Schlosser
Fertigt, montiert und repariert Bauteile und Konstruktionen aus Metall – im Metallbau, in der Instandhaltung oder in der Fertigung.
31 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Schlosser verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.750 € | 3.050 € | 3.350 € | 36.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.000 € | 3.400 € | 3.800 € | 40.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.300 € | 3.750 € | 4.200 € | 45.000 € |
Grundlage sind die Facharbeitergruppen der Tarife des Metallhandwerks und der Metall- und Elektroindustrie sowie für Einsätze über Personaldienstleister das Tarifwerk der Zeitarbeit (GVP) mit Branchenzuschlägen. Die Werte liegen leicht unter denen des Industriemechanikers, weil der Titel viele Stellen im Handwerk umfasst; Schicht- und Montagezulagen sind nicht eingerechnet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Schlosser ist ein Berufsname, den es seit der Neuordnung der Metallberufe Ende der Achtzigerjahre offiziell nicht mehr gibt, und trotzdem ist er in Stellenanzeigen quicklebendig. Gemeint sind heute Metallbauer aus dem Handwerk, Konstruktionsmechaniker oder Industriemechaniker aus der Industrie, je nach Einsatz auch Anlagenmechaniker. Der Titel sagt vor allem, welche Art Arbeit gesucht wird: Metall bearbeiten, zusammenbauen, montieren, reparieren – mit Säge, Bohrmaschine, Flex und Schweißgerät.
Die Einsatzfelder unterscheiden sich stark. Im Metallbau fertigt der Schlosser Treppen, Geländer, Tore, Stahlkonstruktionen und Fassadenelemente nach Zeichnung und montiert sie auf der Baustelle. Als Betriebsschlosser in der Instandhaltung hält er Maschinen, Förderanlagen und Rohrleitungen am Laufen, tauscht Verschleißteile, richtet aus und beseitigt Störungen, oft im Schichtbetrieb. In der Fertigung stellt er Baugruppen her. Allen Varianten gemein ist das Arbeiten nach Zeichnung, das Messen und Anreißen und in den meisten Fällen das Schweißen.
In diesem Bestand stammen fast alle Anzeigen von zwei Personaldienstleistern, gut ein Drittel ist ausdrücklich als Arbeitnehmerüberlassung ausgeschrieben. Teilzeit gibt es nicht. Das ist typisch für Metallberufe ohne eindeutigen Ausbildungstitel: Die Personaldienstleister sammeln Bedarf mehrerer Kundenbetriebe unter einem einfachen Titel. Wer sich bewirbt, sollte deshalb fragen, in welchem Betrieb und in welchem Bereich der Einsatz tatsächlich stattfindet.
Für die Bezahlung macht das einen großen Unterschied. Ein Einsatz in einem tarifgebundenen Metallbetrieb bringt über die Branchenzuschläge deutlich mehr als einer im kleinen Handwerksbetrieb. Gute Aussichten haben Schlosser mit gültiger Schweißerprüfung, Erfahrung in der Instandhaltung und der Bereitschaft zu Montage. Aufstieg führt über den Meister im Metallbauerhandwerk, den Industriemeister Metall oder den Techniker.
Aufgaben
- Bauteile nach technischer Zeichnung anreißen, sägen, bohren und biegen
- Metallkonstruktionen schweißen, verschrauben und montieren
- Treppen, Geländer, Tore und Stahlbauteile fertigen
- Maschinen und Anlagen instand halten und Störungen beseitigen
- Verschleißteile tauschen und Baugruppen ausrichten
- Montagen beim Kunden oder auf Baustellen durchführen
- Arbeitsergebnisse prüfen und dokumentieren
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung in einem Metallberuf, etwa Metallbauer oder Industriemechaniker
- Sicheres Lesen technischer Zeichnungen
- Schweißkenntnisse, idealerweise mit gültiger Schweißerprüfung
- Körperliche Belastbarkeit
- Bereitschaft zu Schichtarbeit oder Montage
- Führerschein Klasse B, oft auch Staplerschein
Wo man arbeitet
- Metall- und Stahlbaubetriebe
- Instandhaltung in Industrie- und Produktionsbetrieben
- Maschinen- und Anlagenbau
- Entsorgungs- und Versorgungsunternehmen
- Personaldienstleister mit Einsatz in Kundenbetrieben
Der Weg in den Beruf
Der Ausbildungsberuf Schlosser existiert nicht mehr. Wer so arbeiten will, lernt dreieinhalb Jahre im dualen System, im Handwerk als Metallbauer, in der Industrie als Konstruktionsmechaniker oder Industriemechaniker. Die Schweißerprüfung wird oft ergänzend in Lehrgängen abgelegt. Weiterbildungen führen zum Meister im Metallbauerhandwerk, der für die Selbstständigkeit in diesem zulassungspflichtigen Handwerk nötig ist, zum Industriemeister Metall oder zum staatlich geprüften Techniker.
Offene Stellen als Schlosser
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