbarkeit
  • Staplerschein oder Kranschein von Vorteil

Wo man arbeitet

  • Instandhaltung in Produktionsbetrieben
  • Sonderfahrzeug- und Schienenfahrzeugbau
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Werkstätten für Nutz-, Land- und Baumaschinen
  • Personaldienstleister mit Industrieeinsatz

Der Weg in den Beruf

Einen Ausbildungsberuf mit dem Namen Mechaniker gibt es nicht mehr. Die meisten Mechaniker haben eine dreieinhalbjährige Ausbildung als Industriemechaniker, Kfz-Mechatroniker, Land- und Baumaschinenmechatroniker oder in einem verwandten Metallberuf, dual mit IHK- oder Gesellenprüfung. Quereinsteiger ohne Abschluss können über Teilqualifizierungen oder die Externenprüfung einen Berufsabschluss erwerben. Aufstieg bieten Industriemeister Metall und staatlich geprüfter Techniker.

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