Schlosser / Metallbauer
Metallbauer und Schlosser fertigen, montieren und reparieren Konstruktionen aus Stahl, Edelstahl und Aluminium, etwa Treppen, Geländer, Tore, Fenster, Fassaden und Stahlbauteile. Gearbeitet wird in der Werkstatt und auf Baustellen.
6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Schlosser / Metallbauer verdient
3.300 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.500 bis 4.700 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.800 € | 3.200 € | 33.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.900 € | 3.300 € | 3.800 € | 39.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.400 € | 3.900 € | 4.700 € | 46.800 € |
Am stärksten hängt das Gehalt davon ab, ob in einem Handwerksbetrieb oder in der Industrie gearbeitet wird: Wer unter den Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall) fällt, verdient deutlich mehr als im Handwerk, wo die regionalen Tarifverträge des Metallhandwerks gelten, aber viele kleine Betriebe gar nicht tarifgebunden sind. Montagezulagen und Auslöse bei auswärtigen Baustellen kommen zum Grundgehalt hinzu.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Schlosser / Metallbauer?
Metallbauer stellen Bauteile und Konstruktionen aus Metall her und bauen sie ein. Am Anfang steht meist eine technische Zeichnung, oft am Rechner mit CAD-Software erstellt. Danach werden Profile und Bleche gesägt, gebohrt, gekantet und gebogen, anschließend verschweißt, verschraubt oder vernietet. Typische Aufträge sind Treppen, Balkone, Geländer, Carports, Tore, Vordächer, Stahlfenster oder Hallenkonstruktionen. Ein großer Teil der Arbeit findet auf Baustellen statt: Aufmaß nehmen, Bauteile anliefern, ausrichten, dübeln und montieren. Dazu kommen Reparaturen und Wartung, etwa an Toranlagen oder Brandschutztüren. Die Ausbildung kennt drei Fachrichtungen: Konstruktionstechnik als häufigste, Metallgestaltung mit kunsthandwerklichen Arbeiten wie Schmiedearbeiten und Nutzfahrzeugbau für Aufbauten von Lkw und Anhängern. Die Bezeichnung Schlosser ist die ältere, umgangssprachlich aber weiter verbreitete Form.
Wie wird man Schlosser / Metallbauer?
Der übliche Weg ist die duale Ausbildung zum Metallbauer, die dreieinhalb Jahre dauert und mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer endet. Gelernt wird im Betrieb und in der Berufsschule, ergänzt durch überbetriebliche Lehrgänge, etwa zum Schweißen. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, die meisten Betriebe stellen Bewerber mit Hauptschul- oder Realschulabschluss ein. Mathematik und räumliches Vorstellungsvermögen sind wichtig, weil Maße berechnet und Zeichnungen gelesen werden. Quereinsteiger aus verwandten Metallberufen finden oft schnell Anschluss, manche Betriebe stellen auch angelernte Kräfte für einfache Fertigungsarbeiten ein. Schweißzertifikate nach DIN EN ISO 9606 verbessern die Chancen deutlich.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Schwere Teile werden gehoben und getragen, oft wird über Kopf, auf Gerüsten oder in Hubarbeitsbühnen gearbeitet. In der Werkstatt ist es laut, beim Schweißen und Schleifen entstehen Rauch, Funken und Staub, Schutzkleidung ist Pflicht. Auf Montage wird bei Hitze, Kälte und Regen gearbeitet. Die Arbeitszeit liegt meist tagsüber, in der Saison und bei Terminen auf Baustellen fallen aber Überstunden an. Bei Firmen mit überregionalen Aufträgen gehören Montagewochen mit Übernachtungen dazu. Rücken- und Gelenkbeschwerden sind nach vielen Berufsjahren verbreitet. Genauigkeit ist gefragt, denn ein falsch gemessenes Geländer passt nicht und muss neu gefertigt werden.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch. Viele Handwerksbetriebe suchen Gesellen und Auszubildende und finden kaum Bewerber, sodass Ausgebildete in der Regel schnell eine Stelle finden. Bau, Sanierung und Industrie sorgen für stabile Auftragslagen, auch wenn der Baubereich konjunkturabhängig ist. Wer sich weiterentwickeln will, kann die Meisterprüfung im Metallbauerhandwerk ablegen, die zur Führung eines eigenen Betriebs und zur Ausbildung berechtigt. Alternativen sind die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker für Metallbau oder Maschinenbau, zur Schweißfachkraft oder ein Studium im Bauingenieurwesen oder Maschinenbau. Wer körperlich nicht mehr voll belastbar ist, wechselt häufig in Arbeitsvorbereitung, Konstruktion oder Kalkulation.
Aufgaben
- Technische Zeichnungen lesen und Bauteile am Rechner konstruieren
- Aufmaß beim Kunden oder auf der Baustelle nehmen
- Profile und Bleche sägen, bohren, kanten und biegen
- Bauteile schweißen, verschrauben und vernieten
- Treppen, Geländer, Tore und Fassadenelemente montieren
- Oberflächen schleifen, entgraten und für Beschichtung vorbereiten
- Tor- und Türanlagen warten und reparieren
Voraussetzungen
- Hauptschul- oder Realschulabschluss, in der Praxis meist erwartet
- Gute Kenntnisse in Mathematik und räumliches Vorstellungsvermögen
- Körperliche Belastbarkeit, auch für schweres Heben und Arbeit über Kopf
- Schwindelfreiheit für Montagen in der Höhe
- Handwerkliches Geschick und sorgfältiges Arbeiten
- Führerschein Klasse B, oft auch BE, für Fahrten zu Baustellen
Wo man arbeitet
- Metallbau- und Schlossereibetriebe des Handwerks
- Stahlbaufirmen
- Fassaden- und Fensterbauunternehmen
- Industriebetriebe mit eigener Werkstatt
- Fahrzeug- und Anhängerbaubetriebe
- Kunstschmieden
Der Weg in den Beruf
Der übliche Weg ist eine duale Ausbildung zum Metallbauer in einer von drei Fachrichtungen, die dreieinhalb Jahre dauert und mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer abschließt. Danach sind Weiterbildungen zum Metallbauermeister, Techniker oder zur Schweißfachkraft möglich.
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