Schweißer WIG + MAG
Schweißerinnen und Schweißer für WIG und MAG verbinden Bauteile aus Stahl, Edelstahl und Aluminium mit zwei der gängigsten Lichtbogenverfahren. Sie arbeiten nach Zeichnung und Schweißanweisung in Werkstätten, Fertigungshallen und auf Baustellen.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Schweißer WIG + MAG verdient
3.400 Euro brutto im Monat sind der mittlere Verdienst mit Berufserfahrung. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Spanne von 2.600 bis 4.600 Euro.
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 2.900 € | 3.300 € | 34.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.000 € | 3.400 € | 3.900 € | 40.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.500 € | 3.900 € | 4.600 € | 46.800 € |
Am stärksten entscheidet die Art des Arbeitgebers: In Betrieben mit Tarifbindung an die Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall) liegt das Gehalt deutlich höher als im Metallhandwerk oder in der Zeitarbeit nach den Tarifverträgen von GVP und DGB. Zusätzliche WIG-Prüfungen für Edelstahl und Aluminium sowie Schicht- und Montagezulagen heben das tatsächliche Einkommen spürbar an.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Schweißer WIG + MAG?
Schweißer für WIG und MAG fügen Metallteile zu Rahmen, Behältern, Rohrleitungen, Geländern oder Maschinengestellen zusammen. Beim MAG-Schweißen (Metall-Aktivgas) wird ein Drahtelektrode kontinuierlich zugeführt, das Verfahren ist schnell und eignet sich für Stahlkonstruktionen und größere Nähte. Das WIG-Schweißen (Wolfram-Inertgas) ist langsamer, verlangt eine ruhige Hand und kommt vor allem bei Edelstahl, Aluminium, dünnen Blechen und Rohren zum Einsatz, wo saubere und dichte Nähte gefordert sind. Zum Alltag gehört weit mehr als das Schweißen selbst: Zeichnungen und Schweißanweisungen lesen, Bauteile zuschneiden, Kanten vorbereiten, heften und ausrichten, Stromstärke, Gas und Zusatzwerkstoff einstellen, Nähte schleifen, auf Fehler prüfen und den Arbeitsplatz sowie die Geräte instand halten. In der Serienfertigung wiederholen sich die Nähte oft, im Anlagen- und Rohrleitungsbau sind Zwangslagen und wechselnde Einsatzorte üblich.
Wie wird man Schweißer WIG + MAG?
Einen eigenen Ausbildungsberuf mit dem Namen Schweißer gibt es in Deutschland nicht. Viele kommen über eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung als Konstruktionsmechaniker, Metallbauer oder Anlagenmechaniker in den Beruf und spezialisieren sich danach. Entscheidend für die Einstellung ist meist die Schweißerprüfung nach DIN EN ISO 9606, die für bestimmte Verfahren, Werkstoffe und Positionen abgelegt wird. Lehrgänge dazu bieten Bildungseinrichtungen des DVS, Handwerkskammern und private Schweißschulen an, oft gefördert von der Agentur für Arbeit. Dadurch ist der Quereinstieg auch ohne Metallausbildung möglich, etwa für Menschen aus anderen Handwerken. Die Prüfbescheinigungen müssen regelmäßig bestätigt und nach einigen Jahren erneuert werden.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Schweißer stehen, knien oder liegen lange in unbequemen Haltungen, tragen schwere Schutzkleidung und arbeiten mit Lärm, Hitze, Funkenflug, UV-Strahlung und Schweißrauch. Gute Absaugung und Atemschutz sind nicht überall selbstverständlich. Augen, Rücken und Knie werden über die Jahre stark beansprucht. In der Industrie ist Schichtarbeit verbreitet, auf Montage kommen Wochen fern von zu Hause hinzu. Ein erheblicher Teil der Stellen wird über Zeitarbeitsfirmen vergeben, was häufige Einsatzwechsel und geringere Bezahlung bedeuten kann. Fachlich gefordert sind Sorgfalt, Geduld und eine sehr ruhige Hand, denn fehlerhafte Nähte fallen bei Durchstrahlungs- oder Ultraschallprüfungen auf und müssen nachgearbeitet werden.
Aussichten
Qualifizierte Schweißer werden in Metallbau, Maschinen- und Anlagenbau, Schiffbau, Energietechnik und Rohrleitungsbau dauerhaft gesucht, besonders mit WIG-Prüfungen für Edelstahl und Aluminium. Einfache Serienschweißnähte übernehmen dagegen zunehmend Roboter, was die Bedienung und Programmierung von Schweißanlagen zu einer sinnvollen Zusatzqualifikation macht. Wer sich weiterbilden will, kann den Schweißfachmann ablegen, die Meisterprüfung im Metallbau anstreben oder über ein Studium Schweißfachingenieur werden. Auch die Arbeit als Prüfer in der Qualitätssicherung ist ein möglicher Weg aus der körperlich belastenden Fertigung.
Aufgaben
- Zeichnungen und Schweißanweisungen lesen und umsetzen
- Bauteile zuschneiden, Nahtkanten vorbereiten und heften
- Stahlkonstruktionen im MAG-Verfahren verschweißen
- Edelstahl, Aluminium und Rohre im WIG-Verfahren schweißen
- Schweißgeräte, Gasmenge und Zusatzwerkstoff einstellen
- Nähte schleifen, richten und auf Fehler sichtprüfen
- Schweißgeräte und Brenner warten und reinigen
Voraussetzungen
- Gültige Schweißerprüfung nach DIN EN ISO 9606 für WIG und MAG
- Abgeschlossene Metallausbildung von Vorteil, aber nicht immer Pflicht
- Sicheres Lesen technischer Zeichnungen
- Ruhige Hand, gutes Sehvermögen und Sorgfalt
- Körperliche Belastbarkeit für Zwangslagen, Hitze und Schutzkleidung
- Bereitschaft zu Schichtarbeit oder Montage je nach Betrieb
Wo man arbeitet
- Metallbau- und Stahlbaubetriebe
- Maschinen- und Anlagenbau
- Rohrleitungs- und Behälterbau
- Schiffbau und Werften
- Zeitarbeitsfirmen mit Einsatz in der Industrie
- Montagebaustellen im In- und Ausland
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung als Konstruktionsmechaniker oder Metallbauer, an die sich Schweißerprüfungen nach DIN EN ISO 9606 anschließen. Quereinsteiger erwerben die Prüfungen in mehrwöchigen bis mehrmonatigen Lehrgängen bei DVS-Bildungseinrichtungen oder Handwerkskammern, die von der Agentur für Arbeit gefördert werden können.
Offene Stellen als Schweißer WIG + MAG
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Schweißer WIG / MAG in Werkhalle (m/w/d)
Schweißer WIG + MAG (m/w/d)
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