Nürnberg
Hinweis für die Redaktion: „Nürnberg“ ist eine Stadt und keine Berufsbezeichnung. Ersatzweise ist hier der Industriemechaniker beschrieben, einer der am häufigsten ausgebildeten Berufe in Handwerk und Produktion im Raum Nürnberg. Industriemechaniker bauen, warten und reparieren Maschinen und Produktionsanlagen.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Nürnberg verdient
3.700 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.800 bis 5.000 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.800 € | 3.200 € | 3.700 € | 38.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.200 € | 3.700 € | 4.300 € | 44.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.800 € | 4.300 € | 5.000 € | 51.600 € |
Am stärksten entscheidet die Tarifbindung: Betriebe mit dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie (in Bayern zwischen IG Metall und bayme vbm) zahlen deutlich mehr als nicht tarifgebundene kleinere Betriebe. Schicht- und Rufbereitschaftszulagen kommen zum hier genannten Grundgehalt hinzu und machen oft mehrere hundert Euro im Monat aus.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Industriemechaniker?
Industriemechaniker sorgen dafür, dass Maschinen und Anlagen in Fabriken laufen. Sie montieren Baugruppen nach technischen Zeichnungen, stellen Einzelteile durch Drehen, Fräsen, Bohren und Schleifen her und richten Maschinen für neue Aufträge ein. Ein großer Teil der Arbeit ist Instandhaltung: Lager und Dichtungen tauschen, Hydraulik- und Pneumatiksysteme prüfen, Verschleißteile nach Wartungsplan ersetzen. Fällt eine Anlage aus, suchen sie den Fehler, oft unter Zeitdruck, weil jede Stunde Stillstand Geld kostet. Dazu kommen Messungen mit Messschieber und Bügelmessschraube, Protokolle über durchgeführte Arbeiten und die Abstimmung mit Elektronikern, wenn Mechanik und Steuerung zusammenhängen. Im Raum Nürnberg arbeiten viele Industriemechaniker im Maschinen- und Fahrzeugbau, in der Elektroindustrie und bei Zulieferern.
Wie wird man Industriemechaniker?
Der übliche Weg ist eine duale Ausbildung von dreieinhalb Jahren im Betrieb und an der Berufsschule. Sie endet mit der Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Formal ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, die meisten Betriebe stellen aber bevorzugt Bewerber mit mittlerem Abschluss ein. Gute Noten in Mathematik und Physik helfen. Mit Abitur oder sehr guten Leistungen lässt sich die Ausbildung verkürzen. Quereinsteiger aus verwandten Metallberufen können über eine Umschulung, die meist rund zwei Jahre dauert und oft von der Agentur für Arbeit gefördert wird, oder über die Externenprüfung zum Abschluss kommen.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich. Viel Stehen, Arbeiten in gebückter Haltung oder über Kopf, Heben schwerer Bauteile und Lärm gehören dazu. Schutzkleidung, Gehörschutz und Sicherheitsschuhe sind Pflicht. In der Produktion und in der Instandhaltung ist Schichtarbeit verbreitet, teilweise mit Nacht- und Wochenendschichten oder Rufbereitschaft. Wer Störungen beheben muss, braucht einen kühlen Kopf, wenn die Linie steht und Kollegen warten. Technisches Verständnis allein reicht nicht: Zeichnungen lesen, sorgfältig dokumentieren und mit Steuerungstechnik umgehen werden immer wichtiger. Ölige Hände und Hallenklima sind Alltag.
Aussichten
Die Nachfrage nach Industriemechanikern ist hoch, viele Betriebe finden kaum Fachkräfte, vor allem in der Instandhaltung. Allerdings hängt die Lage an der Konjunktur der Industrie: Im Fahrzeugbau und bei Zulieferern gab es zuletzt Stellenabbau und Kurzarbeit, auch in der Region Nürnberg. Wer sich weiterbilden will, kann die Prüfung zum Industriemeister Metall ablegen oder sich zum staatlich geprüften Techniker im Maschinenbau qualifizieren. Beides führt zu Aufgaben mit mehr Verantwortung und besserer Bezahlung. Mit Hochschulzugangsberechtigung ist auch ein Studium im Maschinenbau oder in der Mechatronik möglich.
Aufgaben
- Maschinen und Anlagen nach technischen Zeichnungen montieren
- Einzelteile drehen, fräsen, bohren und schleifen
- Verschleißteile wie Lager und Dichtungen tauschen
- Hydraulik- und Pneumatiksysteme prüfen und warten
- Störungen an Produktionsanlagen suchen und beheben
- Maschinen für neue Aufträge einrichten
- Maße prüfen und Wartungsarbeiten dokumentieren
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Industriemechaniker oder in einem verwandten Metallberuf
- Meist mittlerer Schulabschluss für den Ausbildungsplatz
- Technisches Verständnis und Sicherheit im Lesen technischer Zeichnungen
- Grundkenntnisse in Mathematik und Physik
- Körperliche Belastbarkeit für Arbeit im Stehen, Heben und Arbeiten in Zwangshaltungen
- Bereitschaft zu Schichtarbeit und Rufbereitschaft
Wo man arbeitet
- Maschinen- und Anlagenbau
- Fahrzeugbau und Zulieferbetriebe
- Elektroindustrie
- Instandhaltungsabteilungen großer Produktionsbetriebe
- Industrieservice-Dienstleister
Der Weg in den Beruf
Der Beruf wird in einer dualen Ausbildung von dreieinhalb Jahren erlernt, die mit der Abschlussprüfung vor der IHK endet. Quereinsteiger können über eine etwa zweijährige Umschulung oder die Externenprüfung zum Abschluss kommen.
Offene Stellen als Nürnberg
In der Suche fortsetzenNürnberg - Duales Studium (m/w/d) zum Bachelor of Science Wirtschaftsinformatik zum 01.September 2027
Nürnberg - Ausbildung Kaufleute (m/w/d) für Versicherungen und Finanzanlagen im Innendienst zum 01. September 2027
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