Produktionsmitarbeiter
Produktionsmitarbeiter arbeiten an Fertigungslinien, montieren, verpacken und prüfen Teile und halten den Takt der Produktion im Schichtbetrieb.
186 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Produktionsmitarbeiter verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.400 € | 2.600 € | 2.850 € | 31.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.550 € | 2.800 € | 3.100 € | 33.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.700 € | 3.000 € | 3.400 € | 36.000 € |
Grundlage für den Großteil der Stellen sind die unteren Entgeltgruppen des Zeitarbeitstarifs von iGZ und BAP, ergänzt um die Branchenzuschläge etwa in Metall und Elektro oder Chemie, sowie die Helfergruppen der Industrietarife bei Direktanstellung. Schicht- und Nachtzuschläge sind nicht eingerechnet und machen im Wechselschichtbetrieb einen spürbaren Teil des Einkommens aus.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Produktionsmitarbeiter ist ein Sammelbegriff für angelernte Tätigkeiten in der Fertigung: Bauteile einlegen und entnehmen, einfache Montageschritte ausführen, Produkte sichtprüfen, verpacken und etikettieren, Material an die Linie bringen. Wo genau gearbeitet wird, entscheidet über den Alltag. In der Lebensmittelindustrie sind es Kühlräume, Hygienekleidung und Bandgeschwindigkeit, in der Automobilzulieferung Taktzeiten und Prüfvorgaben, in der Kunststoffverarbeitung Spritzgießmaschinen, die rund um die Uhr laufen.
In diesem Bestand stammen fast alle Anzeigen von Personaldienstleistern, also aus der Arbeitnehmerüberlassung. Ausdrücklich als Wechselschicht ausgeschriebene Stellen sind häufig, Teilzeit spielt praktisch keine Rolle. Das ist der übliche Weg in die Industrie ohne Berufsabschluss: Der Verleiher stellt ein, der Einsatz läuft beim Kundenbetrieb, und nach einigen Monaten entscheidet sich, ob eine Übernahme folgt. Wichtig für die Bezahlung ist dabei das Gesetz: Nach neun Monaten im selben Einsatz besteht grundsätzlich Anspruch auf gleiches Entgelt wie die Stammbelegschaft, in vielen Branchen steigen Branchenzuschläge schon ab der siebten Einsatzwoche stufenweise.
Die Anforderungen klingen niedrig, sind aber nicht beliebig. Schichtarbeit im Wechsel von Früh, Spät und Nacht ist anstrengend, viele Tätigkeiten erfolgen im Stehen und wiederholen sich im Minutentakt, und Qualitätsvorgaben lassen keinen Spielraum. Wer sorgfältig arbeitet, lernt schnell zusätzliche Stationen und wird eher für anspruchsvollere Aufgaben wie die Maschinenbedienung, das Rüsten oder die Qualitätsprüfung eingesetzt.
Der Schritt aus dem Helferbereich heraus geht über eine Qualifikation. Ein Staplerschein ist schnell erworben und erweitert die Einsatzmöglichkeiten. Mit Berufserfahrung ist die Externenprüfung zum Maschinen- und Anlagenführer oder zur Fachkraft für Lagerlogistik möglich, und die Arbeitsagentur fördert solche Nachqualifizierungen unter bestimmten Voraussetzungen.
Aufgaben
- Maschinen bestücken und fertige Teile entnehmen
- Einfache Montage- und Fügearbeiten ausführen
- Produkte sichtprüfen und Ausschuss aussortieren
- Ware verpacken, etikettieren und palettieren
- Material an die Linie bringen und Leergut abräumen
- Arbeitsplatz sauber halten und Schichtprotokolle führen
- Störungen an die Schichtleitung melden
Voraussetzungen
- Keine Ausbildung erforderlich, Einarbeitung an der Linie
- Bereitschaft zu Wechselschicht einschließlich Nachtschicht
- Körperliche Belastbarkeit und Ausdauer im Stehen
- Sorgfalt und Verständnis für Qualitätsvorgaben
- Je nach Branche Hygienebewusstsein oder technisches Verständnis
- Oft Führerschein oder eigene Anfahrt zu Industriegebieten
Wo man arbeitet
- Automobil- und Zulieferindustrie
- Lebensmittel- und Getränkeherstellung
- Kunststoff- und Metallverarbeitung
- Elektro- und Verpackungsindustrie
- Personaldienstleister mit Einsatz im Kundenbetrieb
Der Weg in den Beruf
Einstieg ohne Abschluss, eingearbeitet wird an der jeweiligen Station. Für den Aufstieg bieten sich die zweijährige Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer oder eine Externenprüfung nach mehrjähriger Tätigkeit an; Teilqualifizierungen in Modulen, die von der Arbeitsagentur gefördert werden können, führen schrittweise zum Berufsabschluss. Zusatzscheine wie der Flurförderzeugschein oder Kranschein verbessern die Einsatzmöglichkeiten sofort.
Offene Stellen als Produktionsmitarbeiter
In der Suche fortsetzenProduktionsmitarbeiter (gn)
Produktionsmitarbeiter (gn)
Produktionsmitarbeiter (m/w/d)
Produktionsmitarbeiter (m/w/d)
Produktionsmitarbeiter (m/w/d)
Produktionsmitarbeiter (m/w/d)
Produktionsmitarbeiter (gn) - Medizintechnik
Verwandte Berufe
Industriemechaniker
Hält Maschinen und Anlagen in Betrieb: fertigt Bauteile nach Zeichnung, montiert Baugruppen, wartet und sucht Störungen.
- Offene Stellen
- 127
- Monatsbrutto
- 2.800 – 5.000 €
Kommissionierer
Kommissionierer stellen im Lager Bestellungen nach Auftragslisten oder Scannervorgaben zusammen und machen sie versandfertig.
- Offene Stellen
- 37
- Monatsbrutto
- 2.400 – 3.100 €
Lagermitarbeiter
Lagermitarbeiter nehmen Ware an, lagern sie ein, stellen Aufträge zusammen und bereiten Sendungen für den Versand vor.
- Offene Stellen
- 141
- Monatsbrutto
- 2.450 – 3.250 €
Maschinen- und Anlagenführer
Maschinen- und Anlagenführer rüsten Produktionsanlagen, bedienen und überwachen sie, beheben Störungen und prüfen die Qualität der Erzeugnisse.
- Offene Stellen
- 77
- Monatsbrutto
- 2.450 – 4.300 €
Maschinenbediener
Maschinenbediener beschicken und überwachen Produktionsmaschinen, kontrollieren die gefertigten Teile und melden Störungen.
- Offene Stellen
- 65
- Monatsbrutto
- 2.450 – 3.400 €
Passend dazu im Ratgeber
- Urlaubsanspruch: Berechnung, Übertragung, Verfall Das Gesetz kennt 24 Werktage, der Vertrag oft 30 Tage, und beides meint nicht dasselbe. De...
- Ausbildungsplatz finden: wie früh man anfangen muss Große Betriebe besetzen ihre Ausbildungsplätze ein Jahr vor dem Start, kleine oft erst ein...
- Tarifvertrag verstehen: Entgeltgruppe, Stufe, und was daraus folgt Ein Tarifverweis in der Anzeige ist die einzige Gehaltsangabe, die Sie vor dem Gespräch na...